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Gesundheit Text: Annabella Khom

Mit diesen natürlichen Mineralstoffen zu einem starken Immunsystem

In Zeiten des ewigen Hüstelns, Niesens und Schniefens an allen Ecken und Orten, wünscht man sich ein starkes Immunsystem, das sich gegen Infekte und den verschiedensten Krankheiten zur Wehr setzen kann. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann aber auch einiges dazu beitragen, sein Immunsystem fit und widerstandsfähig gegenüber Angriffen von außen zu machen.

Frau hat Schnupfen
© Mladen Mitrinovic/ 123rf.com | Immunsystem stärken - aber wie?

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente - welche helfen dem Immunsystem?

So wie Vitamin C kann ein weiterer wichtiger Immunsystem-Helfer, das Spurenelement Zink nicht gespeichert werden und muss somit täglich zugeführt werden. Zink stärkt die Abwehrkräfte, ist am Aufbau von Zellen und Hormonen sowie der DNA beteiligt und verbessert und beschleunigt das Heilen von Wunden (Zinksalbe).

Achtung: Ein Übermaß an Fett- und Kalzium stören die Aufnahme von Zink während der Verdauung.

Zink, Selen und Vitamin C stecken vor allem in Gemüse und Kartoffelgerichten mit oder ohne Fleisch, Fisch, Eier oder Käsesorten, kombiniert mit frischen Gemüsen, Eiergerichte, Salaten mit Kernen, Nüssen und Samen (Sesam!).

Auch in Getreide- und Milchprodukten ist viel Selen enthalten. Ein Stück qualitativ hochwertiges Bio Rindfleisch pro Woche kann den Zink (und Eisen) Bedarf gut unterstützen. Naturreis punktet ebenso mit einer guten Menge an Zink, Kalium und B-Vitaminen, diese Stoffe stärken das Immunsystem zusätzlich, da Kalium den Körper vor krankmachende Stoffwechselprodukten reinigt und B-Vitamine an zahlreichen Körperprozessen beteiligt sind, die vor Krankheiten aller Art schützen.

verschiedene Milchprodukte
© Oleg Dudko/ 123rf.com | In Getreide- und Milchprodukten ist viel Selen enthalten.

Allicin, das dem Knoblauch sein typisches Aroma verleiht, entsteht bei der Verdauung aus der nicht-proteinogenen Aminosäure Alliin und ist ein wahrer Bakterienkiller! Auch nach 100.000-facher Verdünnung tötet Allicin effektiv Bakterien ab. Am besten roh zerkleinerten Knoblauch über Gerichte streuen oder in Soßen und Salatdressings einrühren.     

Glutathion und Cholin vor allem in Brokkoli und Karfiol reichlich vorhanden sind ebenso wertvolle Viren- und Bakterienvernichter. Glutathion besteht aus den drei essentiellen Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin und wird bei unterschiedlichsten Leiden wie Impotenz, Depression, Krebs, Aids und Senilität erfolgreich eingesetzt. Es reduziert freie Radikale, verbessert die Sauerstoffversorgung, wirkt entgiftend und schützt die Zellen vor Strahlenschäden.

Der Mikronährstoff Cholin spielt ebenso bei der Entgiftung eine wesentliche Rolle und ist in Weizenkeimen, Sojabohnen, Gemüse und Nüssen sowie in größeren Mengen in Eigelb, Rinder- und Schweineleber enthalten. Des weiteren ist Cholin ein wichtiger Bestandteil von Neurotransmittern. Der Tagesbedarf beträgt ca. 500 Milligramm.

Polyphenole sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und schützen die Zellen vor freien Radikalen, Bluthochdruck, Arteriosklerose

Achtung: Polyphenole in Tee oder Kakao können in ihrer Wirkung durch die Zugabe von Milch behindert werden, da das Kasein in der Milch die Aminosäure Prolin beinhaltet, was den Wirkungsmechanismus von Polyphenolen stört.

Zu den Polyphenolen zählen Flavonoide haben entzündungshemmende, antioxidative, -fungale, -virale, -bakterielle, -mikrobielle und antikanzerogene Wirkung. Sie wirken also wirken also gegen Entzündungen, Pilze, Viren, Bakterien und freie Radikale. Besonders reich an Flavonoiden sind rote Trauben, rote Beete, Kakao, grüner Tee, Cranberries und Gingko.

Zu den Flavonoide zählen Anthocyane, die beispielsweise Rotkraut violett, Heidelbeeren blau, Kirschen dunkelrot oder Brombeeren blauschwarz färben. Im menschlichen Körper sollen sie einen besonders hohen Gehalt an Anthocyanen weißen folgende Lebensmittel auf: Auberginen, Erdbeeren, Preiselbeeren, Hibiskus, Holunder, Blutorange, Johannisbeere und Rotwein.

Karotinoide zählen ebenfalls zu den Substanzen, die im sekundären Stoffwechsel der Pflanze entstehen. Sie sind für die orange Farbe der Karotte und Süßkartoffel, die rote Tomate oder das Eigelb verantwortlich und auch ob die Paprika grün, rot, gelb oder orange ist.

Übrigens: Eine Paprikaschote liefert doppelt so viel Vitamin C als eine Orange! Karotinoide sind für die gelblich bis rötlichen Farbtöne der pflanzlichen und auch tierischen Organismen (bunte Vogelfedern, Muschelgehäuse, rote Blattläuse) verantwortlich. Carotinoide wie α- oder β-Carotin wirken antikarzinogen, Lycopin (in Tomaten, hochkonzentriert in Ketchup) hemmt das Wachstum von Tumorzellen noch wirksamer. Neben Krebs, haben Carotinoide positive Effekte bei Arteriosklerose, Rheuma, Alzheimer, Parkinson oder Grauem Star und wirken gegen rasche Hautalterung.

Immer empfehlenswert ist es Obst zu sich zu nehmen, denn neben zahlreichen Nährstoffen, steigt aufgrund der aufgenommenen Fructose der Harnsäurespiegel. Was kaum jemand weiß, Harnsäure wirkt ebenso antioxidativ.

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Rohkost im Winter

Salat ist nur was für den Sommer? Von Wegen! Tiere haben schließlich auch keinen Herd und brauchen die selben Nährstoffe. Frisches, rohes Gemüse aufgepeppt mit selbst gezogenen Keimlingen, Sprossen, Nüsse, Samen, Körner, hochkonzentrierte Nährstoffe, Hanföl, Sojasoße, Kürbiskernöl, etc. liefern für das Immunsystem wichtige Vitamine- und Mineralstoffe sowie gesunde Fette und gut verwertbare, lang sättigende Kohlenhydrate. Wer es doch gerne wärmer möchte, der kann einen bunten Salat natürlich auch mit warmen Zutaten wie gegrillten Ziegenkäse, gebratenes Gemüse, Tofu, Fleisch oder Fisch kombinieren. Tipp: Reichlich frische Kräuter darüber streuen für den absoluten Vitaminkick!

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Keimlinge, Samen, Kerne, Sprossen und Nüsse: Pure Nährstoffküsse!

Keimlinge und (Keim-) Sprossen haben einen bemerkenswert hohen Ballaststoff- und Vitamingehalt.  Besonders hervorzuheben sind die Vitamine C, B1, B2, E und Niacin (Vit. B3). Obwohl man die meisten Keime (keine Sorge, nicht zu verwechseln mit den “bösen” Krankheitskeimen) roh verzehrt werden können , sollte man einige kurz blanchieren oder anbraten (Kicher-, Erbse-; Sojabohne).

Sprossen und Keimlinge gibt es gut erhältlich von zahlreichen Pflanzen, wie Brokkoli, Rotkohl, Kohlrabi, Rettich, Radieschen, Kresse, Rucola, Senf, Sojabohnen, Mungobohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen aber auch von Getreiden wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste.

Auch empfehlenswert sind die Keimlinge von Pseudogetreiden wie Amarant, Quinoa oder Buchweizen. Rotklee-, Sesam- oder Sonnenblumenkeimlinge oder weniger bekannten Sprossen und Keimlinge von Kürbis, Rote Bete, Zwiebel, Knoblauch, Dill, Fenchel, Leinsamen, Karotte, Borretsch oder Koriander.
Am bekanntesten sind Soja-, Alfalfa-, Mungosprossen, Kresse oder Sprossen wie Spargel, Bambus- oder Kohlsprossen.

Das Immunsystem in Bewegung bringen

Erkältungen und Krankheiten bekommt man nicht vom Waldspaziergang, sondern von geschlossenen, beheizten Räumen, die eine Brutstätte für Krankheitskeime sind. Viel trinken, vor allem während der Heizungszeit, ist ebenso notwendig, um Bakterien wegzuspülen und die anfälligen Schleimhäute zu befeuchten. Eine Flüssigkeitszufuhr über Suppen und Tees halten zusätzlich auch warm. Auf ausreichend Bewegung an der frischen sollte man trotz Kälte und Dunkelheit besonders achten.

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