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Tiere Text: Tamara Leitner

Hundesteuer umgehen? So geht's!

Für das Halten von Hunden und Wachhunden, mit Ausnahme von Blindenführerhunden, muss verpflichtend eine sogenannte "Hundesteuer" bezahlt werden. Diese Steuerabgabepflicht gilt für jeden im Gebiet der Stadt Wien gehaltenen Hund, der mehr als drei Monate alt ist. Es gibt jedoch auch Befreiungs- und Ermäßigungsgründe sowie Ausnahmen von der Abgabepflicht - wie Sie die Hundesteuer umgehen, lesen Sie hier:

So befreien Sie sich von der Hundesteuer!

Grundsätzlich wird für das Halten von Hunden eine Abgabe eingefordert. Die Höhe und die Bestimmungen, ebenso die Fristen für die Bezahlung der Hundesteuer sind in jedem Bundesland anders geregelt. Für Wien gilt folgendes:

Für den ersten Hund ist eine Steuer in Höhe von € 72 pro Jahr zu zahlen, für jeden weiteren Hund € 105 pro Jahr. Ermäßigungen gibt es für Besitzer eines Mobilpasses.

Anmeldung Hundesteuer

Die Anmeldung eines Hundes erfolgt bei der zuständigen Stadtkasse. Nachdem die Hundesteuer eingezahlt wurde, erhielt man in den meisten Städten und Gemeinden eine Hundemarke. In Wien wird die Hundemarke seit 2012 nicht mehr ausgegeben, Informationen über Hundehalter und ob die Hundesteuer entrichtet wurde, werden seitdem über den elektronischen Chip abgelesen, mit dem seit Jänner 2010 alle Hunde gekennzeichnet sein müssen.

Zuständige Stellen in Wien:

Wer seinen Vierbeiner nicht anmeldet, muss mindestens 42 Euro Strafe zahlen, falls er erwischt wird. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Pflichten von Hundehaltern!

Wer seinen Vierbeiner nicht anmeldet, muss mindestens 42 Euro Strafe zahlen, falls er erwischt wird. - derstandard.at/1319183376466/Seit-Anfang-2012-Hundeabgabe-in-Wien-um-65-Prozent-erhoeht

Termine und Fristen

Die Anmeldung des Hundes muss innerhalb von 2 Wochen erfolgen, sobald dieser ein Alter von drei Monaten erreicht hat, beziehungsweise in das Gebiet der Stadt Wien gebracht wurde. Befreiungsgründe der Hundesteuer müssen gleichzeitig angegeben werden. Die Anmeldung kann schriftlich mittels elektronischem Formular, oder telefonisch erfolgen (+43 1 4000 07620). Als Zahlungsfrist gilt Ende April des laufenden Jahres, oder binnen 14 Tagen nach der Anmeldung, wenn die Abgabepflicht nach dem 30. April eintritt.

Abmeldung

Die Abmeldung eines Hundes aufgrund von Tod, Umzug oder Weitergabe, muss der zuständigen Behörde mitgeteilt werden. Solange die Meldung nicht erfolgt ist, besteht die Abgabenpflicht weiter.

Die genaue Gesetzeslage kann man hier im Gesetzestext (Hundesteuer) nachlesen.

Befreiung Hundesteuer

Es gibt jedoch auch Befreiungs- und Ermäßigungsgründe sowie Ausnahmen von der Abgabenpflicht. So ist zum Beispiel für einen Wachhund auf einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb eine Ermäßigung von 36 Euro vorgesehen. Auch Bezieher einer geringen Pension, beziehungsweise der Mindestsicherung erhalten eine Vergünstigung von 50 Prozent, jedoch nur für einen Hund.

Eine Befreiung von der Hundesteuer ist für jeden möglich, wenn freiwillig eine Hundeführscheinprüfung abgelegt wird.

Nach erfolgreicher Absolvierung der freiwilligen Hundeführscheinprüfung, ist man für das, auf die Prüfung, folgende Jahr von der Hundesteuer befreit. Eine Steuerbefreiung dieser Art kann für jeden Hund jedoch nur einmal erfolgen. Dies gilt jedoch nicht für sogenannte "Listenhunde", für deren Haltung ein Hundeführschein generell verpflichtend ist.

Weiter Tipps für die Befreiung von der Hundeabgabe

Die Höhe der Hundesteuer variiert von Gemeinde zu Gemeinde. Wenn Du die Möglichkeit hast den Hund in der Gemeinde mit der günstigeren Hundesteuer anzumelden nütze sie, denn wer nachweisen kann, dass der Hund zum überwiegenden Teil des Abgabenjahres außerhalb des Gebietes der Stadt Wien gehalten und für diesen Hund an eine andere österreichische Gemeinde eine Hundeabgabe entrichtet wurde, wird die Abgabe bis zur Höhe der in Wien zu entrichtenden Abgabe angerechnet. Der Anrechnungsbetrag wird den Abgabepflichtigen zurückerstattet.

Die Begleithundeprüfung erbringt den Nachweis, dass Hund und Hundebesitzer die Grundregeln des Gehorsams in der Öffentlichkeit beherrschen - in vielen Gemeindem gibt es für Begleithunde Vergünstigungen der Hundesteuer oder den Erlass über einen bestimmten Zeitraum.

>> Haben Sie bessere Tipps? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

Generell ausgenommen von der Abgabepflicht sind:

  • Der Bund und die Gemeinde Wien für Hunde, die zum Zwecke der öffentlichen Verwaltung gehalten werden
  • Personen, denen die Befreiung von der Abgabe auf Grund von Staatsverträgen oder nach den allgemein anerkannten Regeln des Völkerrechts zusteht
  • Tierschutzvereine für Hunde, die zum Zwecke der Ausübung ihres statutarischen Zwecks übernommen wurden
  • Gewerbeberechtigte Tierhändlerinnen und -händler für Hunde, die für den Verkauf oder für Zuchtzwecke gehalten werden
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