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Campari Interview: Im Gespräch mit Sascha Cumia, GF von Campari

Campari Interview: stadt-wien.at hat Sascha Cumina, Geschäftsführer der Gruppo Campari Austria, zum Interview getroffen. Wir haben mit ihm über die wichtigsten Stationen in seinem Leben, private, aber auch berufliche Herausforderungen und über die Marke und das Kult-Getränk Campari gesprochen. Erfahren Sie hier, wo Sascha Cumina bereits überall gelebt hat, welche Pläne er für Campari in Österreich hat und was die Botschaft hinter dem Campari Kalender ist.

Campari, der in ein Glas mit einer Cocktailkirsche gegossen wird
© Marianne J./pixelio.de |

Campari – Der Mann hinter dem Getränk

Interview vom 22. November mit Sascha Cumia, GF von Campari  

Sascha Cumina, Sie sind seit April d.J. als Geschäftsführer der Gruppo Campari Austria tätig. Was sind die wichtigsten Stationen in Ihrem Leben?

Die wichtigsten Schritte haben sich neben den beruflichen Herausforderungen natürlich auch vor allem privat ereignet. Ich komme ursprünglich aus Italien, bin 37 Jahre alt und bin seit 15 Jahren mit meiner Frau zusammen. Wir haben 2 Kinder und sind in den letzten Jahren sehr viel in Europa herumgekommen, haben sehr viel gesehen und die unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten kennengelernt.

Seit sieben Jahren arbeite ich für Campari. Die ersten 5 Jahre habe ich die internationale Abteilung des Konzerns von der Côte d'Azur aus geleitet.

Seit Anfang 2006 koordinierte ich die Geschäfte von Campari von Athen aus und seit  dem Start des „Projekt Österreichs“ im April dieses Jahres bin ich in Österreich und freue mich auf diese neue Herausforderung. 

Was wollen sie in Österreich in Bezug auf Campari bewegen, wo liegt Ihre Zielsetzung?

Wir haben uns für den österreichischen Markt vor allem qualitative, und kurzfristig weniger quantitativen Ziele gesetzt. Es geht uns nicht darum, den Umsatz schell ins grenzenlose zu steigern, sondern wir haben das ambitionierte Ziel die beste Firma am österreichischen Spirituosenmarkt zu werden. Campari ist jetzt schon und war vor allem vor einigen Jahren eine sehr bekannte Marke. Es bestehen aber durchaus große Potentiale diese Bekanntheit zu erhöhen und ich freue mich auf diese Aufgabe.

Die Gruppo Campari betreut neben Campari (nimmt einen Anteil von ca. 25 % der Produkte im Rahmen der Campari Gruppe ein) andere Produkte. Für den österreichischen Markt sehr bedeutend und ein sehr beliebtes Getränk ist der Aperol, der zur Zeit  in aller Munde ist und dabei ist, sich am österreichischen Markt nachhaltig zu etablieren.  Daneben vertreiben wir eine Prosecco – Linie, die Marke „Skyy Vodka“, aus unserer Vermut-Linie den allseits beliebten Cinzano und einen köstlichen Aperitiv namens Crodino.

Planen Sie in der nächsten Zeit besondere Kooperationen mit der Gastronomie?

Wir haben schon seit langer Zeit Partnerkooperationen mit der Gastronomie. Wir planen zurzeit keine neuen besonderen Kooperationen spezifisch für Campari. Der Grund liegt darin, dass die Marke Campari sich langsam entwickelt hat und man mit einem Lernprozess der Konsumenten konfrontiert ist. Es hat keinen Sinn mit einem Club eine Kooperation zu schließen, bei dem das Getränk Campari von einem Tag auf dem anderen als Hauptgetränk präsentiert wird.  Die Geschmäcker sind verschieden und unterliegen auch einer demografischen Entwicklung. Was einem 20 Jährigen schmeckt, muss einem 40 Jährigen nicht unbedingt munden und  ein 60 Jähriger empfindet wieder anders. Im Hinblick auf die Edukationsgeschichte müssen wir den Konsumenten langsam auf den Geschmack bringen, Schnellschüsse sind hier fehl am Platz.

Was beutet für Sie persönlicher Erfolg?

Erfolg bedeutet für mich Zufriedenheit mit sich selbst. Erfolg heißt, dass die harte Arbeit Früchte trägt und dass man seine ehrgeizigen Ziele erreicht hat. Erfolg kann ich so richtig auskosten indem ich ihn auch teile. Jeder am Erfolg beteiligte Mitarbeiter muss aus meiner Sicht gewürdigt werden und die Chance bekommen am Erfolg mitzupartizipieren. Auch bei noch so großen Erfolgen ist es jedoch für mich sehr wichtig, niemals die Work/Life-Balance aus den Augen zu verlieren.

Als Geschäftsführer sind Sie Leiter eines Teams. Was ist aus Ihrer Sicht das Geheimnis der guten Führung eines Teams? 

Das wichtigste ist der gegenseitige Respekt. Zweitens ist es wichtig, wie schon erwähnt, Erfolge mit den Mitarbeitern zu teilen und Misserfolge nicht 1:1 weiter zu delegieren.

Es gibt den Pirelli Kalender, den Ferrari Kalender und den Campari Kalender. Alle drei sind weltberühmt und kommen aus Italien. Warum glauben Sie, ist gerade Italien der Vorreiter bei der Konzeption von berühmten Kalendern? 

In Italien bestehen die besten Voraussetzungen für die Erstellung von berühmten Kalendern: Wir haben und lieben wunderschöne Frauen, Italien ist die Metropole im Modebereich, Italien ist bekannt für starke und berühmte Marken. Die Kombination dieser Aspekte ist der perfekte Nährboden für erfolgreiche Kalenderprojekte.

Was ist die Botschaft des Campari Kalenders 2008?

Der Campari Kalender vermittelt Werte wie  Stil und Eleganz. Die Bilder strahlen den Flair von Leidenschaft aus und machen Lust am Leben.  Die Lust am Leben steigt mit einem stilvollen Glas Campari in der Hand, das ist die Botschaft des Campari Kalenders 2008.

Datum: 22. November 2008
Interview: Ralf Ehrgott
Bearbeitung: Iris Thalbauer

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