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U20-WM: Semifinale für sensationelle Österreicher

Mit einer sensationellen Leistung erkämpfte sich das österreichische U20-Team vor 19.000 Zusehern in Toronto einen Platz im WM-Halbfinale.

U20-WM: Semifinale für sensationelle Österreicher

Mit einer sensationellen Leistung erkämpfte sich das österreichische U20-Team vor 19.000 Zusehern in Toronto einen Platz im WM-Halbfinale. Gegen die USA blieb die Gludovatz-Truppe mit 2:1 nach Verlängerung siegreich. Österreichs U20 trifft nun in der Runde der letzten vier auf Tschechien, das sich gegen Spanien überraschend mit 4:3 nach Verlängerung durchsetzte. Sensationell war nicht nur die Leistung des U20-Nachwuchses an sich, sondern auch die Art und Weise, wie ein früher Rückstand weggesteckt wurde. Die US-Boys waren in der 15. Minute durch ein Kopfballtor von Altidore in Führung gegangen. Unsere Nachwuchstalente ließen sich dadurch aber nur kurzfristig beirren. In der 38. Minute prüfte zunächst Veli Kavlak den amerikanischen Keeper Seitz mit einem Weitschuss, den dieser auf dem regennassen Boden apbrallen ließ. Den Abpraller konnte der bereits in der 36. Minute eingewechselte Martin Harnik vorerst nicht verwerten, er traf nur Goalie Seitz im Gesicht. In der 43. Minute war es schließlich so weit: Der extrem stark spielende Rubin Okotie war zur Stelle, als Seitz erneut einen Weitschuss – diesmal von Prödl – nur abprallen lassen konnte, ließ einen amerikanischen Verteidiger aussteigen und erzielte das hochverdiente 1:1. In der zweiten Halbzeit gewann die österreichische U20-Auswahl rasch wieder die Oberhand und kam auch zu mehreren guten Chancen. Die Amerikaner, die bereits im Achtelfinale gegen Uruguay über 120 Minuten gehen mussten, wirkten im Gegensatz zu unserem jungen, spritzigen U20-Team etwas müde und fielen eher durch Fouls als durch zwingende Torchancen auf, was sich auch in einer steigenden Anzahl von gelben Karten niederschlug. Trotzdem gelang es den aufgeigenden Österreichern nicht, den Sack in der regulären Spielzeit zuzumachen. In der 69. Minute vergab Okotie den Matchball: Er ließ einen US-Abwehrspieler aussteigen, auch US-Keeper Seitz kam nicht mehr zum Ball, Okoties Schuss wurde jedoch auf der Linie von Sturgis abgewehrt. Der Spielverlauf änderte sich in der Verlängerung zunächst nur wenig. Die amerikanische U20 wirkte angeschlagen, die Österreicher kontrollierten weiter das Spiel. Lediglich Freddy Adu kam einmal gefährlich vor das österreichische Tor, verfehlte aber. In der 104. Minute sah dann der Amerikaner Wallace nach einem Foul an Harnik die gelb-rote Karte. Nur eine Minute später wurde Joker Erwin „Jimmy“ Hoffer für Junuzovic eingewechselt, und der Joker stach wieder einmal: Rubin Okotie wühlte sich durch den amerikanischen Strafraum, sein Schüsschen kullerte langsam Richtung Tor, und Hoffer drückte den Ball über die Torlinie. In der 117. Minute vergab Hoffer dann die große Chance auf das 3:1, als er allein auf das amerikanische Tor zurannte, jedoch nur die Stange traf. Die letzte große Ausgleichschance der Amerikaner hatte Freddy Adu im Gegenzug, er scheiterte jedoch am österreichischen Keeper Zaglmair. Nach dem Schlusspfiff fielen sich die österreichischen U20-Teamspieler in die Arme. Österreichs U20 trifft nun im Semifinale auf Tschechien, das überraschenderweise gegen Spanien mit 4:3 nach Verlängerung siegreich blieb. Für einige Spieler unserer U20 bedeutet das die Chance auf Revanche: Gegen Tschechien hatte man im letzten Jahr bei der U19-EM mit 1:3 verloren, bei der damaligen Niederlage waren Okotie, Prödl, Kavlak, Suttner und Hackmair auf dem Platz gestanden.

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