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Biogas

Informationen zu Biogas Wien

Biogas

Fakten zur Biogas Wien

10.000 Tonnen biogene Abfälle aus der Biotonne und 7.000 Tonnen Speisereste aus Wiener Großküchen und anderen Quellen werden im Vollbetrieb der ersten Ausbaustufe in der Biogas Wien zu wertvoller Energie verarbeitet. Bei der Erzeugung von Biogas mit einem Energieinhalt von ca. 11,2 GWh pro Jahr in der ersten Ausbaustufe ergibt sich im Vergleich zur konventionellen Energieerzeugung eine Einsparung von 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Das ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung des ehrgeizigen Ziels, das sich Wien mit seinem Klimaschutzprogramm (KliP) gesetzt hat. Die Anlage kann auf eine Jahreskapazität von 34.000 Tonnen erweitert und ausgebaut werden, 600 Wiener Haushalte können dann mit Fernwärme versorgt werden.

Die Anlieferung des Bioabfalls erfolgt in einer geschlossenen Halle, die Entleerung erfolgt aus den Sammelfahrzeugen in ein Förderbunkersystem, dadurch ist eine automatische Beschickung der Bioabfallaufbereitung möglich. Flüssige Abfälle können direkt aus den Tankwägen gepumpt werden.

Die Biogas Wien wird nach dem mesophilen Nassverfahren betrieben. Nach Zerkleinerung der Feststoffe und Abscheidung von Eisenteilen werden grobe Störstoffe wie Kunststoff, Holz und Inertanteile abgesiebt. Danach erfolgt die Anmaischung der biogenen Abfälle in Turbomixern (Stofflösern), wobei weitere mineralische und metallische Schwerstoffe dabei abgezogen werden. In einer Rechen-Sandfang-Kompaktanlage werden verbliebene kleinste Leicht- und Schwerstoffe abgeschieden. Die Biomaische wird dann in zwei Zwischenpufferbehälter und anschließend über die Hygienisierungsstufe in den Gärreaktor gespeist. Die Verweilzeit im Gärreaktor beträgt 20 Tage. Das dort erzeugte Biogas (40 - 75 % Methan, mit Wasserdampf gesättigt) wird in einem Heißwasserkessel vollständig in Fernwärme umgewandelt.

Der Gärrest wird entwässert, mit Strukturmaterial vermischt und zu Kompost verarbeitet, der in der Landwirtschaft, im Landschaftsbau oder zur Deponieabdeckung eingesetzt werden kann.

 

Text und Bild: Rathauskorrespondenz

 

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