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Fasangarten

Informationen über den Fasangarten, der ein Biotop werden soll.

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Fasangarten

Stadt Wien erklärt Fasangarten zum geschützten Biotop

Sima/Pröll: "Einzigartiges Naturjuwel als Heimat zahlreicher bedrohten Tier- und Pflanzenarten besonders geschützt!"

108 verschiedene Pflanzenarten, 26 Pilzarten und 216 Tierarten - die Artenvielfalt im Fasangarten auf dem Areal des Schlossparks Schönbrunn ist einzigartig. Es handelt sich um eines der letzten Reste des pannonischen Waldbestandes in Österreich. Die Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 hat dieses Biotop nach dem Wiener Naturschutzgesetz mit Bescheid nun unter Schutz gestellt. "Es handelt sich um ein Naturjuwel der ganz besonderen Art, das zahlreichen bedrohten Tier- und Pflanzenarten unverzichtbaren Lebensraum in Wien bietet und nun unter ganz besonderem Schutz steht", so Umweltstadträtin Ulli Sima am Freitag. "Ich freue mich über die Anerkennung der Leistungen der Bundesgärten, die dieses Areal verwalten, und die Unterschutzstel- lung dieses für die Stadtökologie so wichtigen Areals", betont Umweltminister Josef Pröll.

Der Fasangarten entspricht dem Biotoptyp "Naturnahe Wälder und deren Waldränder". Denkmalschutz und Naturschutz gingen bei der Unterschutzstellung Hand in Hand: Der Schlosspark Schönbrunn ist einer von 56 in Österreich unter Denkmalschutz stehenden historischen Gärten. Der Fasangarten ist aber auch Teil des Welt- kulturerbes der UNESCO, die Schloss Schönbrunn 1996 in ihr Verzeichnis aufgenommen hat.

Naturjuwel Fasangarten

Im Fasangarten, einem eingezäunten und öffentlich nicht zugänglichen Gebiet von ca. 16 Hektar Größe, findet sich der letzte Rest des ursprünglichen pannonischen Waldbestandes auf Wiener Stadtgebiet, der einst in den Hügelzonen des östlichen Österreich verbreitet war und vom Wienerwald bis an den Wienerberg reichte. Bis auf den Anteil im Fasangarten ist dieser Wald völlig aus dem Wiener Stadtgebiet verschwunden. Hauptbaumarten dieses Waldes sind Zerreiche, Traubeneiche und Hainbuche. Dieser Waldtyp ist im gesamten EU-Raum gefährdet und wird auch im Rahmen des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000 geschützt. Da der Fasangarten nie der Öffentlichkeit zugänglich war und auch forstlich nicht genutzt wurde, konnte sich ein hoher Anteil an Totholzbestand entwickeln. Totholz ist Lebensgrundlage für eine Vielzahl von Organismen und bietet zahlreichen seltenen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten einen geschützten Lebensraum.
Zwtl.: "Urwaldrelikte" im Fasangarten

Im Rahmen der Aktion "Tag der Artenvielfalt", den die Wiener Umweltschutzabteilung im Juni 2002 im Fasangarten veranstaltete, konnten WissenschafterInnen innerhalb von 24 Stunden 108 verschiedene Pflanzenarten, 26 Pilzarten und 216 Tierarten nachweisen. Darunter fanden sich streng geschützte Arten wie Äskulapnatter, Blindschleiche, Erdkröte, Springfrosch oder der Nachtfalter Russischer Bär.

Entdeckt wurden dabei auch zwei äußerst seltene Käferarten - Urwaldrelikte, die in der "Roten Liste gefährdeter Tiere Österreichs" angeführt sind. Der "Podeonius acutiformis" und der Baumpilzbewohner "Hallomenus axillaris" sind auf Totholz angewie- sene Arten, die österreichweit nur mehr in Wien und Niederösterreich vorkommen.

Mit der Unterschutzstellung treten u. a. folgende Gebote und Verbote in Kraft:

  • Im geschützten Biotop darf keine forstwirtschaftliche Nutzung
    stattfinden.
  • Bäume dürfen nicht gefällt und Totholz nicht entfernt werden.
    Der vorhandene Fahrweg darf nicht wasserundurchlässig befestigt
    werden.
  • Um der Bedeutung als Naturrückzugsgebiet zu entsprechen, bleibt
    das Gebiet für BesucherInnen vorerst gesperrt.

 

Text + Bild: Rathauskorrespondenz
Link:
www.wien.gv.at

 

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