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Sport Text: plo

Interview mit Victoria Max-Theurer

Victoria Max-Theurer beantwortet uns fragen zu ihrer Leidenschaft, dem Dressurreiten. Sie erzählt uns wie sie beeinflusst wurde, wer ihre Vorbilder sind und was Erfolg für sie bedeutet. Hier gibt es das Interview.

Der Kopf einer Frau von hinten, vor ihrem gesattelten Pferd
© Michael Rzepa | Viktoria Max-Theurer vor ihrem gesattelten Pferd

Interview mit Victoria Max-Theurer

Steckbrief:
Beruf: Schülerin der BHAK II in Wels
Geburtsdatum: 24. Oktober 1985 in Linz
Eltern: Elisabeth (Sissy)/Oympiasiegerin und Hans Max-Theurer/Reitmeister
Hobbies: Reiten (4-fache Staatsmeisterin im Dressurreiten) . Skifahren, Einkaufen
www.victoria.achleiten.at

Was bedeutet und ist für Sie persönlicher Erfolg?
Das Ziel, das man sich selber steckt, erreicht zu haben: in sportlicher, beruflicher und privater Hinsicht. Und – Gott sei Dank - bin i damit bisher ganz guat g´fahrn!

Aus Ihrer Sicht, wie steckt man sich am besten Ziele, um sie zu erreichen?
Ich bin jemand, der sich realistische Ziele steckt. Weil, wenn ich jetzt sage: „Ich bin nächste Woche Weltmeister!“ spielt´s das nicht und man ist enttäuscht. Über jeden Erfolg und jedes bissl, des d´rüber ist, tanke ich neue Freude - s´gibt mir wieder mehr Elan und einen neuen Schub.

Welche Methode wenden Sie an, wenn Ihnen Widerstände entgegen treten?
Man darf sich in so einer Situation nicht in Nebensachen verzetteln und muss das Ziel im Auge behalten. Bei Problemen, die immer wieder passieren, sich vernünftig auf die Lösungen konzentrieren. Nicht den Kopf verlieren, sondern diese in bester Weise zu regeln.

Haben Sie ein persönliches Rezept für solche Situationen?
Ich glaub´, ich hab´ einen ziemlichen Sturschädel: wichtig ist, man muss an der Sache d´ran bleiben und sich dadurch durch setzen.

Welcher besondere Faktor auf dem Weg zu Ihren Erfolgen, war ausschlaggebend?
Der Background, den ich durch meine Eltern genießen darf, das besondere Umfeld und ihre Erfahrungen, die sie mir mit geben.
Es gibt keinerlei Druck, wenn ich einmal sage: „Jetzt will i net reiten!“ So kann ich unbeschwert und mit Spaß an die Sache
heran gehen!

Victoria, wie gehen Sie mit Erfolg um?
Ich freu´ mich auf jeden Fall, aber er darf einem nicht zu Kopf steigen! Sich über die eigene Leistung freuen: auch, wenn man manchmal unterbewertet wird. Damit muss man dann leben; aber, dafür freut man sich über die Erfolgsmomente umso mehr.

Gibt´s Vorbilder?
(Mit Lächeln in der Stimme) Auf jeden Fall meine Mama, ich glaub´, das liegt sehr nahe. Weiters der Papa, der mich in der ganzen Reiterei sehr beeinflusst hat, weil er ja mein Trainer ist. Sportliche Vorbilder, die ich auf dem Weg meiner Karriere kennen lernte: z. B. die momentan amtierende Weltmeisterin Isabell Werth aus Deutschland. Für mich ein abgöttisch verehrte Reiterin! Aber auch der Thomas Frühmann. Der bringt einfach eine gesunde Einstellung in den Sport. Solche Menschen begeistern mich, weil sie einfach so gesund und normal geblieben sind. Locker und sich nicht verbeißend, damit der Spaß erhalten bleibt. Erzwingen lasst si sowieso nix!

Ist Dressurreiten für Sie Einzelsport oder Teamarbeit?
Bei der Reiterei ist es Team mit Pferd: man muss darauf eingehen, sich verständigen und Freundschaft und Vertrauen aufbauen. Und natürlich, was auch wichtig ist, mit dem Trainer ein Team zu bilden. Aber nicht als klassischer Teamsport, sondern eher Einzelsport, weil man ja Einzelkämpfer ist, wo ich versuche das Beste zu geben!

(Lächelnd)Nachdem der Papa mein Trainer ist, sind die Familienbande sehr eng, was zu diversen Diskussionen führen kann. Es wird auch manchmal ordentlich laut: man sagt offener, was man sich denkt als zu einem fremden Menschen. Ich seh´s als Vorteil, weil wir mit Herzblut fest an einem Strang ziehen
und zusammen halten!

Wie sehen Sie den Reitsport in Österreich?
Wie die Mama noch geritten ist, gab es eine Zeit des Hochs! – Es wurde stiller: aber, jetzt sind wir wieder im Aufwind. Speziell bei der Dressur im Springsport, gibt´s Größen wie den „Hugo“ oder den „Thomas Frühmann“ (besonderes Lächeln). – Und wirklich junge, engagierte Reiterinnen und Reiter, aber, man braucht auch die nötigen Pferde und die sind schwierig zu finden. Daran arbeiten wir! Ich würde mir wünschen, dass immer wieder reiterlicher Nachwuchs da ist: das hält den Sport jung und er entwickelt sich weiter. Die Möglichkeit sollte vom Elternhaus, aber auch von Verbandseite geboten werden, um das Interesse zu erhalten.

Welchen Rat geben sie jungen Reitern mit auf den Weg?
Vertrauen und Partnerschaft zum Pferd und ganz wichtig: wenn man abig´fall´n is, glei´ wieder aufisteig´n (Lachen)! Das hat mir immer geholfen: bin ich im Dreck gelandet, wieder `rauf - man muss sich überwinden. In weiterer Folge zu schauen, dass man in gute Trainerhände kommt.

Wo liegt Ihr Ziel in der Zukunft?
Die jungen Pferde, die jetzt 3 bis 8-jährig sind, auszubilden
(am Höhepunkt ihrer Leistung sind sie 1o bis 11 Jahre alt).
Möglichst erfolgreich weiter zu reiten, an den nächsten Europameisterschaften und den Olympischen Spielen teil zu nehmen. Das ist sicher eine Herausforderung – und wie sich´s entwickeln wird, werden wir ja sehen!

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