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Wetter Statistik

Wetter Statistik,ZAMG Sommerstatistik : Keine Hitzewellen, aber Überflutungen und Hagelschäden durch schwere Gewitter. Eigentlich war dieser Sommer im Mittel über ganz Österreich 1 Grad zu warm, sagt Helmut Derka, ZAMG Klimastatistiker, aber trotzdem lässt sich der allgemeine Eindruck eines „schlechten Sommers durchaus nachvollziehen!

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ZAMG Sommer Wetter Statistik 2008: Keine Hitzewellen, aber Überflutungen und Hagelschäden durch schwere Gewitter

Eigentlich war dieser Sommer im Mittel über ganz Österreich 1 Grad zu warm,“, sagt Helmut Derka, ZAMG Klimastatistiker, aber trotzdem lässt sich der allgemeine Eindruck eines schlechten Sommers durchaus nachvollziehen!

 

Zwei Faktoren sind für den schlechten Einddruck, den der Sommer 2008 hinterlässt, verantwortlich:

Erstens, das völlige Ausbleiben von lang anhaltenden Hitzewellen. Am auffallendsten in Wien: 2008 gab es nur 6 Tage über 30 Grad, während es im Mittel 11,2 Tage sind und im Jahrtausendsommer 2003 sogar 38 Hitzetage waren. „Der Sommer 2003 schlummert immer noch in unseren und in den Köpfen der Schanigärtenbesitzer“, meint Derka dazu, „aber der war alles andere als normal!“

Zweitens, die vielen oft sehr heftigen Gewitter. Diese brachten vor allem im südlichen Wiener Becken und im Eisenstädter Raum Rekord-Sommerregen: 479 Liter pro Quadratmeter und damit mehr als das doppelte der durchschnittlichen Monatsmenge (242 Prozent), das hat es in Eisenstadt seit Messbeginn 1936 noch nie gebeben.

 

Wie schwer die Gewitter waren, kann Otto Svabik, Unwetterexperte der ZAMG, anhand seiner langjährigen Aufzeichungen bestätigen: „Wir haben sicherlich ein paar gewitterreiche Jahre hinter uns, aber was die Schäden aus Hagel, Blitzschlag und Überflutungen durch heftige Wolkenbrüche betrifft, liegt der Sommer 2008 sicher ganz weit vorne!“, schildert Svabik.

 

Einer der verheerendsten Unwettertage des Sommers 2008 war der 15. August: Erdrutsche, Überflutungen und Hagelschäden betrafen vor allem Kärnten, die Steiermark und das Burgenland. In St. Stefan ob Leoben wurde eine Frau von einem umstürzenden Baum erschlagen. Straßen wurde von Muren verschüttet oder überflutet und Keller unter Wasser gesetzt; Ackerflächen, Häuser und Autos von großen Hagelschlossen beschädigt. Allein im Burgenländischen Bezirk Güssing entstand dabei ein Schaden von rund 4 Millionen Euro. Durch Blitzschlag wurden auch einige Häuser in Brand gesteckt und brannten ab.

 

Ingesamt gab es im vergangenen Sommer 65 größere Überflutungen durch schwere Wolkenbrüche, 29 größere Schadensmeldungen durch Hagelschlag, 49 durch Blitzschlag ausgelöste Brände, 28 größere Murenabgänge.

 

„Trotzdem“, betont Svabik, „solche unwetterreichen Sommer wie 2008 hat es im langjährigen Vergleich immer wieder gegeben!“ Die langjährige Statistik über die vergangenen 50 Jahre zeige durchaus schlimmere Sommer. Vor allem in den 50er und 60er Jahren: Zum Beispiel 1967 (am 21. Juli), als durch ein ungemein heftiges Gewitter ein Großteil der Wiener Stromversorgung zusammenbrach und in Wien-Brigittenau ein Großbrand wütete. Oder 1958 (am 12. August) als es im Bereich der Fischbacher Alpebn zu schweren Verwüstungen kam, weil an einem einzigen Tag eine geschätze Regenmenge von 400 Liter pro Quadratmeter (!!) niederging

 

Anzahl der Hitzetage (30°C und mehr)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SOMMER 2008

Sommer 2007

Sommer 2003

30-jähriges Mittel

 

 

 

(Rekordsommer)

(1971-2000)

Bregenz

2

4

15

3,1

Innsbruck

11

11

34

8,3

Salzburg-Flh.

8

8

26

7,7

Linz-Hör.

9

12

35

7,5

St. Pölten

10

16

34

10,9

Wien-HW

6

21

38

11,2

Eisenstadt

9

23

36

11,9

Graz-Th.

17

21

48

6,7

Klagenfurt

9

18

37

8,6

 

 

ANZAHL DER MELDUNGEN / ORTE MIT WETTERBEDINGTEN SCHÄDEN

 

 

 

 

 

 

AUFGESCHLÜSSELT NACH DEN WETTERERSCHEINUNGEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regen

Intensive Niederschläge bewirken Überflutungen

 

Hagel

Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, Häusern, Pkw

Gewitter

durch Blitzeinschlag ausgelöste Brände / Strukturschäden

Mure

Erdbewegungen blockieren Verkehrsverbindungen

 

Sturm

windbedingte Schäden: Hausdächer, Leitungen, Bäume, etc.

SOMMER

 

 

 

 

 

Regen

Hagel

Gewitter

Mure

2005

65

7

14

23

2006

45

21

20

36

2007

25

22

23

14

2008

65

29

49

28

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