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Ruth Kainberger
Tennis Text: Ruth Kainberger

US Open

Die US Open sind das letzte Grand Slam Turnier der Saison. Ausgetragen im New Yorker Stadtteil Queens im legendären Flushing Meadow Park. Von Ende August bis Anfang September wird auf einem speziellen Hartplatz um den Grand Slam gerungen.

Ein Tennisspieler mit gelbem Shirt, schwarzen Shorts und weißen Schuhe häkt seinen Schläger
© Scott Klettke | Armenischer Tennisspieler Sargis Sargsian beim US Open

Tradition in den USA

Das zweitälteste Sportfestival der Vereinigten Staaten ist gleichzeitig der vierte und letzte Grand Slam des Tennisjahres. Obwohl die Historie des US Open bis ins Jahr 1881 zurückgeht, wurde der Wettkampf erst seit 1968 mit Beginn der `Open Era´ - die Zulassung professioneller Spieler zu den Turnieren – in der heutigen Form ausgetragen. Bisher dienten neun verschiedene Spielstätten als Austragungsort, aktuell wird dieser Grand Slam im New Yorker Stadtteil Queens ausgespielt.

Eine jährlich ansteigende Zuschauerzahl, die unter allen Grand Slam-Turnieren ihresgleichen sucht, sowie das größte Tennisstadion der Welt sprechen eine klare Sprache – das US Open steht trotz kalendarisch spätestem Austragungszeitpunkt den anderen Bewerben um nichts nach. Die technisch topausgestattete Spielstätte, situiert im großräumigen `Flushing Meadow Park´ ist bekannt für brillante Fernsehübertragungen und seit 2006 für das sogenannte `Hawk Eye´-System, bei welchem die Profis strittige Bälle nahe der Outline mittels speziellen Hochgeschwindigkeitskameras überprüfen lassen können.

Bei den 130. US Open im Jahr 2011 wurde pro Einzel-Sieger ein Preisgeld von 1,8 Millionen US-Dollar ausbezahlt, zusätzlich gab es für die Gewinner 2000 WTA/ATP Punkte zu holen. Die Menge an Zusehern bewegte sich in den letzten Jahren übrigens rund um die 720.000, wobei diese Wertung nur für bezahlte Tickets gilt. Außerdem sind die Fans in Amerika für eine besonders enthusiastische Atmosphäre bekannt, die Schiedsrichterweisungen werden dabei teilweise einfach mit Jubel übergangen.

Austragungszeitpunkt

Ende August bis Anfang September, die Turnierdauer beträgt zwei Wochen

Bodenbelag
Bei den US Open wurde seit 1881 der Untergrund schon dreimal verändert – beinahe 100 Jahre wurde auf Rasen gespielt, danach diente für drei Grand Slams grüner Sand als Spielfläche. Von 1978 bis heute ist der Hartplatzbelag `Deco Turf´ im Einsatz, welcher schnellere Spielzüge ermöglicht und vermindertes Sprungverhalten des Balls als Charakteristikum hat.

USTA Billie Jean King National Tennis Center

Dieser Name steht für das großräumigste Tennisareal der Welt, welches sich im erwähnten `Flushing Meadow Park´ befindet. Im August 1978 eröffnet, umfasst das Gelände beinahe 17 Hektar mit 22 Courts, inklusive drei Stadien mit enormen Fassungsvermögen. Dazu runden Fitnesscenter, Unterrichtsräume, Tennisshop, Museum und weitere Einrichtungen das exklusive Angebot ab. Dementsprechend werden im Billie Jean National Center neben den US Open jährlich zahlreiche Meisterschaften und Turniere ausgetragen. Die vielen Renovierungen lassen auch in punkto Modernität keine Wünsche unerfüllt: Ende der 1990er wurden die Kapazitäten der Stadien in einer vierjährigen Umbauphase erweitert,  2008 die Indoor-Hallen eröffnet und im Jahr 2012 soll der technisch herausragende neue Court No.17 eingeweiht werden.

Arthur Ashe Stadion

Das größte Tennisstadium der Welt wurde 1997 eröffnet, die Baukosten betrugen exorbitante 254 Millionen Dollar. Im Inneren finden genau 22.547 Zuseher Platz, was natürlich bei den Finalpartien der US Open für eine legendäre Stimmung sorgt. Für betuchte Fans stehen Luxussitzgruppen und fünf Restaurants zur Verfügung. Neben dem fast schon obligatorischen `Hawk-Eye´-System kann die Arena auch für Basketball oder gar Volleyballspiele umgebaut werden. Allerdings wurde das Fehlen eines elektrischen Daches ob der unberechenbaren Windsituation am Court und der Regengefahr oftmals kritisiert.

Louis Armstrong Stadion

Ursprünglich im Jahr 1964 für eine Weltausstellung in New York erbaut, diente das Stadion ab 1978 – nach umfangreichem Ausbau – mit einem Fassungsvermögen von 18.000 Personen als Hauptcourt für die US Open. Zeitgleich mit der Aufstockung des Arthur Ashe Stadions wurden die Tribünenplätze der Louis Armstrong Spielstätte jedoch auf die heute noch bestehenden 10.200 Sitze reduziert. 

Grandstand

Direkt an das Louis Armstrong Stadion angeschlossen befindet sich der sogenannte Grandstand. Dies ist der Name der drittgrößten Tennisarena der US Open mit einer Kapazität von immerhin 6.000 Zuschauern.


Seit 2005 wurde der Belag aller Courts im Billie Jean King National Center innerhalb der Linienbegrenzungen blau eingefärbt, der gesamte äußere Bereich verbleibt für einen besseren Kontrast in hellem Grün. Zudem sind einige Tennisplätze der US Open mit Flutlicht ausgestattet, was auch die Spielaustragung bei Nacht ermöglicht.

Grand Slam Tickets

Neben allerhand Touristen-Packages mit New York Sightseeing und inkludierter Logis in Hotels, gibt es für Tennisbegeisterte viele verschiedene Kategorien und Preisklassen. Von Gruppenermäßigungen über Eintrittskarten für alle 26 Spiele der US Open angefangen, gibt es die Tickets für einzelne Partien zwischen 30 $ und knapp 500 $. Um doch noch Einlass in die rasch überbuchten Stadien zu finden, gibt es im Internet eine Tauschbörse für Eintrittskarten - die verlangten Geldsummen sind aber oft  um Vielfaches höher, als der ursprüngliche Nennwert im Ticketverkauf.


Infos zum Ticketverkauf unter:

-    www.usopen.org/Tickets/Individual_Tickets/
-    www.ticketexchangebyticketmaster.com/USTA/us-open-tennis-tickets/
-    www.ticketmaster.com/US-Open-tickets/artist/807197

Fernsehübertragung

In den USA wird die Liveübertragung im TV auf den Sendern ESPN, sowie CBS Sports und dem Tennis Channel angeboten. Fans aus Europa können den Wettkampf hauptsächlich über Eurosport, BBC und einen Live-Stream im Internet mitverfolgen. Dadurch gelten die US Open gemeinhin als medial perfekt vernetztes Grand Slam Turnier.

Grand Slam Gewinner 2011

In den finalen Begegnungen bei den 130. US Open 2011 gab es bei den Herren-Einzel keine Überraschungen. Im Finale standen sich Rafael Nadal und Novak Djokovic gegenüber, letzterer konnte sich seinen dritten Grand Slam, nach dem Sieg bei den French Open und Australian Open im laufenden Tennisjahr sichern.

Bei den Damen hingegen gab es eine Sensation, als die Favoritin Serena Williams von der Australierin Samantha Stosur innerhalb von nur einer Stunde Spieldauer besiegt wurde. Im Herren-Doppel konnte sich der Österreicher Jürgen Melzer gemeinsam mit dem deutschen Philipp Petzschner – mit dem er schon 2010 in Wimbledon triumphierte – den Titel sichern.

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