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Umwelt

Feinstaub

Informationen über Feinstaub und den Feinstaubrechner der Gemeinde Wien. Meßstellen für Feinstaubbelastung.

Feinstaub - Feinstaubbelastung Wien

Seit Tagen herrscht Windstille und Hochnebel. Die Städte Österreichs verzeichnen eine hohe Luftbelastung. Rund 2.500 Menschen sterben jährlich an den Partikeln.

Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen, Hustenreiz oder Atemnot. Der Auslöser ist das im Moment herrschende Hoch. Windstille und Hochnebel sorgen dafür, dass die Feinstaubkonzentration weiter ansteigt. Laut EU sollte der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht öfter als an 35 Tagen im Jahr überschreiten.

Leibnitz verzeichnete bereits 64 erhöhte Feinstaubtage, Wien, 59, Linz 45, Wolfsberg 44 und Feldkirch 17 Tage, um nur einige zu nennen.

Wie entsteht dieser Feinstaub?

Feinstaub ist ein Teil von Schwebestaub, der aus flüssigen und festen Teilchen besteht. Die häufigste Feinstaubquelle ist der Verkehr, vor allem die Dieselmotoren, gefolgt von Aufwirbelung von Straßenstaub, alte Holz- oder Kohleöfen und besonders die Industrie, konkret die Bauwirtschaft.

Auswirkungen und Folgen:

Die Feinstaubpartikel werden eingeatmet und können die Lungenbläschen erreichen oder sogar in die Blutbahn gelangen. Das wiederum verursacht gesundheitliche Probleme. Es kann in der Folge zu Infektionen, Husten oder tränenden Augen kommen. Im Normalfall werden die Partikel nach kurzer Zeit vom Körper wieder abgebaut (in Form von Husten).

Konsequenzen und Risikogruppen:

Je länger und intensiver man dieser Belastung ausgesetzt ist, desto gravierender sind die Auswirkungen. Ärzte vergleichen diese Belastung  mit langjährigem Zigarettenkonsum. Die Folgen sind Asthma, Krebs, Atherosklerose oder sogar Veränderung des Genmaterials.

Wer sind die Risikogruppen?

Menschen, die generell zu Allergien neigen oder bereits ein Lungenleiden, wie COPD oder Asthma haben, werden eine Verschlechterung ihres Zustandes spüren.

Ebenso betroffen sind  Herz-Kreislauf-Patienten, Personen über 65 Jahre sowie Kinder.

Was kann man bei erhöhter Belastung unternehmen?

In erster Linie sollte man verkehrsreiche Straßen meiden und in Tagen, an denen der Grenzwert überschritten wird sich in Räumen ohne Belastung aufhalten. Die Räume sollten an diesen Tagen eher zu verkehrsarmen Zeiten gelüftet werden, straßenseitige Fenster wenn möglich geschlossen bleiben. Bewegung draußen darf sein, allerdings eher gemächlich. Personen mit Atemwegsbeschwerden sollten so wenig wie möglich im Freien sein. Am besten das Auto stehen lassen und die Heizung zurückdrehen.

Luftgüteberichte der Stadt Wien

Aktuelle Wiener Luftsituation 
26.11.2011
14 Uhr Anzahl Stationen mit Bewertung derzeit kein Wert sehr gut gut befrie- digend unbefrie- digend schlecht sehr schlecht O3 5             PM10   7 6         NO2 17             SO2 7             CO 4            

Feinstaub

Feinstaub ist Deinstaub - so das Motto der aktuellen Anti-Feinstaub-Kampagne der Stadt Wien. "Beim Feinstaub sind wir alle Verursacher und Opfer zugleich, daher müssen wir auch alle gemeinsam gegen den Feinstaub kämpfen", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Damit diese persönliche Verantwortung auch sichtbar bewusst wird, kann ab sofort auf der Homepage www.natuerlich.wien.at/ jede/r eine persönliche Feinstaub-Bilanz erstellen. Mit ein paar einfachen Fragen und einem Farbensystem auf einem Tacho sieht man auf ein paar klicks, ob's wenig oder viel staubt. Zur Verringerung der persönlichen Feinstaub-Bilanz gibt es viele Tipps, wie jede/r von uns im Alltag Feinstaub vermeiden kann. Die Fragen beziehen sich auf Heizungsart, Wohnbau, Autofahrten, Treibstoff etc - die wichtigsten Faktoren der Feinstaubbildung. "Mit 10 konkreten, praktischen Tipps wollen wir aufzeigen, wo jede/r ansetzen kann, um die Luftqualität in Wien zu verbessern. Eines ist klar: Feinstaub gefährdet unsere Gesundheit und die unserer Kinder", so Sima. Die Stadt Wien ist schon seit Jahren aktiv, hat bereits 2 Maßnahmenpakete beschlossen und eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. "Unsere bisherigen Erfolge können sich sehen lassen, doch klar ist auch, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Feinstaub ist ein europaweites Problem, wir brauchen eine gemeinsame Vorgangsweise von Bund und Ländern, auch über die Grenzen hinaus", betont Sima abschließend.

Sima: "Jeder kann und muss seinen Beitrag leisten!" 10 praktische Tipps auf www.natuerlich.wien.at/


Feinstaubrechner und Tipps zur Feinstaubvermeidung auf
www.natuerlich.wien.at/

 

Text + Bild: Rathauskorrespondenz

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