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Blutspenden gegen Diabetes: Nationalratsabgeordnete lassen Blut

Wie süß sind Österreichs Politiker? Auf Initiative zweier Diabetes-Selbsthilfegruppen spenden Nationalratsangehörige im Parlament Blut. Durch Blutspenden wollen Diabetes Austria und ARGE Diabetes auf die Krankheit, ihre Anzeichen und ihre Symptome aufmerksam machen. Doch die Blutspende-Initiative dient nicht nur dazu, Diabetes wie auch davon Betroffene und deren Lage in Österreich ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken: Durch Blutspenden können drei von vier wichtigen Gesundheitsparamtern überprüft werden.

Österreichisches Parlament in Wien: Außenansicht vom Ring
© Quaxxl |

Im Dienst der guten Sache: Blutspenden im Parlament

Diabetes kommt ins Parlament – Wie süß sind Österreichs Politiker?

Auf Initiative der Diabetes-Selbsthilfegruppen: Nationalratsabgeordnete lassen Blut

Große Anerkennung für die Diabetes-Selbsthilfgruppen in Österreich: Auf Einladung von Parlamentspräsidentin Maga. Barbara Prammer werden Vertreter der größten österreichischen Selbsthilfegruppen – Diabetes Austria und die ARGE Diabetes – am ersten Plenartag, dem 26. Februar 2009, ins Parlament eingeladen.

Dabei werden die Diabetes-Aktivisten nicht nur auf Missstände im Zusammenhang mit der Diabetes-Behandlung in Österreich hinweisen. Die Parlamentsabgeordneten sollen darüber hinaus auch für das Thema Diabetes sensibilisiert werden. Sie werden zwar nicht auf Herz und Nieren geprüft, können aber ihren Blutzucker, ihren Blutdruck und ihren Bauchumfang messen lassen.

Blutspenden und Blutzucker, Blutdruck und Bauchumfang überprüfen 

Initiator Peter P. Hopfinger: "Mit der Blutspende eines einzigen Bluttropfens und ein paar Minuten Zeitaufwand können die vielbeschäftigten Politiker ohne großen Zeitaufwand drei von vier wichtigen Gesundheitsparametern – Blutzucker, Blutdruck und Bauchumfang – überprüfen. Gleichzeitig sind sie für die Bevölkerung, die ja immer wieder ermahnt wird, Gesundheits-Checks durchführen zu lassen, ein gutes Beispiel." 

Diabetes: Die fünf Forderungen der Diabetes-Selbsthilfegruppen 

Bei dieser Gelegenheit einer Blutspende will man bei Politikern aller Coleurs, insbesondere deren Gesundheitssprechern, aber auch bei den Ministern für die Ressorts Gesundheit, Soziales, Unterricht und Justiz fünf Punkte deponieren:

  1. Die ARGE protestiert und beklagt: Noch gäbe es keine Reaktion auf das katastrophale Abschneiden beim Health Consumer-Test (Menschen werden früher blind, amputiert und sterben früher) seitens der Politik. 
  2. Vorsorge und Eigenverantwortung der Patienten wird nicht honoriert (z.B. Blutzucker-Selbstkontrolle bei Typ 2 ohne Insulin wird meist nicht bezahlt)
  3. DM-Programm "Therapie aktiv" ist prinzipiell positiv, wird aber ungenügend umgesetzt (Ärztekammer)
  4. Selbsthilfe-Gruppen sind zwar Bestandteil des Gesundheitssystems, ihre Arbeit wird aber nicht genügend anerkannt (Fond Gesundes Österreich)
  5. Kinder und Jugendliche: 
    1. Typ 1: Erbeten sich Ferien- und Schulungslager auf Kassenkosten zum Erlernen sozialer Eigenständigkeit
    2. Typ 2: Fordern Prävention durch Freude an Bewegung (mehr Sport und Bewegung ab der Volksschule)

Weiterführende Informationen 

Im Internet www.diabetes-austria.com oder telefonisch unter +43 699 1402 50 61.

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