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Radfahren Text: Katharina Widholm

Sicher Fahrradfahren: So kommen Sie unbeschadet von A nach B

Um von A nach B zu kommen, ist das Fahhrad in Wien ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Hier erfahren Sie, was Sie beim Fahhradfahren beachten müssen, um Ihre Sicherheit nicht zu gefährden, welche Schutzbekleidung es gibt und wie Sie sich im Straßenverkehr am besten verhalten.

Bild von Mountainbike
© Pixabay.com | auch Mountainbikes müssen über entsprechende Sicherheitsvorrichtungen Verfügen

In einer Großstadt wie Wien ist das Fahrrad ein ideales Fortbewegungsmittel, um flott und unabhängig von A nach B zu kommen. Doch da es in Wien jedes Jahr mehre hundert Radfahrer gibt, die in Unfälle verwickelt sind, ist man gut damit beraten, einige wichtige Sicherheitsregeln einzuhalten. Um sich sicher auf zwei Rädern fortzubewegen, gibt es mehrere Hilfsmitteln:

  • Geeignete Bekleidung
  • Vorrichtungen am Fahrrad
  • Richtiges Verhalten im Straßenverkehr

Wenn Sie diese Punkte kennen und anwenden, so ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass Sie auch zukünftig unfallfrei durch Wien fahren und nicht Gefahr laufen, irgendwann einmal selbst in einer Unfallstatistik aufzuscheinen.

Maßnahme Nr.1: Ideale Bekleidung

Bevor man sich auf den Sattel schwingt, sollte man darauf achten, passend gekleidet zu sein. 

Wenn sie diese Gebote beachten, sind Sie auf der sicheren Seite:

Oberstes Prinzip: Helm aufsetzen!

Das Tragen eines Fahrradhelmes is die erste und wichtigste Regel. Dieser schützt Sie vor Kopfverletzungen. Laut ÖAMTC kann ein passender Fahrradhelm das Risiko von Kopfverletzungen um 85% verringern. Da es relativ häufig zu Stürzen kommt, sollten Sie auf keinen Fall darauf verzichten. Bei der Anschaffung sollten Sie darauf achten, dass er richtig sitzt. Weiterhin sollten Sie sich beim Kauf erkundigen, ob der Helm über eine gute Dämpfung verfügt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann für eine bessere Sichtbarkeit auch Reflektoren anbringen.

Wichtig: Wenn Sie einmal gestürzt sind und der Helm schlimmeres verhindern konnte, so dürfen Sie diesen nicht weiter verwenden sondern müssen sich einen neuen anschaffen.

Achten Sie auf die richtige Kleidung

Wenn Sie auf dem Fahrrad sitzen, sollten Sie darauf achten, dass Sie geeignete Kleidung anhaben. Weites und flatterndes Gewand sollten Sie eher vermeiden, da sich so der Stoff in den Speichen verfangen kann und die Sturzgefahr dadurch erhöht wird. Auch bei den Schuhen sollten Sie darauf achten, dass die Sohlen rutschfest sind und keine hohen Absätze haben. Helle Kleidung ist besser sichtbar als dunklere.

Ideal: Kleidung mit Reflektorstreifen

Es gibt Kleidung, wie etwa Jacken, an denen Reflektorsteifen angebracht sind. Damit ist eine zusätzliche Sichtbarkeit während der Dämmerung, der Nacht und generell schlechten Witterungsverhältnissen gegeben.

Maßnahme Nr.2: Richtiges Verhalten im Straßenverkehr

Oberste Priorität nimmt im Straßenverkehr ein angemessenes Verhalten ein. Als Fahrradfahrer muss man unbedingt folgende Punkte beachten und ausführen:

  • Wenn möglich, die markierten Fahhradwege benutzen
  • Deutliche Handzeichen geben, wenn man abbiegt
  • Vorrangregeln beachten
  • Geschwindigkeit den anderen Verkehrsteilnehmern anpassen
  • Langsam auf eine Kreuzung zufahren
  • Sicherheitsabstand zu Autos halten
  • In der Nähe von Fußgängern eher langsam fahren

Maßnahme Nr.3: Ausstattung des Fahrrads

Auch bestimmte Vorrichtungen, die direkt am Fahrrad selbst angebracht sind, sind unabdingbar, um sich unfallfrei den Weg durch die Stadt zu bahnen.

Viele Fahrradtypen, wie etwa Citybikes, Rennräder, Elektrofahrräder oder Mountainbikes müssen oft zusätzlich aufgerüstet werden, weil Sie beim Kauf nicht mit entprechenden Gerätschaften ausgestattet sind, wie etwa Licht oder Klingeln. Daher sollte man als Besitzer vor der Inbetriebnahme entsprechende Vorkehrungen treffen, um das Fahrzeug verkehrssicher zu machen.

Sollten Sie kein eigenes Fahrrad besitzen, stellt die Stadt Wien voll ausgestattete und überprüfte Fahrräder zur Verfügung: die City Bikes!

Folgende Ausrüstung ist für die Sicherheit unabdingbar:

Licht

Insbsondere wenn man nachts unterwegs ist, aber auch bei schlechten Witterungsverhältnissen, ist ein Scheinwerfer an der Vorderseite des Fahrzeugs, meistens mit Dynamoantrieb unabdingbar.

Fahrradklingel

Die Klingel ist äußerst nützlich, um auf sich aufmerksam zu machen, etwa wenn es um Fußgänger geht, die sich auf den Fahrradweg verirrt haben

Rückspiegel

Dies ist zwar ein optionales Feature, das nur selten direkt beim Kauf am Fahrrad montiert ist, trägt jedoch ungemein dazu bei, etwaige Sicherheitsrisikos zu minimieren. Denn so kann man etwaige Gefahrenquellen rechtzeitig erkennen, die sich von hinten nähern.

Reflektoren

Um für andere Verkehrsteilnehmer bei jedem Wind und Wetter gut sichtbar zu sein, sollten an bestimmten Stellen des Fahrrads Reflektoren angebracht sein. Diese sollten folgendermaßen positioniert sein:

  • Vorne: Idealerweiße sollte zusätzlich zum Scheinwerfer direkt unter dem Lenker noch ein Reflektor angebracht sein
  • Hinten: Auf der Rückseite des Fahrrads ist ein Rückstrahler ebenfalls unabdingbar, idealerweise sind es zwei an der Zahl, einer, der direkt am Gepäckträger angebracht ist und einer am Rahmen. In der Regel sind diese rot.
  • An den Speichen: Speichenreflektoren sollten mindestens vier vorhandenden sein, je zwei am Vorder- und zwei am Hinterrad.
  • An den Pedalen: An den Pedalen sollten ebenfalls Reflektoren angebracht sein.

Wenn Sie diese Tipps beachten, steht einer vergnüglichen Radfahrt durch Österreich nichts mehr im Wege!

Nicht nur das Radfahren, auch das Laufen ist ein großartiger Ausgleich für den sitzenden Alltag - probieren Sie doch einmal einen Wiener Orientierungslauf! Macht Spaß und hält fit!

Mehr über den Fitnessaspekt des Radfahrens und alles rund um die Radwege und -strecken in und um Wien finden Sie natürlich hier:

Radfahren in Wien

oder finden Sie hier alle notwendigen Infos über das U-Bahn-Netz in Wien:

U-Bahnen in Wien

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weitere Meinungen

Da hier einige Informationen unreflektiert weitergegeben werden fühle ich mich verpflichtet den Beitrag zu relativieren.

ad 1 Helm) Der Fahrradhelm ist sinnvoll um schwere Kopfverletzungen mildern zu können, man hat dann eben nur eine leichte Kopfverletzung. Das das Risiko von Kopfverletzungen um 85% verringert wird ist einfach falsch, hier ist aber vermutlich der ÖAMTC auch der falsche Ansprechpartner. Ob ein Helm wichtig ist oder nicht, darüber lässt sich streiten. Das innere Gefühl sagt JA, die Unfallstatistik sagt aber NEIN, denn es ist im Auto bei gleicher Kilometerleistung deutlich wahrscheinlicher, dass ein Helm vor schweren Kopfverletzungen schützt.

ad 1 Reflektierende Kleidung) Das ist auch nicht falsch, aber man muss vorsichtig sein. Es ist nicht die Aufgabe eines Fußgängers und Radfahrers sich sichtbar zu kleiden. Wer möchte, gerne, aber richtiger wäre von Verkehrsteilnehmern angepasstes Fahren zu verlangen.

ad 2 Radwege) Radfahranlagen ist das gesuchte Wort für die Benützungspflicht. Damit ein Radweg gültig ist, muss er beschildert sein (ob er markiert ist ist nebensächlich und rechtlich komplett irrelevant), Radfahrstreifen befinden sich auf der Straße und sind mit VOrsicht zu genießen (siehe Sicherheitsabstand zu parkenden Autos - oft hebt sich damit die Benützungspflicht auf den schmalen Streifen sogar implizit auf).

ad 2 Handzeichen) Zu Handzeichen möchte ich nur hinzufügen, dass diese VOR dem Bremsvorgang zu geben sind. Beim Bremsen vorm abbiegen immer beide Hände am Lenker.

ad 2 Kreuzung) Langsam auf Kreuzungen zufahren: JA, aber nur auf ungeregelte. Geregelte Kreuzungen dürfen (bei Grün natürlich nur) mit höherer Geschwindigkeit überfahren werden (hier gilt auf Radfahrüberfahrten auch die 10km/h-Annäherungsregel NICHT).

ad 2 Sicherheitsabstand) Sicherheitsabstand ist generell einzuhalten: zu parkenden und fahrenden Autos sowie auch zu Fußgängern und beim Überholen anderer Radfahrer und Autos. Auch als Radfahrer im Zweifel mehr (+1-1,5m) als weniger - dann macht man nichts falsch. Zu viel Sicherheitsabstand ist nie falsch, im Gegenteil.

ad 3 Licht) Bei Dunkelheit und schlechter Sicht ist nicht nur ein weißes nicht-blinkendes(!) Licht vorne sondern auch ein rotes (optional blinkendes) Licht hinten notwendig. Über die Helligkeit sagt das Gesetz wenig Brauchbares aus, beim Scheinwerfer vorne sollte man darauf achten, dass er leicht nach unten leuchtet und den Gegenverkehr nicht blendet. Licht ist übrigens nur auf der Fahrbahn vorgeschrieben. Juristisch wird der Radweg oft aber nicht als Fahrbahn behandelt, das heißt: am Radweg selbst ist die auf der Fahrbahn vorgeschrieben Ausrüstung nicht notwendig (auch kein Licht). Da man einerseits nie nur auf Radwegen unterwegs ist sondern immer wieder Straßen quert, Radfahrstreifen nutzt, und ähnliches, ist ein Licht dennoch zu empfehlen.

ad 3 Klingel) Wer in Wien klingelt macht sich strafbar. Klingt komisch, ist es auch. Das in Wien gültige Hupverbot gilt genauso für Fahrradklingeln. Man muss eine bei sich haben um in brenzligen Situationen auf Gefahren aufmerksam machen zu können. Fußgänger aus dem Weg zu klingeln ist allerdings verboten und strafbar. Bremsen (oder rufen/schreien, das ist erlaubt) wäre das Mittel der Wahl.

ad 3 Rückspiegel) Der Rückspiegel ist sicher eine gute Wahl für jene die Probleme haben den Kopf zu drehen (ohne mitzulenken), oder auch faul sind. Rückspiegel sind (wie auch beim Auto) aber kein Heilmittel (nur Hilfsmittel). Man sieht oft genug, aber eigentlich weniger als man glaubt. Prinzipiell ist aber auch hier eher angebracht an die "Gefahrenquellen von hinten" zu appellieren. Denn es ist deren Aufgabe (ob das jetzt Rad oder Auto ist welches überholen möchte) für den davor fahrenden gar keine Gefahr darzustellen sondern Abstand halten und wenn, mit genügend Seitenabstand überholen.

ad 3 Reflektoren) Ein nach vorne weiß reflektierendes Material ist Pflicht (sogar die Mindestgröße ist definiert), ebenso wie ein rotes Material nach hinten. Das können Reflektoren sein, aber auch reflektierende Pickerl. Das Fehlen dieser reflektierenden Materialien kostet nicht wenig. Ebenso müssen die Pedale nach vorne und hinten reflektieren und auch die Reifen zur Seite. Allerdings müssen am Reifen keine Speichenreflektoren vorhanden sein. Auch andere reflektierende Dinge wie Stäbchen die man an den Speichen montieren kann sind erlaubt (Auch hier gibt es Mindestmaße). Immer mehr Reifen besitzen aber bereits selbst einen reflektierenden Streifen. Ist so einer vorhanden, dann muss an den Speichen selbst gar nichts reflektierendes mehr montiert werden (Achtung - selbst Polizisten achten auf solche Dinge nicht immer, leider - einfach darauf aufmerksam machen wenn beanstandet).

Was, weil schon kurz das Bremsen angesprochen wurde, die Sicherheit definitiv erhöht ist nicht nur selbstbewusstes Fahren in der Mitte des Fahrstreifens, sondern auch sicheres Bremsen. Gerade im Gefahrenfall ist eine Vollbremsung so fatal wie ungebremst weiterfahren da eine Vollbremsung häufig auch Sturzursache ist. Die bessere Bremswirkung wird mit der Vorderradbremse erzielt. Der Körper drückt beim Bremsvorgang nach vor weshalb die Haftung des Vorderreifens am Boden deutlich besser ist als hinten. Es empfiehlt sich dies an einem verkehrsarmen Stück Straße wirklich zu üben um ein Gefühl zu bekommen wie man bremst. Durch richtiges Bremsen lässt sich nicht nur der Bremsweg verringern (der übrigens bei geringen Geschwindigkeiten nicht deutlich kürzer ist als im Auto, bei hohen Geschwindigkeiten aber sogar merkbar länger) sondern sich auch Stürze vermeiden (zu viel hinten --> Hinterrad schlägt aus und führt zum Sturz, zu viel vorne --> Überschlag und Sturz).

, 19.04.2017 um 09:38

Handschuhe!
Wenn man fällt, fällt man immer auch auf die Handflächen, und mit einer Rißquetschwunde im Handteller, womöglich noch einem Steinchen (Rollsplitt!) drin, ist die Heimfahrt eine Tortur. Been there, done that - seitdem kein Meter ohne Radhandschuhe!

, 19.04.2017 um 08:17
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