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Mary Baker Eddy: Mentale Ansteckung

Als eine der ersten hat die US-Amerikanerin Mary Baker Eddy mentale Ansteckung erforscht und wissenschaftlich beschrieben. Um den Originaltext dieser Vordenkerin im Bereich Gesundheit und Gesellschaft auch Lesern und Leserinnen, die kein oder kaum Englisch beherrschen, zugänglich zu machen, hat unsere stadt-wien.at Redakteurin Christiana Ritter ihn ins Deutsche übersetzt. Ob Ansteckung nur im Kopf ist oder mentale Ansteckung tatsächlich relevanter als materielle Ansteckung ist, wie Mary Baker Eddy in ihrem Traktat "Mentale Ansteckung" behauptet, erfahren Sie hier.

Aufgeschlagenes Buch
© Rainer Sturm/pixelio.de |

Mentale Ansteckung – Alles nur im Kopf? 

  • Warum wird der Mensch krank? 
  • Wie verbreiten sich Krankheiten eigentlich? 
  • Sind wir wirklich Opfer eines Virus oder unglücklicher Umstände?   

Vor kurzem fand ich einen Kommentar von Mary Baker Eddy (1821-1910), einer Vordenkerin im Bereich Gesundheit und Gesellschaft. Da ihre Ideen heute auch im medizinischen Bereich untersucht werden (unter anderem an der Harvard Medical School in Boston, MA), habe ich hier ihren Kommentar zum Thema frei aus dem Englischen übersetzt. (Die in [ ] gesetzten Bemerkungen dienen dem besseren Verständnis des Textes.)    

Mentale Ansteckung 

von Mary Baker Eddy  

Dass Ansteckung im mentalen Bereich erfolgt, ist für mich in größerem Maße erwiesen als materielle Ansteckung. Der Geist nimmt schneller auf als die Materie. Warum? Weil Materie nicht intelligent ist und nicht die Fähigkeit besitzt, Krankheit oder Gesundheit abzuweisen oder anzunehmen. Schauen wir uns einmal Ursache und Wirkung der mentalen Ansteckung an und was man tun kann, um diese zu vermeiden oder sie zu heilen.   

Die Eindrücke, die das Bewusstsein aufnimmt, werden von den Sinnesorganen transportiert und können durch den geistigen Sinn [dem Einklang mit der schöpferischen Kraft des Guten] korrigiert werden. Die Fähigkeit zu sehen entsteht durch das Bild, das auf der Retina erzeugt wird. Krankheit entsteht im Bewussten oder Unbewussten durch das Bild, das von der Krankheit vermittelt wird.  

Beispiele: Eine Patientin, die ich von einer Rippenfellentzündung geheilt hatte, litt an einem Rückfall. Ich fand heraus, dass sie der Arzt, der sie vor mir behandelt hatte, anrief und mit ihr das Krankheitsbild im Detail diskutierte. Als ich sah, dass dies der Grund des Rückfalls war, brauchte ich nur dieses Bild aus ihrem Denken zu entfernen. Sie atmete wieder normal und die Schmerzen waren verschwunden … Dieser Fall ist einer von hunderten, die in derselben Weise gehandhabt wurden, und immer mit demselben Ergebnis.  

Als man einen Mann glauben machte, er liege in einem Bett in dem ein Cholerapatient gestorben sei, zeigten sich die Symptome dieser Krankheit und der Mann starb. Tatsächlich hatte er die Cholera nicht durch materiellen  Kontakt bekommen, weil kein Cholerapatient in dem Bett gelegen hatte.   

Wir weinen, weil andere weinen, wir gähnen, weil sie gähnen, und wir werden krank, weil andere es sind. Krankheit entsteht, wie andere mentale Zustände, durch Assoziation. Weil es [als Gesetz betrachtet wird], dass gewisse Krankheiten ansteckend sind, erhält dieses Gesetz seine Glaubwürdigkeit durch Assoziation, indem es die Furcht hervorruft, die das Krankheitsbild und die sich daraus ergebenden Äußerungen am Körper schafft.*

*Quelle: The Mary Baker Eddy Library for the Betterment of Humanity, Boston, MA, USA

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