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Radfahren Text: Wolfgang Winkelbauer

Radweg Wienfluss: der Wientalradweg

Eine Fahrt vom äußeren Westen Wiens bis in die Innenstadt. Hier lässt es sich sowohl als Fußgänger, als auch als Radfahrer genießen. Auf dem Wientalradweg, auch Radweg Wienfluss genannt, begegnet man einer Menge geschichtlicher und politischer Monumente. Ein Stopp lohnt sich, beispielsweise im Schlosspark von Schönbrunn oder am Naschmarkt. Der 13 Km lange Weg führt Sie über die Wienzeile bis hin zum Ring. Mehr Informationen dazu:

4 Radfahrer am Donaukanal
© wien.gv.at | Radweg Wiental

Start: Wienfluss
Ende: Ringstraße
Länge: ca. 13 km
Anstrengung: Leicht/Mittel
Highlights: Lainzer Tiergarten, Moser Villa, Schloss Schönbrunn, Naschmarkt


(1) Der Wienfluss
Der Wienfluss ist 34 km lang und aufgrund einer Überschwemmung im Jahre 1895 in einem "Betonbett" eingebaut.
Für Abenteurer gibt es eigene Wienflussführungen, die in den "Höhlen des Wienflusses" führen und die Kanalisation von Wien erklären.

(2) Lainzer Tiergarten
Der Lainzer Tiergarten ist mit einer Gesamtfläche  von 2.450 Hektar, ein öffentliches Naturschutzgebiet der besonderen Art. Neben jeglicher Art von Flora und Fauna finden sich auch Tierwildbestände wie Wildschweine, Hirsche,
Rehe, etc. wieder. Es gibt verschiedene Eingänge, einer davon befindet sich direkt am Radweg Wiental.

(3) Glasbrücke Hackinger Steg
Die Verbindung vom 13. Wiener Gemeindebezirk über den Wienfluss zum Bahnhof Hütteldorf. In den 60iger Jahren errichtet, wurde der Hackinger Steg
1994 von den Architekten Henke & Schreieck neu geplant. Ziel war es u.a. dem Radweg Wiental eine behindertengerechte Fuß- und Radwegverbindung zu schaffen.

(4) Moser Villa
Hans Moser war ein berühmter österreichischer Volksschauspieler. Seine Mimik und Gestik machten ihn schon in diversen Stummfilmen berühmt
aber erst beim Tonfilm konnte er seine ganze Originalität entfalten. Die Villa liegt direkt neben dem Radweg Wiental, in der Auhofstraße Nr. 76.

(5) Cafe Dommaye (Anna Strauss Platz)
Wiens berühmte Kaffeehauskultur geht Hand in Hand mit dem Café Dommayer, mit seiner über hundertjährigen Geschichte. Wer einen unvergesslichen Einblick in die Kaffeehauskultur haben möchte, sollte den Radweg Wiental kurz verlassen und sich durch die noble Einrichtung im Biedermeier-Stil beeindrucken lassen.

(6) Schloss Schönbrunn
Die Residenz der ehemaligen Kaiserin Maria Theresia.
Aus ihrer Zeit stammt auch der Großteil der Einrichtung, die sich noch immer im Schloss befindet. Jährlich besuchen etwa 1,5 Millionen TouristInnen das Schloss, der anliegende Park und seine Einrichtungen (Gloriette, Palmenhaus) werden von ca. 5,2 Millionen jährlich besucht.
1996 erklärte die UNESCO das Schloss und seine Gärten zum Weltkulturerbe.

(7) Stationsgebäude Otto Wagner
Der Radweg Wiental führt auch zu dem Stationsgebäude des vielleicht berühmtesten Architekten und Stadtplaner der Jahrhundertwende, Otto Koloman Wagner. Zahlreiche Gebäude, zuerst im Stil des Historismus, später Secession, prägen noch heute das Wiener Stadtbild. Die noch erhaltenen Stationsgebäude sind originalgetreu restauriert.

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(8) Otto Wagner Brücke
Der Radweg Wiental bringt sie auch zum Gesamtkunstwerk von Otto Wagner, der „Wiener Stadtbahn“. Die 112 Meter lange Brücke, die das Wiental überquert und den 12. mit dem 15. Bezirk verbindet ist ebenfalls direkt mit dem Radweg Wiental verbunden.

(9) Margaritensteg
Der von der Stadt errichtete Margaritensteg stellt seit 2005 eine Verbindung zwischen dem 5. und 6. Bezirk her. Damit können Benutzer des Radwegs Wiental barrierefrei von der Hamburger Straße zum Naschmarkt gelangen.

(10) Naschmarkt
Der Naschmarkt ist seit jeher eine Wiener Institution. Bereits im 16. Jahrhundert wurde am Ufer des Wienflusses Milch verkauft und Bauern boten ihr Gemüse zum Kauf an. Heute ist der Naschmarkt der größte und vielfältigste Markt in Wien.
Ein kurzer Stopp vom Radweg Wiental lohnt sich in jedem Fall. Am Wochenende findet auch immer ein großer Flohmarkt statt, der mittlerweile ebenso legendär ist, wie der Naschmarkt selbst.

(11) Wiener Ringstrasse
Das Ende des Radweg Wiental ist zugleich der Beginn des Radwegs am Ring. Hier finden sie die ältesten und prunkvollsten Gebäude Wiens, wie
das Parlament, die Universität, das Burgtheater oder die Hofburg. 

Der Westen und das Zentrum verbunden

Der Wientalradweg ist 13 Kilometer lang und man muss mit etwa einer Stunde Fahrzeit rechnen. Er verbindet den äussersten Westen der Stadt Wien mit der Stadtmitte und folgt dem Verlauf des Wienflusses. Dadurch grenzt er an sehr viele Bezirke an und ist ein sehr wichtiger Baustein des Radwegnetzes Wiens.

Die Fahrt beginnt in Purkersdorf und wird entlang des Wientalradwegs in südöstlicher Richtung fortgeführt. Dieser Radweg bringt den Radfahrer zuerst zur Wientalstraße und danach zur Auhofstraße. Es handelt sich dabei um die Westeinfahrt der Stadt Wien, also um die Verlängerung der Westautobahn. Den RadfahrerInnen ist hier ein eigener Bereich vorbehalten, mit dem man in Urlaubszeiten weit schneller unterwegs ist, als die im Stau steckenden Autos.

Das nächste Highlight auf der Fahrt in die Innenstadt ist das Schloss Schönbrunn. Es ist nach wie vor eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Nach Schönbrunn folgt der Radweg der Wienzeile und führt an der Mollardschule und dem Naschmarkt vorbei, bis man über die Babenbergerstraße zur Ringstraße gelangt, wo man die Anbindung zum Ring-Radweg vorfindet und die Fahrt fortsetzen kann.

Neue Anbindungen

Der Radweg Wienfluss ist, dank der vielen, neuen Anbindungen, bei (fast) jeder angrenzenden U-Bahn-Station (U4) zu erreichen. Die neuen Zugänge sind auch behindertengerecht als Rampen angelegt, sodass wirklich jeder den Radweg Wienfluss genießen kann. Denn, wie bereits erwähnt, ist der Radweg Wienfluss nicht nur Radweg, sondern auch Erholungszone für Fußgänger. Außerdem ist die Route an viele weitere Radwege angebunden. Diese Verbindungen haben auch einen pragmatischen Grund: Als Teil eines Fluchtwegekonzepts wurden die Verbindungen im Falle von Hochwasser ausgeführt.

Zugänge

Wir haben Ihnen vier Zugnge herausgesucht, die sich gut eignen um einen entspannenden Nachmittag am Radweg Wienfluss zu verbringen. Sowohl als Radfahrer, als auch als Fußgänger!

Hackinger Steg - Station der U4 - Ober St. Veit:

St. Veiter Brücke:
Anbindung über Steg zur Station U4 - Ober St. Veit

Verbindung zwischen Fleschgasse und Astgasse: Steg über den Wienfluss und Rampe zum Wienfluss-Radweg

Kennedybrücke:
Einbindung in den Hadikpark

Radgarage

In Vorraussicht wurden auch die neue Radgarage bei der Kennedybrücke eröffnet. Nicht weniger als 100 sichere, wetterfeste Abstellplätze mit Videoüberwachung stehen dem Radweg Wienfluss zur Verfügung.

Video
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weitere Meinungen

Ich habe mit Vergnügen den Wientalradweg für mich auch als Fußgängerin erobert.Der Weg von Unter ST.Veit bis Hietzing bietet die Möglichkeit sich ungefährdet zu bewegen und in kurzer Zeit mitten in Hietzing zu sein.
Leider ist mir aufgefallen, dass auf der ganzen Strecke kein einziger Papierkorb ist. Wenn man schon so einen Weg erschließt, kann man auf die notwendigen Vorkehrungen ihn auch sauber zu halten doch nicht verzichten.
Ich hoffe es werden die nötigen Schritte, dern Weg sauber zu halten ergriffen, auch gibt es keine Sackerl für den Hundekot, oder ist neben dem Wasser die Sauberkeit nicht so wichtig?
Traude

, 26.03.2012 um 10:11
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