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Ruth Kainberger
Tiere Text: Ruth Kainberger

Die richtige Hundepflege

Wer seinem vierbeinigen Liebling etwas Gutes tun möchte, der sollte ihn nicht nur mit viel Spiel, Spaß und ein paar Leckerlis verwöhnen, sondern ihm auch die richtige Hundepflege zuteil werden lassen. Krallen schneiden, Fellpflege, Winterpflege, Zecken entfernen usw. Ein gepflegter Hund sieht nun mal nicht nur besser aus, er fühlt sich auch wohler.

Ein schwarz-weiß gefleckter Hund spielt im Schnee
© Maja Dumat/ pixelio.de | Hundepflege

Die richtige Fellpflege

Bürsten

Gerade bei langhaarigen Fellen ist es sehr wichtig, den Hund regelmäßig zu frisieren und im Fall des Falles zu entfilzen. Im Handel werden zahllose Arten von Bürsten angeboten. Je nach Rasse und Fellart, wäre es ratsam, sich nach den richtigen Pflegeutensilien zu erkundigen. Bei kurzhaarigen Hunden reicht es meist aus etwa einmal in der Woche mit einer weichen Bürste oder auch einem Fellpflege-Handschuh über das Fell zu fahren. Bei längerem Fell sollte man sich einmal täglich die Zeit nehmen, den Hund gut durchzukämmen.

Zu beachten beim Baden

Jetzt in der Sommerzeit freuen sich viele Hunde auch über ein ausgedehntes Bad im kühlen Nass. Wenn das Bad nicht ausschließlich der Erfrischung, sondern eher der Fellpflege dient, ist es sinnvoll, ein Hundeshampoo zu Hilfe zu nehmen. Damit können auch etwaige Ungeziefer leichter entfernt werden. Hierbei sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass keine Seife in Auge, Ohr  oder Mund gerät.

Auch die Wassertemperatur muss stets beachtet und lauwarm gehalten werden. Da durch das Baden der Säureschutzmantel auf der empfindlichen Hundehaut kurzfristig angegriffen wird, ist von allzu häufigem Baden abzusehen. Nach dem Bad sollte der Hund abgetrocknet und je nach Felllänge gebürstet werden. Dies gilt sowohl für das reinigende Bad in den eigenen vier Wänden als auch für das Plantschen im Sommer.

Trimmen

Auch das Trimmen bzw. Schneiden der Haare ist besonders zu warmen Jahreszeit ein Thema. Eventuell ist hier der Besuch bei einem guten Hundefriseur eine Überlegung wert.

Krallen schneiden

Gewöhnlich wetzen die Krallen sich von selbst ab. Es kann aber natürlich vorkommen, dass sie zu lang werden. Wie merke ich, dass sie geschnitten werden sollten? Wenn die Spitze der Krallen im Stehen den Boden berühren, sollte sie gekürzt werden. Traut man sich diese Arbeit als Herrchen oder Frauchen selbst zu, so ist Vorsicht geboten, denn in den Krallen befinden sich Gefäße und Nerven, die keinesfalls beschädigt werden dürfen. Bei Unsicherheiten also einfach einen Hundefriseur oder den Tierarzt um Hilfe bitten.

Gesunde Zähne beim Hund

Wer seinen Bello ganz besonders lieb hat, der schnappt sich eine Zahnbürste und legt los. Wer darauf lieber verzichten möchte, dem seien Kauknochen, Kaustreifen und die diversen im Handel so vielfältig angebotenen Zahnputzleckerlis ans Herz gelegt. Durch das Kauen werden Zahnstein und Zahnbelag leichter abgerieben. Sollte der Hund allerdings bereits unter Zahnstein leiden, dann bitte ab zum Tierarzt.

Augen und Ohren

Beim Hund bildet sich in den Augenwinkeln oft ein Sekret. Besonders bei langhaarigen Hunden verklebt diese Flüssigkeit und kann dann zu Entzündungen führen. Das Sekret sollte daher vorsichtig entfernt werden. Auch der regelmäßige Blick in die Ohren sollte nicht vergessen werden. Vom eigenständigen Verarzten sei hier allerdings streng abgeraten, da dies im schlimmsten Fall zu irreversiblen Schäden führen kann.

Zecken beim Hund

Es gibt wohl nicht einen einzigen Hundehalter, der es nicht schon einmal erlebt hätte. Eine Zecke hat sich in der Haut festgebissen und will nicht mehr loslassen. Hierfür gibt es die Zeckenzange oder auch eine Zeckenkarte. Damit wird die Zecke unterhalb eingezwickt und leicht von der Haut weggezogen bis sie sich löst. Auf keinen Fall darf man das Tier zerquetschen oder mit Gewalt rausdrehen oder ziehen. Beim Quetschen werden nämlich alle Bakterien und was sonst noch so an ungustiösen Inhalten vorhanden ist, direkt in den Hund befördert. Wichtig ist es also, die Zecke mitsamt ihrem Kopf auf der Haut zu holen. Sollte der Hund Fieber bekommen, dann sofort zum Tierarzt damit, auch Hunde können Borreliose bekommen.

Die richtige Pflege im Winter

Den meisten Hunden macht das kalte Wetter im Winter nicht viel aus. Durch ihr dickes Fell sind sie gut geschützt und gewärmt. Es gibt aber natürlich auch Rassen oder Welpen, die ein sehr dünnes Fell haben und daher leicht frieren. Auch frisch geschorene oder schon etwas in die Jahre gekommene Hunde haben naturgemäß weniger wärmendes Fell. In diesem Fall ist die mögliche Scheu vor einem guten Schutz, wie etwa in Form eines Mantels, abzulegen und der Wärme des Hundes Vorrang zu geben.

Das Bürsten des Fells ist ziemlich Jahreszeiten unabhängig, muss also auch im Winter beibehalten werden. Nicht zuletzt, weil durch den fallenden Schnee und das Toben im liegenden Schnee gerne Schneeklumpen im Fell hängen bleiben.

Auch die Pfoten brauchen Schutz und Pflege

Ganz besonders wichtig ist im Winter aber die Pfotenpflege. Salz- und Kieselbestreuung sind in dieser Zeit des Hundes größter Feind. Darum sollten die Pfoten nach dem Spaziergang sanft mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Sind die Pfoten bereits wund, dann hilft eine Ringelblumen- oder auch eine Kamillensalbe. Ebenfalls nicht zu verachten sind - wie ja beim Menschen auch - die teilweise massiven Temperaturunterschiede. Daher ist es ratsam, eventuell vorhandene Wärmequellen in der Nähe des Hundeplatzes nicht zu warm einzustellen. Der arme Hund kommt sonst von einem Extrem ins Nächste.

Wenn also die Krallen ohnehin etwas gekürzt werden sollten, der Atem des geliebten Hundes auch schon Mal frischer war und die Ohren sich ebenfalls über eine Grundreinigung freuen würden, dann geht’s am besten mal ab zum Hundefrisör ihres Vertrauens, es kann auf keinen Fall schaden.

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