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HPV-Impfung – Zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

Sind Sie eine Frau? Sind Sie zwischen 35 und 40 Jahre alt? Wenn ja, ist Ihr Risiko, sich mit HPV (Humanen Papillomaviren) zu infizieren, hoch, denn zwei Drittel der Bevölkerung ziehen sich im Laufe ihres Lebens den Papillomavirus zu. Wie HPV-Infektionen übertragen werden, wie Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin feststellt, ob Sie infiziert sind, und wie Sie sich durch die HPV-Impfung vor Gebärmutterhalskrebs schützen können, erfahren Sie hier. stadt-wien.at verrät Ihnen, wie viel die HPV-Impfung kostet, welche Nebenwirkungen auftreten und wo Sie sie erhalten können.

Spritze zur Impfung vor weißem Hintergrund
© Jens Götzke/pixelio.de |

HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Humane Papillomaviren sind sehr weit verbreitet. Einige Typen – etwa die Virusstämme 16 und 18 – können abnorme Zellveränderungen am Gebärmutterhals bewirken, woraus sich in einigen Fällen Gebärmutterhalskrebs entwickelt. 

Andere humane Paillomavirustypen (z.B. die Virusstämme 6 und 11) können Warzen im Genitalbereich verursachen, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken können.

Übertragung von HPV-Infektionen: Wie Sie sich schützen können

40% der betroffenen Frauen sind zwischen 35 und 40 Jahre alt. Mehr als zwei Drittel aller Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit dem Papillomavirus in Kontakt. Sexuelle Kontakte werden als Hauptübertragungsweg für HPV – Infektionen angesehen.

Die Verwendung eines Kondoms bietet keinen sicheren Schutz vor Ansteckung. Die Übertragung kann nämlich auch durch Hautkontakt erfolgen. Auch andere Infektionswege können derzeit nicht endgültig ausgeschlossen werden.

HPV-Impfung statt operativem Eingriff 

Die Besiedelung mit HPV verursacht keine Anzeichen oder Krankheitssymptome. Oft sind erst die bei den wichtigen jährlichen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen entdeckten Zellveränderungen am Gebärmutterhals der erste Hinweis.

Diese Zellveränderungen können sich selbst wieder zurückbilden. Das HP-Virus wird durch das Immunsystems eliminiert. Dies wird durch kurzfristige gynäkologische Kontrollen überwacht. Für die Vorgangsweise und Kontrollabstände gibt es genaue Leitlinien.

Kommt es über einen bestimmten Zeitraum zu keiner Regression oder zeigt sich eine Verschlechterung des Befundes so ist ein operativer Eingriff zur Entfernung der befallenen Strukturen erforderlich. Hierbei wird ein Gewebekonus vom Muttermund entfernt. Dieser wird einer genauen histologischen Untersuchung unterzogen. Die Operation wird im Spital unter Allgemeinnnarkose vorgenommen.

Gebärmutterhalskrebs vorbeugen 

5000 solcher Eingriffe werden in Österreich jährlich durchgeführt. Durch diese kann letztlich die Krebsentstehung meistens zuverlässig verhindert werden. Ein frühzeitiges Erkennen der Zellveränderungen durch eine termingerechte Vorsorgeuntersuchung ist jedoch unerlässlich.

HPV-Impfung: nicht nur für Frauen, auch für Männer 

Beim Mann erzeugt das Virus praktisch keine Symptome. In seltenen Fällen können die Viren aber als Verursacher des Penis- oder Analkarzinoms angesehen werden.

Alle Informationen zur HPV-Impfung im Überblick 

Seit Ende 2006 gibt es eine Impfung gegen die wichtigsten Stämme des humanen Papillomavirus. Es handelt sich dabei um eine Vierfachimpfung. Diese ist wirksam gegen die Virusstämme 16, 18, 6 und 11. 70% der durch Papillomaviren verursachten Erkrankungen können dadurch verhindert werden.

Die Impfung wird von allen Frauenärztinnen und Frauenärzten angeboten.

Kosten der HPV-Impfung

Es sind drei Teil-Impfungen erforderlich, um eine vollständige Immunisierung zu erreichen. Für jede Teil-Impfung ist mit Kosten von ca. € 170  zu rechnen. Derzeit ist die Impfung für die Altersgruppe von 9 bis 25 Jahren vorgesehen. Optimal  ist die Durchführung noch vor dem ersten sexuellen Kontakt. Eine weitere Auffrischungsimpfung ist nach dem derzeitigen Stand des Wissens nicht nötig.

Nebenwirkungen

Negative Impfreaktionen, ausgenommen einer gelegentlichen leichten Rötung an der Einstichstelle, sind bisher nicht beobachtet worden.

Oftmals wird von Patientinnen die Überlegung angestellt, vor der Impfung eine Untersuchung auf eine mögliche , bestehende HPV-Besiedelung vorzunehmen. Diese ist prinzipiell aus einem Abstrich vom Muttermund möglich. Da die Untersuchung jedoch kostenintensiv ist und für die Impfung keinerlei Konsequenzen hat, ist sie nicht unbedingt erforderlich.

Auch bei bestehender HPV-Besiedelung kann geimpft werden. Ob dies eine Auswirkung auf einen günstigeren Verlauf hat, kann derzeit nicht beantwortet werden.

Besonders zu betonen ist jedoch, dass die Impfung gegen HPV die jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung mit Zellabstrich nicht ersetzen kann.

 

 

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