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Frauenheilkunde

Wechselbeschwerden aufgrund von Hormonstörung

Die Ordination des niedergelassenen Facharztes für Gynäkologie und Geburtshilfe, Facharzt für Allgemeinmedizin und Additivfacharzt für Humangenetik widmet ihr Hauptaugenmerk der Frau in der 2. Lebenshälfte.

© Jerzy/Pixelio.de | Frauen in den Wecheljahren fühlen sich oft unverstanden.

Wechselbeschwerden

Was sind die häufigsten Wechselbeschwerden? Stellt man Frauen diese Frage, ist die erste Antwort meist immer gleich: Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Dabei gibt es eine Vielzahl an möglichen Wechselbeschwerden, erst die verstärkte Forschung im Fachgebiet der Endokrinologie (sie widmet sich dem Einfluss der Hormone) brachte dies wissenschaftlich belegt zutage. Jede Frau in der 2. Lebenshälfte leidet mehr oder weniger unter Wechselbeschwerden, ein Leiden, das durch gezielte Maßnahmen meist drastisch reduziert werden kann.

Hormonstörung

Bei der Frau ab Mitte/Ende 40 verliert das Sexualhormon an Wirkung, wodurch immer weniger Östrogene produziert werden. Das geänderte Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Hormonen ruft Wechselbeschwerden unterschiedlicher Art hervor. Wechselbeschwerden sind Folge einer hormonellen Störung. Gezielte Therapien unter gesamtheitlich medizinischem Aspekt bewirken einen Ausgleich und eine Reduktion der unangenehmen und bisweilen sogar gesundheitlich schwerwiegenden Folgen dieser temporären Hormonstörung.

Die Frau in der 2. Lebenshälfte

Die Ordination des niedergelassenen Facharztes für Gynäkologie und Geburtshilfe, Facharzt für Allgemeinmedizin und Additivfacharzt für Humangenetik widmet  ihr Hauptaugenmerk der Frau in der 2. Lebenshälfte.

Häufig sind Frauen ab Beginn bzw. Mitte der 40er infolge von hormoneller Veränderung Wechselbeschwerden unterschiedlichster Art unterworfen. Jene „lästigen“ Erscheinungen, wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Hautveränderungen, Haarverlust, trockene Schleimhäute, Depressionen, Gelenksschmerzen u.a.m. sind auf diesen geänderten Hormonhaushalt zurückzuführen. Auch Übergewicht, erhöhtes Auftreten von Osteoporose, erhöhtes Risiko zu Brustkrebs, Beschwerden durch Harnverlust werden in diesem Lebensabschnitt bei einer nicht unwesentlichen Anzahl von betroffenen Frauen festgestellt.

Als Mediziner mit endokrinologischem, wissenschaftlichem Arbeitsschwerpunkt werden den Patientinnen nach eingehenden Untersuchungen und spezifischer Diagnostik die passenden Behandlungsmethoden individuell unterschiedlich empfohlen.

Ein ausgeglichener Hormonspiegel ist in diesem Lebensabschnitt ein wesentlicher Faktor für das Wohlbefinden der Frau, wobei auch in der Ordination Wechselbeschwerden nicht verhindert, jedoch infolge des großen endokrinologischen Know Hows in vielen Fällen drastisch reduziert werden können.

Was passiert bei einer Frau mit zunehmendem Alter?

Hormonell unterscheidet man bei einer Frau 4 Lebensabschnitte.

  • 1. Zunächst die Pubertät – die Geschlechtsreife
  • 2. Danach die Menopause – das Ausbleiben der Blutung, hervorgerufen durch den Abfall der weiblichen Geschlechtshormone, Progesteron (Gelbkörperhormon) und Östrogen, verbunden am Beginn mit Regelanomalien und einer Vielzahl von Beschwerden (wie bereits oben erwähnt). Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle Frauen subjektive Beschwerden haben, und dass der Wechsel individuell verschieden erlebt wird. Spezifische Blutuntersuchungen sowie klinische Untersuchungen mit bildgebendem Verfahren, wie Knochendichtemessung, der Brustultraschall und der vaginale Ultraschall, sowie das Gespräch mit der Patientin selbst mit Analyse der unterschiedlichen Beschwerdebilder, sind die Grundlagen für die Erarbeitung einer medizinischen Behandlungsstrategie.
  • Der 3. hormonelle Lebensabschnitt ist gekennzeichnet durch den Abfall der Nebennierenrindehormone und wird „Adrenopause“ genannt. Er markiert eigentlich den Übergang in das „Greisenalter“, wobei der Zeitpunkt starken individuellen Schwankungen unterliegt und etwa um das 70. Lebensjahr erfolgt.
  • Der 4. und letzte endokrinologische Abschnitt ist gekennzeichnet durch den Abfall der Schilddrüsenhormone, der häufig sehr rapide erfolgt und mit einem Verlust der geistigen Fähigkeiten und starker Persönlichkeitsveränderung verbunden ist. Er findet in den meisten Fällen schleichend, seltener deutlich akut, sichtbar statt.

Osteoporose

Unter Osteoporose versteht man einen Verlust an Knochenmasse in überdurchschnittlichem Maße. Betroffen sind meist Frauen mit grazilem Körperbau, aber auch blonde neigen üblicherweise eher zu Osteoporose als dunkelhaarige Frauen sowie jene, die wenig Sport betreiben. Auch die genetische Vorbelastung ist ein zu beachtendes Indiz. Ob eine Frau zu Osteoporose tendiert, ist konkret nur durch einen bestimmten „Marker“ bewertbar.

Osteoporose ist eine Volkserkrankung, an der jede vierte Frau und fast jeder 8.Mann über 50 Jahre leidet. Durch übermäßigen Knochenschwung verliert unser Skelett an Festigkeit, was letztendlich zu einem erhöhten Bruchrisiko führt – dies in einem Alter, wo der Knochenheilungsprozess schlechter ist als in jungen Jahren und die Gefahr von sekundärer Erkrankung, z.B. durch langes Liegen, groß ist. Die am häufigsten betroffen Stellen sind: Wirbelkörper sowie Oberschenkelhalsbereich, aber auch der Beckenknochen selbst.

Faktoren, die zu einem erhöhten Knochenschwund führen sind:

  • familiäre Vorbelastung: graziler Körperbau
  • unzureichende Kalziumzufuhr während der Jugendzeit: Nikotin-, Cola-Konsum
  • Mangel an Bewegung
  • Übergewicht
  • chronische Mangen-Darmerkrankungen, Schilddrüsenerkrankung
  • langfristige Medikamenteneinnahme wie z.B. Cortison, Gerinnung hemmende Medikamente
  • Medikamente gegen Epilepsie
  • Hormonstörung
  • langfristiges Defizit an Östrogenen
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