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Psyche

Gewaltprävention: Leben in einer Welt ohne Gewalt

Eine Welt ohne Gewalt: Weltfrieden ist tatsächlich etwas, das sich nicht nur Schönheitsköniginnen wünschen; wir alle bevorzugen wohl eine Welt ohne Gewalt. Gewaltprävention beginnt im Kopf, wie die US-Amerikanerin Mary Baker Eddy treffend festgestellt hat. Wie Gewaltprävention durch positive Gedanken betrieben und Gewalt vermieden werden kann, erläutert unsere Redakteurin anhand dreier Beispiele aus Florida (USA), Bas-Congo (DRC) und München (Deutschland).

Mädchen vor schwarzem Hintergrund, das Hände zur Abwehr nach vorne streckt
© Dollarphotoclub/ DBPics | Wie kann man sich vor Gewalt schützen?

Gewaltprävention 

Florida, USA:  
Ein heißer Tag, die Fenster eines Einfamilienhauses stehen offen. Shirley S. legt sich mit ihrer kleinen Tochter ins Bett, um diese zum Mittagsschlaf zu bewegen und schläft selbst ein. Plötzlich wird sie geweckt durch den Atem eines Fremden, der sein Gesicht ganz nahe über das ihre hält. Sie stellt sich schlafend und versucht, sich nicht zu bewegen. Der Mann steht auf, geht zum Fenster, zieht den Vorhang zu; dann kehrt er zurück zum Bett der Frau. Shirley versucht instinktiv – so berichtet sie später – keine Angst entstehen zu lassen und klammerte sich gedanklich an das alles umfassende, schöpferische Prinzip Liebe, ja, an das Leben selbst. Sie weiß, dass gerade in diesem Moment, diese Liebe, dieses Leben, gegenwärtig ist und allen Raum erfüllt. Das geht gut, bis ihr ihre Tochter einfällt.  Sie hat Angst um das Kind, das noch immer tief und fest neben ihr schläft. Doch Angst und Panik würden nur die Situation verschlimmern und so versucht sie mit ganzer Kraft im Bewusstsein der Gegenwart des schöpferischen Prinzips Liebe zu bleiben; sie schließt auch den Eindringling in diese Gedanken mit ein. Sie spürt, dass der Mann über ihr steht. Dann beugt er sich zu ihr, gibt ihr einen Kuss auf die Wange und geht. Ihre Tochter hat von dem Zwischenfall gar nichts bemerkt.  

Bas-Congo, DRC, Afrika, Mai 1997: 
Soldaten der politischen Opposition, marschieren durch Bas-Congo in Richtung Hauptstadt. Viele Menschen verlassen die Region aus Angst vor Gewalttaten und Plünderungen. Joseph Mukeni beschließt, mit seiner Familie zu bleiben. Bald kommen Nachbarn und andere Menschen aus der Umgebung in sein Haus. Sie haben das Gefühl, bei ihm und seiner Familie sicher zu sein. "Die Menschen wussten, dass wir uns schützen", sagte er später, "nicht mit Waffen, sondern mit einem mentalen Schutzmantel: mit dem Wissen um ein Prinzip des Guten, das den Menschen schafft, beschützt und erhält. Das Gesetz des Guten kennt keinen Feind und wenn das Feindbild aufgehoben ist, hat man keine Angst mehr. Das ist der beste Schutz." Obwohl es zuvor immer wieder zu Zwischenfällen kam, zogen die Soldaten ruhig an Mukenis Haus vorbei und niemand kam zu Schaden. Auch als die Soldaten die Hauptstadt erreicht hatten, verlief die Machtübernahe verhältnismäßig friedlich.  

München, Deutschland, März 2006:
Trotz des frühen Abends ist es bereits dunkel. Eine Freundin wartet an einer Bushaltestelle in einer wenig frequentierten Gasse. Sechs Skinheads erscheinen wie aus dem Nichts, drohen sie zu vergewaltigen, zu töten und ins Wasser zu werfen. Obwohl von Angst erfasst, redet sie auf sie ein und fühlt sich mehr als Beobachterin der Situation denn als Teilnehmerin. Schließlich lassen sie von ihr und ziehen ab.   

Das Gesetz des Guten

Alle drei Personen in den oben beschriebenen Situationen haben eines gemeinsam: Sie beschäftigen sich mit Mary Baker Eddy und ihrer Methode, spirituelle Gesetze im täglichen Leben anzuwenden. Was hat nun bewirkt, dass der Eindringling in Shirleys Haus unverrichteter Dinge wieder ging, die Soldaten an Mukenis Haus vorbeizogen, als würden sie es gar nicht bemerken und die Skinheads plötzlich ihre Absichten änderten? Sie alle waren offensichtlich auf eine mentale Atmosphäre gestoßen, die nichts Negatives zuließ, und sie wurden von dieser selber beeinflusst. D.h. die mentale Atmosphäre, die diese drei, sich in Gefahr befindenden Personen verbreiteten, war eben nicht die von Opfern, sondern sie beherrschten bewusst oder unbewusst, die Situation durch ihre positive Einstellung. Je reiner, positiver, eine mentale Atmosphäre ist, desto weniger Negatives kann sich darin abspielen. Das ist ein spirituelles Gesetz und wenn man darum weiß, kann man es sich zunutze machen.   

Wir kennen auch die Wirkung von solchen Gesetzen im großen Stil: Revolutionen wurden friedvoll vollzogen – dank spirituell gesinnter, furchtloser Menschen mit positiven Motiven. Nach dem Fall der Berliner Mauer stellte ein ehemaliger Beamter der Staatssicherheit konsterniert fest: „Auf alles waren wir vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebet.“ 

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