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Freizeit Text: Elisabeth Rauter

Technik Trends 2017 - kuriose Gadgets

Immer mehr Technik und intelligente Gadgets finden ihren Weg in unser alltägliches Leben. Was wird 2017 diesbezüglich für uns bereit halten? Diese vier Trends erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und erobern (nicht nur) Wien im Sturm.

Ein Mädchen fährt Fahrrad während sie eine VR-Brille trägt.
© Pexels/pixabay.com | Die Realität wird immer weiter - auch am Fahrrad

1. Das Internet der Dinge

Damit gemeint ist ein Netzwerk, dass es schaffen will, alle - oder zumindest viele - Geräte in einem Haushalt miteinander zu vernetzen. Geschehen könnte das über eine einheitliche Schnittstelle für die smarten Gegenstände – einen sogenannten Smart Hub. Bisher war dies eher ein theoretischer Gedanke, denn es fehlt an nutzerfreundlichen Umsetzungen.

Das eigentliche Ziel ist es, Alltagsgegenständen Leben einzuhauchen und sie – mithilfe des Internets – miteinander kommunizieren zu lassen. Es soll möglich werden die Steuerung von manchen Gerätschaften, die bisher auf Bedienung angewiesen waren, zu automatisieren und vom Menschen unabhängig zu machen. Damit löst sich die Verbindung zwischen Computer und Internet in Wohlgefallen auf.

Grundsätzlich stammt die Idee der smarten Vernetzung aus der Branche der Logistik, wo man sich durch die Zeitersparnis enorme Effizienzgewinne verspricht. Ein Software-Riese rechnet mit etwa 14 Billionen US-Dollar, die sich durch die Vernetzung der einzelnen Komponenten bis 2022 erwirtschaften lassen können.
Alltag ist dies bereits in amerikanischen Versandzentren des Online-Versandhändlers Amazon.

Anstatt, dass Mitarbeiter lange Wege zurücklegen müssten – wie es bisher der Fall war – kommen autonome Kiva-Roboter zum Einsatz und beliefern die Mitarbeiter in Verladestationen mit den gewünschten Paketen. Mithilfe eines drahtlosen Netzwerks sowie Sensoren und Barcodes am Boden können sich die Roboter orientieren und Hindernissen ausweichen. Die Produktivität in den Versandzentren habe sich seit der Einführung der neuen Technologie verdoppelt, so schätzt Amazon.

Kuriose Gadgets für den Alltag

Der Sinn hinter dieser Neuauflage des Altbekannten ist es, langsamer und somit weniger und bewusster zu essen. Dadurch soll der Benutzer beim Abnehmen unterstützt werden, denn normalerweise stellt sich ein Sättigungsgefühlt erst 20 Minuten nach einer Mahlzeit ein. Bei zu schnellem Essen meldet sich also die Gabel mithilfe von Vibrationen und Lichtsignalen.

Wenn man sich mal länger nicht rasiert hat meldet sich der Rasierer per SMS, denn er fühlt sich alleine gelassen. Ignoriert man dies weiterhin, so wird ein Tweet abgesetzt, damit die ganze Welt sehen kann, dass man sich seit einiger Zeit nicht mehr die Gesichtsbehaarung gestutzt hat.

Hierbei handelt es sich um einen kleinen Anhänger, der am Hundehalsband angebracht wird. Nun kann man in 
Echtzeit die Aktivitäten seines Hundes mitverfolgen. Schläft Bello während man in der Arbeit ist? Hat er gerade Lust auf einen Spaziergang? Diese und noch viele weitere Fragen lassen sich mithilfe des Gadgets einfacher denn je beantworten!

Mithilfe dieser technischen Spielerei kann man jederzeit mit dem besten Freund zu Hause in Kontakt treten. Alles was man dazu braucht ist ein entsprechendes Gerät mit integrierter Webcam und ein Smartphone. So kann man sein Haustier auch vom Büro aus anrufen, mit ihm plaudern und sogar mit einem Leckerchen verwöhnen. Es gibt auch die Möglichkeit, dass das Tier Sie anruft - und zwar mit einem Button unter dem Namen ‚PawCall‘.

Endlich gibt es einen smarten Weg zum grünen Daumen: Das Gerät ist ähnlich geformt wie ein Ast und kann via integrierter Sensoren nicht nur Lufttemperatur und Sonnenlicht, sondern auch die Menge an Dünger und Feuchtigkeit in der Erde messen. Sobald die Pflanze etwas braucht, kommt ein Alarm per Bluetooth aufs Handy.

2. Artificial Intelligence Neuheiten und Automatisierung

AI – zu Deutsch KI für künstliche Intelligenz – bezeichnet den Versuch einer Maschine eine menschenähnliche Intelligenz einzupflanzen auf Basis derer die Maschine befähigt wird eigenständig zu operieren bzw. Probleme zu lösen. Aber kann es tatsächlich eine Bauanleitung für eine Seele geben? Und: wenn ja, wie nahe sind wir dieser Vorstellung tatsächlich?

Diese Idee erinnert stark an diverse Hollywood-Streifen der letzten Jahre und hinterlässt ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Trotzdem: Künstliche Intelligenz ist durchaus schon in unserem Leben angekommen.

Künstliche Intelligenz im Alltag

Ein Beispiel dafür ist das Nutzen einer Online-Suchmaschine oder die Verwendung der Spracherkennungssoftware des Smartphones. AI lenkt schon heute komplexe Verkehrssysteme und vielleicht auch Ihr Auto, sofern dieses über ABS oder EBS verfügt.

Anwendungsbereiche gibt es viele, beginnend bei vermeidlich alltäglichen Dingen wie maschinelle Übersetzung von Sprachen (Bsp. Google Translate), Analyse sowie Prognose von Aktienkursen, Handschrift-, Gesichts- Spracherkennung.

Manch andere Anwendungen erinnern dann schon eher an ‚I, Robot‘, aber auch den zauberhaften, kleinen Wall-E.  Es wird immer mehr getüftelt und so dürften Anwendungsbereiche wie selbstfahrende Autos, Social Bots oder andere humanoide Roboter vielleicht nicht mehr lange nur eine weitere wahnwitzige Idee aus Hollywood sein.

Wer weiß. Vielleicht kann man sich ja bald von einem Nachbau alà R2-D2, C-3PO oder BB-8 im Haushalt helfen lassen oder sie als neue Arbeitskollegen begrüßen. Wenn man aber die Laufzeit moderner Akkus bedenkt, muss man vorerst wohl noch keine Angst davor haben, dass Roboter bald die Weltherrschaft an sich reißen werden.

Man sieht den Roboter Wall-E aus dem gleichnamigen Disney-Film mit einer Pflanze in der Roboterhand.
© 3888952/pixabay.com | Wall-E bei der Arbeit

3. Von Augmented Reality bis Virtual Reality

Virtual Reality wird immer beliebter und findet immer mehr Anwendungen. Ein großer Beweis dafür war die unfassbar hohe Popularität des Augmented-Reality-Spieles Pokémon GO. Grundsätzlich geht es darum die kultigen Tierchen aus den Pokémon-Universum per App in der echten Welt sehen und fangen zu können und sie dann gegeneinander kämpfen zu lassen. Mit dem Release der App brach ein Hype aus, mit dem keiner gerechnet hätte. Ein positiver Nebeneffekt war, dass viele junge Menschen wieder signifikant mehr Zeit an der frischen Luft und mit Bewegung verbracht haben.

Bei Virtual Reality geht es um eine Darstellung einer computergenerierten Realität, die gleichzeitig mit der 'wahrhaftigen' Realität wahrgenommen wird. Die virtuelle Umgebung wird in Echtzeit erschaffen und zeichnet sich oft durch Interaktivität aus. Um vor den Augen der Menschen eine virtuelle Realität erscheinen lassen zu können werden spezielle Ausgabegeräte wie VR-Brillen benötigt.

Ein anderes Beispiel für den großen Anstieg des Interesses an VR war, dass eine Cyber-Sex-Messe in Tokio aufgrund des wahnsinnig hohen Ansturms an Besuchern kurzerhand abgesagt werden musste.

Wien als Virtual Reality Vorreiter in Europa

Wer sich die Vorteile von VR einmal selbst in Ruhe ansehen will, kann das in Wien auf gemütliche Art und Weise tun – in Europas erstem Virtual-Reality Café im 7. Wiener Gemeindebezirk. Hinter dem Namen Vrei finden sich laut eigener Angabe VR Enthusiasten, deren Ziel es ist der innovativen Technologie zu mehr Bekanntheit zu verhelfen und „ein neues VReizeitangebot zu bieten“.

Angeboten werden neben Speis und Trank verschiedene Ausführungen von VR – laut Website etwa PlayStation VR von Sony oder den Gear VR von Drei, welche gratis ausprobiert werden können – und viele, viele Spiele, die gegen ein Entgelt gespielt werden können. Und wie lässt sich die Zukunft angenehmer erschnuppern als mit einem Kaffee und einem Blaubeer-Muffin oder – alternativ – einem Kaiserspritzer.

Auch in der SCS kann man seit Ende des letzten Jahres mal was Neues versuchen – in der VR-Spielhalle VR Adventures, die mit mehreren Attraktionen aufwarten kann. Entscheidet man sich für ‚Flying Superhero‘ kann man sich wie Superman durch den Luftraum von Las Vegas manövrieren. Als grusligere Alternative dazu wird ‚House of Horror‘ genannt. Bei diesem Spiel wird man virtuell in einem verwunschenen Haus ausgesetzt, wo man dann den Ausgang finden muss. Mehr Informationen und weitere Attraktionen können auf der Website des Unternehmens eingesehen werden.. 

4. 3D-Drucker für jedermann

Grundsätzlich wäre es schon seit längerer Zeit möglich gewesen, sich einen dieser Drucker für den Heimgebrauch anzuschaffen – wäre da nicht das Problem mit den hohen Kosten dafür. Jedoch kann beobachtet werden, dass die Preise dafür kontinuierlich fallen und sich langsam aber sicher in einer leistbaren Preisklasse vorfinden. Starter-Kits beispielsweise können  derzeit ab circa 300 Euro erworben werden.

Eine Variante namens ‚101 Hero‘ startet bereits ab einem Verkaufspreis von 99 US-Dollar. Erhältlich sind diese technischen Wunderwerke in speziellen Shops für 3D-Drucker aber auch bei quasi allen gängigen Ketten der Elektronikindustrie.

Aber was genau kann man mit den Druckern anfangen? Beim 3D-Druck werden die gedruckten Gegenstände schichtenweise in eine dreidimensionale Form gebracht. Dieser Vorgang funktioniert computergesteuert. Gedruckt wird meist aus Kunststoffen, Kunstharzen, Keramiken und Metallen, welche durch physikalische und chemische Schmelz- und Härtungsprozesse in die gewünschte Form gebracht werden.

Zu Hause oder drucken lassen

Die Möglichkeiten sind auch für den Heimgebrauch schier unerschöpflich, obwohl man für sehr komplexe, belastbare Werkstücke einen professionelleren Drucker brauchen würde. Für kleine Spielzeuge oder etwa Zahnputzbecher kann ein vergleichsweise günstiger Drucker jedoch vollkommen ausreichen.

Wenn man sich aber ein komplizierteres Stück ausgesucht hat, kann man das Objekt der Begierde auch in sogenannten FabLabs ausdrucken und sich nach Hause liefern lassen. Österreichs erstes FabLab trägt den Namen Happylab und befindet sich seit dem Jahr 2010 in 1020 Wien. Wer sich für die Produktionstechniken vor Ort interessiert, kann jeden Mittwoch um 19:00 an einer Führung teilnehmen und sich ansehen, wie diverse Projekte mithilfe von Lasercutter, 3D Drucker, CNC-Fräse und Vinylplotter realisiert werden. Eine weitere Filiale von Happylab wurde 2014 in Salzburg eröffnet.

Um eine Idee zu einem Druck zu machen kann man diverse Online-Dienste nutzen. Im Normalfall reicht auch eine einfache Webcam in Verbindung mit der richtigen Software um ein Objekt in eine Datei umzuwandeln, die man in weiterer Folge ausdrucken kann.

Wichtig zu wissen  ist, dass auch in diesem Fall das Urheberrecht gilt. Patentrechte und ähnliches sind aber nur im kommerziellen Gebrauch zu beachten.

Fortsetzung folgt

Man kann davon ausgehen, dass die Wirtschaft und Forschung in den erwähnten Bereichen weiter wächst und gedeiht und sich immer mehr smarte Technologie in unseren Alltag manifestieren werden. Durch innovative Visionen rücken immer mehr Anwendungen in den Bereich des Möglichen. Der Video-On-Demand-Anbieter Netflix plant künftig seine Kunden über die Handlung in den konsumierten Serien und Filmen entscheiden zu lassen. Ein Projekt unter dem Namen Copernicus macht hochauflösende Bilder aus dem Weltall für jedermann zugänglich. Der berühmte Nachrichtensender CNN will sogar ein Team aus Spezialisten zusammenstellen um die News im VR-Format ausstrahlen zu können.

Veränderung liegt in der Luft und viele spannende Dinge warten bereits jetzt darauf entdeckt zu werden. Aber wer kann schon wissen, was die Zukunft noch für uns bereit hält? 

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