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Urologie

Vasektomie: Die Sterilisation des Mannes

Für den Mann gibt es derzeit nur zwei Möglichkeiten, einer unerwünschten Schwangerschaft eigeninitiativ vorzubeugen: das Kondom oder die Sterilisation (Vasektomie, Unterbindung der Samenleiter). Die Vasektomie hat in den letzten 20 Jahren an immenser Bedeutung gewonnen. Immer mehr Männer entscheiden sich für die Durchtrennung der Samenleiter, eine moderne Form der Verhütung und übernehmen damit die Verantwortung bei der Familienplanung. Sie sehen darin eine Alternative zur „weiblichen“ Empfängnisverhütung.

Typo mit assoziativen Begriffen zu Familienplanung
© | Die Sterilisation ist ein ganz bewußter Schritt bei der Familienplanung.

Warum lassen sich Männer sterilisieren?


Männer, die sich zu einer Vasektomie entschließen, tun dies aus unterschiedlichen Gründen:

  • Häufig sind es Männer, die in einer Beziehung leben, mit ihrer Partnerin bereits Kinder haben und gemeinsam mit der Frau zur Entscheidung kommen, kein weiteres Kind mehr zu wollen.
  • Oft ist auch die gesundheitliche Belastung der Frau durch die langjährige Anwendung von hormonellen Verhütungsmitteln der Grund für einen Mann, eine Vasektomie vornehmen zu lassen.
  • Doch auch immer mehr Männer entscheiden für sich alleine, keine oder keine weiteren Kinder zu wollen und sehen die Sterilisation als geeignete Verhütung, ihr Sexualleben verantwortungsvoller und unbeschwerter zu erleben.

Das pro:woman Zentrum für Vasektomie wurde 1994 gegründet und seither haben wir bereits mehr als 10.000 Sterilisationen bei Männern durchgeführt. Die Urologen bei pro:woman haben jahrzehntelange Erfahrung und stehen gerne auch Ihnen mit ihrer Expertise für Ihre Fragen zur Verfügung. Das renommierte Ärzteteam und die erfahrenen BeraterInnen bei pro:woman informieren und beraten Frauen und Männer seit mehr als 35 Jahren zum Thema Familienplanung und Verhütung.

Keine körperlichen und sexuellen Veränderungen

Die Vasektomie bringt für den Mann keine wie auch immer spürbare Veränderung mit sich – weder körperlich noch sexuell! Die Unterbindung der Samenleiter hat auch keinerlei Einfluß auf die Hormonproduktion, die Erektionsfähigkeit, die Potenz, das Lustgefühl und die Liebesfähigkeit.

Im Gegenteil: Danach entfällt die Angst vor einer Schwangerschaft und Sie können Ihre Sexualität spontaner und befreiter genießen als zuvor. Und mit Ihnen auch Ihre Partnerin.

Medizinische Details

Die Samenzellen werden in den Hoden gebildet, reifen heran und sammeln sich in den Nebenhoden, wo sie bis zur Befruchtungsfähigkeit weiterreifen. Durch die Samenleiter kommen sie zur Samenblase und zur Prostata, wo sie sich mit der Samenflüssigkeit verbinden.
 
Bei der Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt und unterbunden. Auf diese Weise wird der Weg der Samenzellen blockiert, die nun nicht mehr zur Samenflüssigkeit in der Samenblase gelangen können.

Nach 16 Wochen besteht Klarheit

Etwa 16 Wochen nach dem Eingriff ist die Samenflüssigkeit frei von Samenzellen und der Mann damit nicht mehr zeugungsfähig. Dennoch werden in den Hoden auch weiterhin Samenzellen gebildet, in den Nebenhoden jedoch von körpereigenen Zellen laufend wieder abgebaut. Eine merkbare Veränderung des Samenergusses (Menge, Beschaffenheit) ergibt sich dadurch nicht, da das Ejakulat zu rund 95 % aus Prostataflüssigkeit und nur zu 5 % aus Samenzellen besteht.

Die Operation "No-Scalpel-Vasectomy"

Die Vasektomie ist ein einfacher und kurzer chirurgischer Eingriff (ohne Skalpell), der unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird.
In unserem pro:woman Zentrum in Wien wird die modernste Form der Operationstechnik, die sogenannte „No-Scalpel-Vasectomy“ durchgeführt. Dies ist eine messer- und schnittlose Technik zur Unterbindung der Samenleiter, die blutungsfrei verläuft und keinerlei Narben verursacht.

Nach der lokalen Betäubung (keine Vollnarkose, daher geringste mögliche Belastung Ihres Körpers!) werden mit Hilfe spezieller Instrumente die Samenleiter unblutig isoliert und dann durchtrennt. Die dafür nötige Hautöffnung ist so winzig, daß zum Verschluß der Wunde nicht einmal Nähte gebraucht werden.

Der operative Eingriff ist unkompliziert und dauert nur etwa 20 Minuten. Insgesamt verbringen Sie rund 1 Stunde in unserem Zentrum. Im Normalfall sind Sie am Tag nach der Operation wieder voll arbeitsfähig. Nach einem Eingriff sollten Sie sich rund eine Woche lang schonen. Auch sexuelle Aktivitäten sollten erst nach einer Woche wieder aufgenommen werden.

Nach dem Eingriff

Unfruchtbarkeit und damit Empfängnisschutz besteht nicht sofort nach der Operation. Erst wenn im Ejakulat keine Samenzellen mehr zu finden sind, was nach der Vasektomie rund 16 Wochen dauert, ist Zeugungsunfähigkeit gegeben. Bis dahin muß anders verhütet werden.

12 Wochen nach der Operation  ist ein Spermiogramm, d. h. eine mikroskopische Untersuchung der Samenflüssigkeit, erforderlich. Zu diesem Zweck stellt der Mann eine Ejakulatprobe zur Verfügung. Die Untersuchung zeigt, ob diese noch Samenzellen enthält. Eine weitere Probe wird 4 Wochen später untersucht. Nach zwei negativen Proben (samenzellenfrei) kann endgültig auf andere Verhütungsmethoden verzichtet werden.

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Vasektomie ist die sicherste Form der Verhütung

Die Sterilisation beim Mann ist neben der Sterilisation der Frau die sicherste Verhütungsmethode. Jedoch auch bei technisch einwandfreier Durchführung der Vasektomie kann sich in äußerst seltenen Fällen durch Rekanalisation (Wiedererlangen der Durchgängigkeit eines Samenleiters) wieder eine – unerwünschte – Zeugungsfähigkeit einstellen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt jedoch nur bei 2 Promille (0,02 %).
Achtung: Die Vasektomie bietet keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen und HIV!

Fazit

  • Die Vasektomie bringt für den Mann keine wie auch immer spürbare Veränderung mit sich – weder körperlich noch sexuell!
  • Die Unterbindung der Samenleiter hat auch keinerlei Einfluß auf die Hormonproduktion, die Erektionsfähigkeit, die Potenz, das Lustgefühl und die Liebesfähigkeit.
  • Eine merkbare Veränderung des Samenergusses (Menge, Beschaffenheit) ergibt sich nicht, da das Ejakulat zu rund 95 % aus Prostataflüssigkeit und nur zu 5 % aus Samenzellen besteht.
  • Nach einer Sterilisation entfällt die Angst vor einer Schwangerschaft und Sie können Ihre Sexualität spontaner und befreiter genießen als zuvor. Und mit Ihnen auch Ihre Partnerin.
  • Nach bereits erfolgter Vasektomie werden weiterhin Samenzellen produziert, so daß diese auch zu einem späteren Zeitpunkt aus den Nebenhoden entnommen werden können, um eine künstliche Befruchtung einzuleiten.
  • Die Sterilisation beim Mann ist neben der Sterilisation der Frau die sicherste Verhütungsmethode.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Muß man schon Kinder haben, um eine Vasektomie durchführen zu lassen?

Nein. Nach Vollendung des 25. Lebensjahres ist jeder Mann – unabhängig davon, ob oder wie viele Kinder er bereits hat – berechtigt, eine Vasektomie an sich vornehmen zu lassen.
 
Bezahlt die Krankenkasse die Kosten?

Nein. Da es sich um einen freiwilligen Eingriff handelt, wird weder die Operation noch ein Krankenstand-Entgelt bezahlt.
 
Ist bei einer Vasektomie eine urologische Voruntersuchung notwendig?

Nein, nur wenn Operationen oder Beschwerden im urologischen Bereich vorliegen, sollten Sie uns vorher darüber informieren.
 
Kann man vor einer Sterilisation Sperma einfrieren lassen?

Ja, verschiedene Krankenhäuser führen Samenbanken, in denen Sperma (auf unbegrenzte Zeit) konserviert werden kann. Nach bereits erfolgter Vasektomie werden jedoch auch weiterhin Samenzellen produziert, so daß diese auch zu einem späteren Zeitpunkt aus den Nebenhoden entnommen werden können, um eine künstliche Befruchtung einzuleiten. Ausführliche Informationen dazu und zu weiteren Möglichkeiten einer späteren Zeugungsfähigkeit erhalten Sie in unserem pro:woman Zentrum am Fleischmarkt in Wien.
 
Ändert sich nach einer Vasektomie mein Testosteronhaushalt?

Nein, es hat keinerlei Einfluß auf Ihren Hormonhaushalt.
 
Ist die Operation sehr schmerzhaft?

Nein, der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung und ist daher völlig schmerzfrei.
 
Wann darf man nach dem Eingriff wieder Sex haben oder masturbieren?
Nach ca. 1 Woche. Wichtig dabei ist, daß Sie oder Ihre Partnerin weiterhin verhüten, bis die Samenflüssigkeit frei von Samenzellen ist. Dazu werden mikroskopische Untersuchungen des Ejakulats durchgeführt.
 
Ist eine Rückoperation der Vasektomie möglich?

Ja, eine mikrochirurgische Rückoperation ist grundsätzlich möglich. Eine hundertprozentige Garantie für die Wiedererlangung der Zeugungsfähigkeit kann jedoch nicht gegeben werden, da dies von verschiedenen Faktoren abhängt (zeitlicher Abstand zum Eingriff, Beschaffenheit der unterbundenen Samenleiter etc.)

Erfahrungsberichte

Sehr geehrte Damen und Herren!
Durch Zufall bin ich in der Zeitung „Heute“ auf Ihre Internetseite gestoßen und habe mir diese ausführlich angesehen, natürlich auch über Vasektomie. Was ich dort gelesen habe, war für mich nichts Neues, da ich mir bereits vor 30 Jahren eine solche habe machen lassen (damals im Wilheminenspital). In der gesamten Zeit danach hatte ich nicht das geringste Problem im Genitalbereich und auch das Sexualerlebnis IST ungetrübt (inzwischen bin ich 68 Jahre alt). Überraschenderweise hatte ich in der gesamten vergangenen Zeit äußerst geringe Resonanzen über dieses Thema von Männern gehört, sodaß ich der Meinung bin, Vasektomie Aufklärung sollte intensiviert werden. Ich denke, wenn jemand damit Probleme hat, dann sind sie im Kopf und nicht in den Hoden.


Dies wollte ich Ihnen gesagt haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen Werner K.

Vasektomie Warum?
Ich habe wahrscheinlich eine ähnliche Vergangenheit wie Tausende andere Männer. In meiner Jugend haben meine Freundinnen und später meine Frau immer zur Pille gegriffen. Nach der Geburt unserer Kinder hat meine Frau von sich aus auf die Spirale gewechselt. Die Verhütung war immer - fast automatisch - Frauensache. Durch Zufall habe ich von der Vasektomie gehört und darüber zum Nachdenken angefangen. Nach Gesprächen mit Urologen und Betroffenen habe ich mich dazu entschieden, da ich/wir keinen weiteren eigenen Kinderwunsch haben und trotzdem gerne Sex haben möchten. Es bietet mir nun endlich auch eine Möglichkeit hier einen Beitrag zu leisten.

Wo? Durch das Internet bin ich auf die "No-Scalpel-Vasectomy"-Methode gestoßen und später auch auf pro:woman.

Wie? Zuerst hat ein angenehmes Gespräch mit dem Urologen stattgefunden, wo er nochmals meine Überzeugung zu diesem Schritt hinterfragt hat, und dann die Methode erklärt hat. Am vereinbarten Termin kam kurz vor dem Eingriff nochmals ein kleiner Zweifel, beim Unterschreiben des Revers. Was da alles passieren kann? Der Eingriff ist völlig Problem-/Schmerzlos und schnell über die Bühne gegangen. Nach 20 Minuten bin ich einfach nach Hause gegangen. Danach habe ich einen ruhigen Abend mit Buch und TV verbracht, aber ins Bett mußte ich mich nicht legen. Es gab überhaupt keinen Grund dafür. In den folgenden Tagen habe ich festgestellt, daß einige Hosen etwas enger sind, als erwartet. Aber Schmerzen sehen anders aus. Es ist sicher kein Vergleich dazu, was Frauen teilweise Monat für Monat aushalten müssen.


Fazit nachher: Der Sex funktioniert noch immer genauso gut wie vorher. Meinem "wichtigsten" Teil ist nichts passiert.
Ich kann die Vasektomie nur jedem empfehlen, der keinen Kinderwunsch mehr hat, und seiner Frau/Freundin Hormone, einen schmerzhaften Eingriff oder das Risiko einer Schwangerschaft ersparen möchte.

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