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Gesundheit Text: Wr. Apothekerkammer

Zeckenimpfung: Schützen Sie sich gegen FSME

Zecken sind fast das ganze Jahr über aktiv. Sobald die Temperaturen die Plus-7-Grad-Marke überschritten haben, beginnt ihre aktive Zeit. Zwischen März und November lauern Zecken dann im hohen Gras, im Gebüsch und im Unterholz auf einen Wirt, dem sie ein wenig Blut „abzapfen“ können. Dabei können sie auch Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Warum Sie gegen FSME geimpft sein sollten und was Sie bei einem Zeckenbiss tun müssen, erfahren Sie hier.

Schild mit Aufschrift "Zeckenimpfung" steht in einer Wiese
© skdesign/ 123rf.com | Zeckenbisse können gefährlich sein - lassen Sie sich unbedingt impfen!

Nach dem Wandern durch den Wienerwald, einem Ausflug in den Lainzer Tiergarten oder dem Picknick in der Wiese des Stadtparks entdeckt so mancher einen kleinen Blutsauger, der sich in der Haut festgebissen hat. Was tun? Drehen, ziehen, mit Öl bestreichen, mit Pinzette oder doch mit Zeckenzange hantieren? Werden Zecken falsch entfernt, erhöht dies das Infektionsrisiko. Vor der gefährlichen FSME-Infektion schützt nur die Impfung.

Impfen schützt gegen FSME

Durch einen Zeckenbiss können gefährliche Infektionen wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder die bakterielle Borreliose übertragen werden. Gegen letztgenannte schützt die FSME-Impfung zwar nicht. Aber gegen den FSME-Virus, der schwere neurologische Folgen verursachen kann, ist diese Impfung der einzige und noch dazu ein effektiver und günstiger Schutz.

Mit einer Durchimpfungsrate von 83 Prozent ist die FSME-Impfung die am besten akzeptierte Schutzimpfung in Österreich. Dennoch gab es 2016 in Österreich 80 FSME-Erkrankungen, das sind um 25 Prozent mehr als im Jahr davor. Betroffen waren hauptsächlich Menschen ab 40 Jahren, häufig werden die Auffrischungsintervalle nicht eingehalten oder auf die Impfung ganz vergessen.

FSME Impfung: Richtige Impfintervalle

Ein ausreichender Impfschutz gegen die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis ist daher sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, die sich in Österreich aufhalten, besonders empfehlenswert. Geimpft werden können bereits Kleinkinder ab einem Jahr. Für sie ist in der Apotheke (» Apotheken Wien) ein eigener Impfstoff erhältlich.

Laut Impfempfehlung wird zur Grundimmunisierung dreimal geimpft und nach drei Jahren erstmals aufgefrischt. Weitere Auffrischungsimpfungen sind bei Personen unter 60 Jahren nach fünf Jahren und bei über 60-jährigen nach drei Jahren vorgesehen.

Patient bekommt eine Impfung per Spritze in den Oberarm
© Henrik Dolle/ 123rf.com | Nützen Sie unbedingt die Impfaktion und schützen Sie sich gegen FSME!

Kosten: Zeckenimpfstoff aus der Apotheke

Der Impfstoff gegen FSME, der regulär ca. 50 Euro für Erwachsene und ca. 46 Euro für Kinder kostet, wird im Rahmen der Impfaktion zu einem Sonderpreis angeboten, nämlich 34,80 Euro für Erwachsene und 30,30 Euro für Kinder.

Darüber hinaus gewähren fast alle Krankenkassen für diese Vorsorgeimpfungen ganzjährig einen Kostenzuschuss in unterschiedlicher Höhe. Dieser Kassenzuschuss variiert je nach Krankenkasse zwischen 2 Euro und 22 Euro.

Somit bezahlt der Apothekenkunde für den Impfstoff je nach Versicherung zwischen 32,80 und 12,80 Euro für den Erwachsenen- und zwischen 28,30 und 8,30 Euro für den Kinderimpfstoff gegen FSME.

Während der jährlichen Zecken-Impfaktion bis 31. August ist der Zeckenimpfstoff vergünstigt in der Apotheke erhältlich.

Wenn die Zecke zubeißt: Zecken richtig entfernen

Besonders nach einem Aufenthalt in Wald und Wiese sollten Sie Ihren Körper und den Ihrer Kinder genau nach Zecken absuchen. Besonders gerne beißen sich die kleinen Blutsauger in Hautfalten fest. Haben Sie eine Zecke entdeckt, sollten Sie diese so bald wie möglich entfernen.

Am besten eignet sich zur Zeckenentfernung eine Zeckenzange aus Kunststoff, da die scharfen Kanten einer herkömmlichen Pinzette die Zecke verletzen könnte und dadurch die Gefahr einer Borreliose-Infektion erhöht wird. Ziehen Sie beim Entfernen den lästigen Blutsauger gerade heraus.

Ihn mit Öl, Alkohol oder Klebstoff zu ersticken ist wenig sinnvoll, da die Tierchen im Ruhezustand nur ein- bis zweimal pro Stunde atmen müssen.

Kommt es einige Tage oder Wochen nach dem Zeckenbiss zu einer ringförmigen Rötung oder grippeähnlichen Symptomen, kann dies ein Zeichen für eine Borrelien-Infektion sein. Suchen Sie in diesem Fall umgehend ärztliche Hilfe auf, da eine unbehandelte oder erst spät erkannte Borreliose-Infektion zu Schäden an Hirn und Herz führen kann. Rechtzeitig erkannt, ist sie mit einer Antibiotika-Therapie aber effektiv zu behandeln.

Mit freundlicher Unterstützung der Wiener Apothekerkammer

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