1. Stadt Wien
  2. Freizeit
  3. Sport
Mehr Freizeit
Artikel teilen
Kommentieren
Ruth Kainberger
Ski WM Schladming 2013 Text: Ruth Kainberger

Schladming

Schladming ist Austragungsort der Alpine Ski-WM 2013, vom 4. bis 17. Februar. Schladming hat nicht nur mit der Planai und den umliegenden Skigebieten Hochwurzen, Hauser-Kaibling und Reiteralm ein Skigebiet der Sonderklasse anzubieten, sondern auch im Sommer ist die Region für Wanderer, Bergsteiger, Mountainbiker, kulinarische Genieser und Erholugssuchende ein heißer Tipp. Neu in Schladming ist das ökologisch nachhaltig geplante Kongresszentrum. stadt-wien.at war zu Besuch in der Region und hat bei Bürgermeister Jürgen Winter nachgefragt.

Schladming

Die Urlaubsregion Schladming erfreut sich seit über 100 Jahren größter Beliebtheit. Im Sommer gibt es den Schladminger Kultursommer mit einem erlesenen Programm von klassischer Musik bis zur Volksmusik, Literatur und bildenden Kunst. Wanderregionen laden ein die Natur zu spüren und zu erleben.


Die Stadt der Begegnung bietet aber auch viel Sportliches und als Wintersportort ist Schladming weltbekannt. Ski-Weltcuprennen, die Special Olymics Weltwinterspiele 2017 und nun die Ski WM 2013. Ein Grund für Ralf Ehrgott von stadt-wien.at dieser wunderschönen Region einen Besuch abzustatten und bei dieser Gelegenheit ein Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Winter zu führen.

stadt- wien.at zu Gast bei Bürgermeister Jürgen Winter:

Die Ski WM 2013 steht vor der Tür, ich befinde mich in Schladming bei Bürgermeister Jürgen Winter. Herr Winter, Sie sind Schladmings Bürgermeister mit einer absoluten Mehrheit, das heißt mit 13 Mandataren. War diese politische Ausgangssituation hilfreich für die Bewerbung zur Ski WM?

Jürgen Winter: Das Besondere im Vorfeld war, dass wir die Bevölkerung immer mit eingebunden haben. Mit Befragungen und Zustimmungen im Bereich von neunzig bis fünfundneunzig Prozent. Durch diese Rückmeldungen kam es im Gemeinderat mit den 5fünf politischen Parteien immer zu einstimmigen Beschlüssen bzw. Abstimmungen.

stadt-wien.at:
Was war ausschlagend für die Zusage Schladming als Austragungsort der WM zu wählen?

Jürgen Winter: Das muss man ganz nüchtern sehen. Die Verantwortlichen des österreichischen Schiverbands, an der Spitze mit Peter Schröcksnadel, haben hier eine gute Vorarbeit geleistet und mit dieser Entscheidung hat sich der FIS Vorstand schon etwas überlegt. Es hat nicht auf Anhieb geklappt, wir bewarben uns ja schon früher – aber 2013 ist es jetzt soweit.

stadt-wien.at: Was bietet Schladming was andere Regionen nicht bietet? Gibt es hier Faktoren?

Jürgen Winter: Zwischen dem Semmering und dem Arlberg gibt es doch einige Destinationen die durchaus in der Lage wären eine WM durchzuführen, aber der österreichische Schiverband hat sich unter anderem deswegen für Schladming entschieden, weil wir ein gutes Paket bieten. Das wird auch halten und funktionieren und wir haben Erfahrungen vorzuweisen, wie zum Beispiel den 8er Lauf. Diesen führen wir seit 1997 durch, mit ca. 50.000 Zusehern. Fürs funktionieren hat der örtliche Schiverein in Symbiose mit der Planaibahn vieles dazu beigetragen. Das heißt wir haben Erfahrung, eine Stärke die uns für die WM gut rüstet.

stadt-wien.at: Was haben Sie persönlich dazu beigetragen?

Jürgen Winter: Natürlich ist da der Bürgermeister gefordert. Zum Beispiel die Damenrennen, diese sollten in einen gemeinsamen Zielsack mit den Herrenrennen einmünden. Für die Gemeinde war hier im Vorfeld ein großer Kraftakt notwendig, wo wir aber wussten, wenn das nicht klappt können wir die WM vergessen. Somit war das für mich als Bürgermeister meine erste große Herausforderung. Somit eine Verbauung des Trenkenbaches im unmittelbaren Zielbereich, hier musste der Platz geschaffen werden um die nötige Breite vorweisen zu können. Heute ist das Geschichte, aber im Vorfeld hat es Kosten von 2,8 Millionen Euro gegeben ohne zu wissen, ob wir die WM wirklich bekommen. Damit einhergehend wurde auch die Sicherheit für die Menschen vor Ort erhöht. Somit haben sich Einsatz und Risiko gelohnt.

stadt-wien.at: Wie hoch ist das gesamte Investitionsvolumen für die Ski WM?

Jürgen Winter: Unmittelbar im Zusammenhang mit der alpinen Ski WM kann man es schwer sagen. Aber mittelbar sind seit dem Zuschlag 400 Millionen Euro investiert worden. Mehr als die Hälfte aus privater Hand, der Rest 180 – 190 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln. Für die Schi WM ist am Berg natürlich viel passiert, hohe Investitionen mit knapp 70 Millionen Euro bei der Planai Bahn und die Stadtgemeinde Schladming allein mit der Abwasserversorgung, mit ca. 20 Millionen Euro. Das sind natürlich langfristige Investitionen. Auf jeden Fall wurde von öffentlichen Mitteln für kurzfristige Investitionen nichts ausgegeben, das liegt im Bereich des ÖSV.

stadt-wien.at: In der letzten Saison hat Schladming einen neuen Rekord erzielt mit über 390.000 Nächtigungen. Hoffen Sie mit der WM dieses Ergebnis noch dopen zu können?

Jürgen Winter: Die alpine Ski WM 2013 ist in erster Linie eine sehr gute Marketingmöglichkeit. Im Winter 2012/2013 werden wir trotz neuer Betten wohl keinen neuen Rekord aufstellen, aber langfristig gesehen wird es gelingen die Nächtigungen weiter nach oben schrauben zu können.
Davon bin ich überzeugt. Die Destination ist interessant, durch die WM wird sie in Europa und der ganzen Welt noch bekannter werden. Mit den neuen Hotels und der sehr guten bestehenden Hotelerie wird Schladming einen weiteren Aufstieg erleben.

stadt-wien.at: Schladming hat ca. 4.500 Einwohner, wie viele Gästebetten?

Jürgen Winter: Nach dem Ausbau, bieten wir jetzt ca. 5.000 Gästebetten an.

stadt-wien.at: Nächster wichtiger Termin: 2017, Special Olympics in Schladming. Profitieren sie hier von den Investitionen für die alpine Ski WM? Ein Vorteil?

Jürgen Winter: Ja, der Vorteil liegt auf der Hand. Wir haben uns vorgenommen, dass wir nach 2013 nicht abfallen werden. Einen Höhepunkt kann man meist nicht überschreiten und mit den Special Olympics hatten wir 1993 schon sehr gute Erfahrungen, es waren die ersten die außerhalb der vereinigten Staaten in Schladming und Salzburg durchgeführt wurden.
Für 2017 arbeiten wir dann mit der Landeshauptstadt Graz zusammen. Im Vorfeld war ich selbst in Panama um dem Vorstand unsere Region zu präsentieren, was positiv gelungen ist. Damit hab  ich natürlich eine Riesenfreude.
Es ist eine Fortführung des Eventgedanken, mindestens alle 5 Jahre eine internationale bedeutsame Veranstaltung durchzuführen und in den Köpfen der Menschen weiter verankert zu bleiben.

stadt-wien.at: Hat sich Arnold Schwarzenegger schon angesagt?

Jürgen Winter: Arnold Schwarzenegger  ist schon seit 15 Jahren Ehrenringträger der Stadt Schladming. Er hat viele Freunde hier und hat sich 1993 als Ehrenpräsident der Special Olympics sehr verdient gemacht. Ich bin sicher wir sehen ihn auch schon früher. Im Herbst zum Wandern und dann natürlich bei der Eröffnung der alpinen Ski WM am 4.Februar 2013.


stadt-wien.at: Herr Bürgermeister Winter, noch einmal zurückkommend zur Ski WM 2013, was bietet Schladming den Gästen im speziellen an?

Jürgen Winter: Der klassische Urlaubsgast und WM Zaungast wird die steirische Herzlichkeit spüren, die Regionen der Steiermark wird er am Hauptplatz kennen lernen. Mit unserem vor Ort befindlichen Tourismusverband Schladming - Rohrmoos und auch der steirischen Tourismusgesellschaft werden wir unser Heimatland bestmöglich in Szene setzen und darüber hinaus auch ganz Österreich. Ebenso natürlich auch bei der Eröffnung, zwar ein internationales Event, die Wurzeln der Austragungsstätte sollen allerdings seh – und spürbar sein.
Zusätzlich gibt es natürlich weitere Attraktionen um das Vergnügen und Urlaubsfeeling in der Steiermark auf allen Ebenen genießen zu können. Im Zentrum wird man sich nicht nur international, sondern auch österreichisch und lokal durchkosten können und es wird vieles zu erleben geben.

stadt-wien.at:
Wo wird sich Schladming in Zukunft positionieren? Welche Visionen?

Jürgen Winter:
Wir haben eine Gesellschaft gegründet, diese nennt sich 2030 GmbH, mit dem Ziel für die Zukunft das Beste aus der WM mitnehmen. Viele Projekte haben wir schon auf den Weg gebracht und unsere Stärken sollen uns unter die ersten 5 Jahresdestinationen in Europa bringen. Das werden wir auch schaffen!

Weitere Informationen

Schladming Dachstein

Schladming Planai

Skigebiet Planai Hochwurzen

 

 Apres Ski in Schladming

http://www.planai.at/

www.planai.at

email: office@planai.at

Tel: 43(0)3687-22042

Live dabei in
S K I   A M A D È

Infos unter www.skiamade.com
Tel.: +43 3687 22042
Fax: +43 3687 22042-202

 


Schneeberichte Österreich
Schneeberichte: aktuell aus allen Bundesländern
Schneeberichte Kärnten
Schneeberichte Niederösterreich
Schneeberichte Oberösterreich
Schneeberichte Salzburg
Schneeberichte Steiermark
Schneeberichte Tirol
Schneeberichte Vorarlberg

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Freizeit