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Umwelt

Müllverbrennungsanlage Pfaffenau

Informationen über die Müllverbrennungsanlage Pfaffenau

Fakten zur MVA Pfaffenau

Ab Herbst 2008 wird aus einem Teil des Wiener Restmülls Strom und Fernwärme erzeugt. Aus rund 250.000 Tonnen Müll entstehen so jährlich etwa 65 GWh Strom und 410 GWh Fernwärme. Die Fernwärmeleistung der Anlage entspricht der Anschlussleistung von ca. 12.000 Wiener Haushalten für Raumheizung und Warmwasseraufbereitung, die erzeugte Wärmemenge entspricht dem Jahresverbrauch von ca. 50.000 Wiener Haushalten. Mit dem produzierten Strom können ca. 5.300 Haushalte versorgt werden. Zusätzlich wird die Energie, die für den Betrieb der Anlage benötigt wird, selbst erzeugt.

Der von der MA 48 gesammelte Restmüll wird mit Müllfahrzeugen über die Flughafenautobahn direkt zur Anlage angeliefert. Rund 200 Fahrzeuge täglich entleeren ihren Inhalt in den rund 18.000 m³ fassenden Müllbunker. Der Müllbunker ist mit zwei Müllkränen ausgestattet, mit denen die Abkippstellen frei geräumt werden, der angelieferte Müll vermischt wird und der vermischte Müll in die Aufgabetrichter der beiden Verbrennungsroste aufgelegt wird. Pro Stunde werden bei einer Temperatur von ca. 850 Grad Celsius 16 Tonnen Restmüll am Verbrennungsrost verbrannt. In den Abhitzekesseln wird der Wärmeinhalt der bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase zur Erzeugung von Dampf genutzt. Dieser Dampf mit 40 bar und 400 Grad Celsius wird in eine Dampfturbine geleitet und kondensiert. Die an den Turbinenläufer übertragene Energie wird im Generator verstromt. Nach der Entspannung in der Turbine wird der Dampf in Dampfumformern kondensiert und die dabei abgeführte Wärme in das direkt angeschlossene Fernwärmenetz eingeleitet.

Am Ende des Verbrennungsrostes fällt die Schlacke in den Nassentschlacker. Die anfallende Schlacke wird über Magnetabscheider in die Fraktionen Schrott und Schlacke getrennt. Die Schlacke wird in den Schlackenbunker gefördert. Schrott wird in den Schrottbunker abgeworfen und stofflich verwertet, z.B. in der Industrie.

Durch eine vierstufige Rauchgasreinigungsanlage - bestehend aus einem Elektrofilter einer zweistufigen Nasswäsche, einem Aktivkoksfilter und einer Entstickungsanlage - werden höchste Umweltstandards umgesetzt. Dank dieser modernsten Filteranlagen erreicht die Anlage niedrigste Emissionswerte.

Kessel- und Filterasche wird in Aschesilos befördert und zwischengelagert. Die Abwässer aus der zweistufigen Nasswäsche werden in einer internen Abwasserbehandlungsanlage gereinigt und in die nahe gelegene Hauptkläranlage geleitet. Der in der Schlammentwässerung anfallende Filterkuchen wird in Transportmulden oder Big-bags abgeworfen und zur Endlagerung in Untertagedeponien verbracht.

 

Text und Bild: Rathauskorrespondenz

 

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