1. Stadt Wien
  2. Gesundheit
  3. Erkältung & Grippe
Mehr Gesundheit
Artikel teilen
Kommentieren
Erkältung & Grippe Text: Sahar Osmen

Hausmittel gegen Erkältung

Kältezeit ist Virenzeit. So gehören grippale Infekte und die Influenza in den kalten Monaten zum Alltag. Während bei einer Grippe der Arztbesuch unerlässlich ist, helfen bereits pflanzliche Mittel die Sie rezeptfrei in der Apotheke erhalten gegen die Verkühlung. In welchen Stadien eine Verkühlung verläuft, und welche natürlichen Medikamente gegen welche Symptome helfen, lesen Sie hier.

Thymianstrauch mit lila Blüten in weißer Tüte
© Angelina S./pixelio.de | Ob als Tee, Badezusatz, Saft oder Sirup: Thymian ist nicht nur ein bewährtes Hausmittel gegen Erkältung, sondern auch ein geschätztes Arzneimittel bei Atemwegsinfektionen

Verlauf einer Erkältung

Ein grippaler Infekt dauert 7 bis 10 Tage. Sie verläuft in 2 Stadien, dem Trockenen und dem Akuten. Das trockene Stadium setzt kurz nach der Virusinfektion ein und hält die ersten Tage an. Es ist das Stadium, in dem sich die Erkältung ankündigt: Man fühlt sich schwächer, vor allem aber setzen Halsschmerzen ein. Konnten die Viren nicht bekämpft werden geht der grippale Infekt, der vor allem die Atemwege angreift, nach wenigen Tagen in das akute Stadium über. Der Körper versucht nun durch Husten die Krankheitserreger loszuwerden, dieser ist anfangs trocken danach bildet die Bronchialschleimhaut vermehrt Schleim, der nun ausgehustet werden soll um die Viren zu bekämpfen. Außerdem schwillt die Nasenschleimhaut an, und es kommt zum Schnupfen.

Natürliche Erkältungsmittel

Hat man sich erst einmal davon vergewissert, dass man keine echte Grippe, sondern einen grippalen Infekt (Erkältung) hat, sollte man nicht den Weg zum Arzt, sondern in die Apotheke suchen. Schließlich läuft im Wartezimmer, einem geschlossenen, schlecht durchlüfteten Raum die Gefahr, dass man von einem Grippepatienten angesteckt wird. Die Natur hat uns reichlich beschenkt mit Pflanzen, die Medizin in sich tragen. Das wussten bereits Uromas und Omas in sehr vielen Kulturen und setzten Pflanzen in der Volksmedizin ein. Diese natürlliche Medizin wurden von der pharmazeutischen Industrie zu Arzneimittel verarbeitet. So bieten die Apotheken ein sehr breites Angebot gegen Erkältungskrankheiten an. Ihr Apotheker berät Sie auch zu Darreichungsform und Dosierung.

Das Immunsystem natürlich stärken

Im trockenen Stadium sind Immunmodulatoren indiziert, die das Immunsystem stärken. Dadurch kann die körpereigene Abwehr die Viren bekämpfen bevor es zum Ausbruch des grippalen Infekts kommt. Die Immunmodulierende Wirkung der Arzneipflanzen wird vor allem Polysacchariden (Mehrfachzucker) zugeschrieben. Im Sonnenhut kommen die Polysaccharide vor allem in den Wurzeln und in der Blüte vor. Bekannt ist er aus der Volksmedizin der Indianer, und ist somit in Nordamerika beheimatet. Außerdem enthält der Sonnenhut den Inhaltsstoff Alkamid, das ebenfalls für eine Stärkung des Immunsystems sorgt indem es Makrophagen aktiviert. Das sind Fresszellen, die Krankheitserreger aus dem Weg räumen. Sonnenhut wird bei wiederkehrenden Infektionen der Atemwege empfohen. Beispiele für erhältliche Sonnenhutpräparate sind:

  • Echinachin Tropfen: 50ml und 100ml, enthält Alkohol
  • Echinacin Saft: 100 ml, Alkohol- und zuckerfrei, für Kinder ab 4 Jahre geeignet
  • Echinacin Capsetten: Alkohol-, und zuckerfreie Lutschpastillen, ideal für unterwegs und Kinder
  • Echinacin Tabletten: Alkoholfrei, für Kinder ab 12 Jahre, können auch zerkaut oder gelutscht werden

Aus Südafrika ist eine Pflanze namens Pelargonium sidoides bekannt, von der einheimischen Bevölkerung wird sie Umckaloabo genannt. In ihrer Heimat wird sie gegen Atemwegsinfektionen und Magen- Darm Beschwerden eingesetzt. Neben ihrer immunmodulierenden Wirkung ist sie leicht antibakteriell. In Europa wird der Wirkstoff aus der Wurzel gewonnen, die vor allem Cumarine enthält. Welche Inhaltsstoffe genau für die Wirksamkeit verantwortlich sind, ist jedoch noch nicht bekannt. Die Wirksamkeit von Pelargonium sidoides wurde aber bereits sowohl für Kinder als auch Erwachsene in Studien belegt. Empfohlen wird Umckaloabo weiters für Infektionen im HNO- Bereich. Folgende Präparate erhalten Sie in Ihrer Apotheke:

  • Peloide Tropfen: 20 ml und 50 ml
  • Kaloba Tropfen: 20 ml und 50 ml
  • Kaloba Filmtabletten: 21- und 42 Stück

Mittel gegen Halsschmerzen

Bei einem grippalen Infekt kommt es zu entzündeten und geröteten Hals und Rachen, was in Halsschmerzen und Heiserkeit resultiert. Hier sind vor allem Auszüge aus schleimhaltigen Pflanzen gefragt, denn die Schleime, die aus vielen Zuckerbausteinen aufgebaut sind, legen sich auf die Entzündung drauf und beruhigen Hals und Rachen. Die Medikamente sollten vor allem gelutscht, gegurgelt oder in From von Tees genommen werden. Beispiele für solche schleimhaltigen Drogen ist das Isländisch Moos, eine Flechte, die aus Europa kommt. Sie wird vor allem in Form von Lutschpastillen angeboten:

  • isla moos Lutschpastillen: 30 oder 60 Stück
  • isla cassis zuckerfrei, Lutschpastillen: 30 oder 60 Stück.

Auch die Schleime des Spitzwegerichs legen sich wie ein Feuerlöscher auf den „brennenden“ Hals und mildern die Schmerzen. Den Spitzwegerich erhält man vor allem in Tees und Teemischungen in Kombination mit anderen Erkältungsdrogen.

  • Dr. Kottas Spitzwegerichtee

  • Dr. Kottas Grippe- Erkältungstee

Was hilft bei Husten?

Der quälende, schlafraubende Husten bei einer Verkühlung ist eine Reaktion des Immunsystems die Krankheitserreger zu eliminieren. Er kann trocken oder produktiv sein. Beim trockenen Husten handelt es sich um Reizhusten, beim produktiven bildet die Bronchialschleimhaut zur Abwehr der Viren Schleim, den es auszuhusten gilt. Vor allem Pflanzen mit Ätherischen Ölen bieten hier rasche Hilfe. Sie verflüssigen den zähen Schleim, der dann leichter ausgehustet werden kann, wodurch die Atemwege wieder frei werden. Thymian gilt als die Pflanze schlechthin bei Atemwegserkrankungen. Ihre sekretverflüssigende Wirkung wurde bereits wissenschaftlich bewiesen. In folgenden Präparaten ist Thymian enthalten.

  • Tussamag Hustensirup: 220 g und 440 g, für Kindern ab 2 Jahren
  • Pilka Tropfen: 50 ml, für Kinder ab 2 Jahren
  • Bronchostop Hustenpastillen: 20 Stück, für Kinder ab 4 Jahre

Eukalyptus kann neben seiner schleimlösenden Wirkung auch die Bronchospasmen lindern, die beim Husten entstehen. Dies ist vor allem dem Cineol zu verdanken, der wirkgebenden Komponente im ätherischen Öl dieser aus Australien stammenden Pflanze. Eukalyptus erhalten Sie in diesen Produkten:

  • Gelomyrtol- 300 mg Kapseln: 20 Stück
  • Luuf Kinder Balsam: Einreibung für Kinder ab dem 3. Lebensjahr

Efeu hat sich ebenso als Erkältungsdroge bewährt. Die in ihm enthaltenen Triterpensaponine machen den zähen Schleim nicht nur leichter aushustbar, sondern er mindert auch ähnlich wie Eukalyptus die durch das Husten bedingten Krämpfe in der Atemmuskulatur. Ein großes Plus des Efeus: es konnte in Untersuchungen gezeigt werden, dass es auch für Kinder sehr gut geeignet ist. Efeu befindet sich zum Beispiel in diesen Produkten:

  • Alpinamed Hustenlöser Tropfen: 40 ml, kann Säuglingen bereits ab dem 1. Lebensmonat gegeben werden
  • Luuf Efeu Hustensirup für Kinder: 100ml, ab dem Säuglingsalter
  • Prospan akut Brausetabletten: 20 Stück, für Kinder ab 4 Jahre
  • Prospan Hustenliquid: 20 Stück, für Kinder ab 4 Jahren

Weitere Infos zu Hausmittel gegen Halsschmerzen

Inhalieren bei Schnupfen

Gegen Schnupfen eignen sich ebenfalls Pflanzen, die reich an ätherischem Öl sind. Der Unterschied liegt jedoch in der Einnahme. Um den Schnupfen zu bekämpfen, sollte die Phytopharmaka von außen eingenommen werden. Durch inhalieren oder in Form von Sprays oder Tropfen gelangt des ätherische Öl nämlich direkt in die Nasenschleimhaut die dann abschwillt, wodurch die Nase wieder befreit wird und Sie wieder durchatmen können. Vorsicht bei der Anwendung von ätherischen Ölen ist bei Säuglingen geboten: Säuglinge unter 1 Jahr dürfen kein Campher und kein Methanol einnehmen, denn sie können bei ihnen zu Atemstillstand führen. Zu einer befreiten Nase komm Sie zum Beispiel mit:

  • Rhinospray plus ätherische Öle

  • Wick Inhalierstift

  • Wick erste Abwehr Nasenspray
Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Gesundheit