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Ruth Kainberger
Wellness Text: Ruth Kainberger

Entspannung mit Yoga: Yoga Arten von Ashtanga bis Kundalini

Im Yoga geht es nicht um Leistung und Ertüchtigung; es geht vielmehr darum, den Körper, flexibel und entspannt zu halten. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Yoga ist Verbindung, Vereinigung – Körper und Geist sollen möglichst in Einklang miteinander gebracht werden. Seit 400 v.Chr. haben sich verschiedene Stile herausgebildet, die heute an die Bedürfnisse des modernen Menschen angepasst sind. Dazu zählen zum Beispiel Ashtanga Yoga, Bikram Yoga, Hatha Yoga, Kundalini Yoga.

Person, die die Yoga Figur Pfau auf einem Felsen vor der untergehenden Sonne macht
© www.yogan-om.de/pixelio.de |

Relaxt durchs Leben mit Yoga Entspannungstechniken

Schönheit kommt von Innen und Schönheitsideale entstehen im Kopf! Bilder, denen wir täglich in Zeitungen, in der Werbung und vielen anderen Medien begegnen, prägen unsere Vorstellung von Schönheit. Dabei macht die Schönheitsindustrie enorme Gewinne und Schönheit als Kult wird zusätzlich mit Attributen von Jugend und Leistung verbunden, weswegen Altern in Würde schwerer wird. Tatsächlich ist das Altern zum größten Teil ein künstlicher Prozess, der durch stetige Selbstvergiftung ausgelöst wird. Neben dem spirituellen Aspekt der Vedanta-Philosophie ist Yoga eine jahrtausend alte, lebendige Wissenschaft und wunderbare Möglichkeit, den Alterungsprozess zu verlangsamen und gleichzeitig Körper und Geist in Einklang zu bringen und zu halten.

Im Yoga geht es nicht um Leistung und Ertüchtigung, es geht vielmehr darum, den Körper, flexibel und entspannt zu halten. Die Bewegungsfähigkeit des Körpers wird sanft erweitert. Durch die Verbindung von Atmung, Körperübungen und Konzentration werden Sie gesünder, ausgeglichener und selbstbewusster. Jeder kann Yoga praktizieren und Yoga wirkt immer, unabhängig davon, wie beweglich Sie jetzt gerade sind! Egal, aus welchen Gründen Sie sich für Yoga interessieren, wenn Sie regelmäßig üben, werden Sie schon bald einen subtilen Wechsel Ihrer Lebenseinstellung bemerken. Sie werden sich ruhiger und glücklicher fühlen und Ihren Körper besser kennen lernen.

Ashtanga Yoga

Dieser Stil ist eine Weiterentwicklung des Hatha Yoga und geht auf den Inder T. Krishnamacharya zurück. Aufgrund der komplexen Bewegungen, in Verbindung mit Konzentration auf den Atem, gilt diese Praxis als eine der Schwierigsten im gesamten Yoga. Die einzelnen Formen werden oft durch Sprungbewegungen miteinander verbunden, weshalb eine gewisse körperliche Fitness von Vorteil ist. Von den insgesamt 6 Übungsfolgen wird meist nur die erste gelehrt, welche der Unterstützung körperlicher Heilprozesse dient. Typisch für Ashtanga Yoga ist das Schwitzen - mittels Atmung (ujiayi =siegreiche Atmung) und anspruchsvollen Körperhaltungen soll innere Hitze entstehen, die den Organismus reinigt. 

Bikram Yoga

Auch diese Methode basiert auf dem Hatha Yoga, entwickelt wurde sie vom indischen Yogameister Bikram Choudhury und seinen Schülern. Besonders ungewöhnlich für jenen Stil des Hot Yoga ist die Temperatur in den Übungsräumen: Sie liegt meist zwischen 36- 40 Grad Celsius. Der praktizierende Körper soll durch die Wärme geschmeidiger werden und das Verletzungsrisiko wird verringert. Zudem soll durch das verstärkte Schwitzen der Kreislauf angekurbelt und entgiftet werden. Insgesamt werden beim markenrechtlich geschützten Bikram Yoga 26 Übungen (Asanas), davon 2 spezielle Atemtechniken (Pranayama) hintereinander durchgeführt - in 90 Minuten werden dadurch rund 500 bis 1000 Kalorien verbrannt. Generell empfiehlt sich vor und während des Trainings eine verstärkte Wasseraufnahme.

Hatha Yoga

Das Hatha (= Kraft, Ausdauer) Yoga fokussiert sich stark auf die Harmonie zwischen Körper und Geist. Weil sich viele weitere Stile des Yoga aus dieser Mischung - Meditation, Atmung und Körperübungen - entwickelten, wird es meist als eine Grundform verstanden. Außerdem galt der Begriff seit jeher als Trennlinie zwischen dem spirituellen Yoga (zB.: Raja Yoga) und der körperlichen Praxis. Neben der regelmäßigen Wiederholung der Übungen spielen auch ausgewogene Ernährung und positives Denken eine wichtige Rolle. Mittlerweile ist die positive Wirkung des Hatha Yoga schon in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt worden.

Kundalini Yoga

Das oberste Ziel dieses Yogastils ist die Verbindung mit dem universalen Bewusstsein und dessen Energie, was oftmals als "Erleuchtung" bezeichnet wird. Um dieses Ziel zu erreichen werden die sieben Energiezentren (= Chakren) des Menschen aktiviert und somit dessen ureigene Kraft (die Kundalini) erweckt. Einige Inhalte sind dem Hatha Yoga entnommen, generell gilt Kundalini Yoga jedoch als aktivere und dynamischere Form. Wichtig ist hier auch das Singen von Mantren - die meist einfachen Melodien und Texte dienen dazu, den Geist zur Ruhe zu bringen. Der Sikh Yogi Bhajan hat eine feste Abfolge von verschiedenen Haltungen und Meditationen entwickelt, die vorallem im Westen das Kundalini Yoga repräsentiert.

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