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Diabetes Text: Sahar Osmen

Therapie des Diabetes Mellitus: Typ I und II

Um festzustellen, ob Diabetes Mellitus vorliegt, werden die Zuckerspiegel von Blut und Harn gemessen. Wurde die Erkrankung diagnostiziert, geht es an der Therapie dieser. Während die Diabetes Mellitus Typ I Therapie darin besteht dass regelmäßig Insulin von außen eingenommen wird, sollte der Typ II Diabetiker seine Ernährung umstellen und sich Zeit für regelmäßige Bewegung nehmen, um eine medikamentöse Behandlung zu vermeiden.

Mensch während einer Insulininjektion in den Bauch
© Henrik Gerold Vogel / pixelio.de | Für den Typ I Diabetiker zählt die Insulingab- unter anderem mit Insulinpen- zum Alltag

Wie entsteht die Diagnose „Diabetes Mellitus“?

Zur Feststellung eines eventuell vorliegenden Diabetes wird vor allem der  Bluttest herangezogen, der im nüchternen Zustand gemessen wird, d.h. es darf mindestens 8 Stunden vor der Blutabnahme keine Nahrungsaufnahme erfolgt sein. Erhält man nach mehreren  Messungen einen Wert ab 126mg/dl (7mmol/l) liegt Diabetes vor.

Eine weitere Diagnosemethode ist der orale Glucosetoleranztest, bei dem der Patient vor der Messung eine Zuckerlösung zu sich nimmt. Wird danach ein Blutzuckerspiegel von 200 mg/dl (11,2 mmol/l) oder darüber gemessen, handelt es sich um Diabetes. Durchgeführt wird dieser Test vor allem bei älteren Menschen, da ihre nüchternen Blutzuckerwerte oft noch keine Erkrankung vermuten lassen.

Außerdem kann der Harn auf Diabetes Mellitus hinweisen, denn das Auftreten von Zucker im Urin, eine Glucosurie, ist ein typisches Merkmal der Stoffwechselerkrankung. Durchgeführt wird der Test mittels Teststreifen der sich verfärbt, wenn der Test positiv ausfällt. Ein Wert der sowohl für die Diagnose als auch für die Behandlung von Diabetes Mellitus eine Rolle spielt ist der Langzeitwert, auch als HbA1c- Wert bekannt. Früher in % angegeben, gilt heute die Einheit mmol/mol, ein Wert von 48 mmol/mol (6,5%) ist ein Indiz für Diabetes.

Diabetes Mellitus Typ I: Insulintherapie

Das Ziel einer jeden Diabetesbehandlung ist die Lebensqualität zu verbessern, und die Folgeerkrankungen soweit wie möglich hinauszuzögern. Dafür ist es vor allem wichtig den Blutzuckerspiegel einzustellen, sodass er konstant bleibt und keine Blutzuckerspitzen, also drastische Schwankungen der Konzentration im Blut auftreten.

Der insulinpflichtige Diabetiker führt sich das lebensnotwendige Hormon mittels Insulinpen oder durch eine Insulinpumpe zu, die am Körper getragen wird, und das Insulin an den Körper abgibt.Man unterscheidet grundsätzlich zwischen kurz-, und langwirksamen Insulinen. Die kurz wirksamen werden z.B.: zu den Mahlzeiten genommen, um die Dosis an die Kohlenhydrate anzupassen, oder um einen plötzlich erhöhten Blutzuckerspiegel schnell wieder zu senken (Bolusgabe). Lang wirksame Insuline ermöglichen einen über längeren Zeitraum anhaltenden konstanten Spiegel des Blutzuckers.

Diabetes Mellitus Typ II durch Gewichtsverlust heilen

80% aller Typ II Diabetiker sind adipös. Das Übergewicht, das durch eine jahrelange falsche zucker-, und kalorienreiche Ernährung, sowie Bewegungsmangel verursacht wird, ist meistens am Ausbruch der Krankheit verantwortlich. Typ II Diabetiker haben ihre Therapie selbst in der Hand, denn alleine durch eine Lebens-, und Ernährungsumstellung auf fettarme und ballaststoffreiche Kost kann der Blutzucker wieder in die richtige Bahn gelenkt, und die Wohlstandskrankheit besiegt werden. Um das zu erreichen müssen laut Experten nur 150 Minuten pro Woche in körperliche Tätigkeit investiert werden, das entspricht pro Tag 20 bis 25 Minuten.

Erst wenn die Gewichtsabnahme nur ein guter Vorsatz geblieben ist, beginnt man sofort mit der medikamentösen Therapie, bei der vor allem Tabletten verschrieben werden, die die Freisetzung des körpereigenen Insulin erhöhen. Dadurch wird aber die ohnehin eintretende Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse Insulin zu produzieren beschleunigt. Spätestens dann muss auch für die Therapie des Diabetes Mellitus Typ II Insulin eingesetzt werden.

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