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Fussball

Sicherheitsvorkehrungen beim Wiener Derby

Das Wiener Derby gilt seither als „Hochrisikospiel“. Soll heißen, dass deutlich mehr darauf geachtet wird, dass einerseits beide Fangruppierungen so gut als möglich voneinander ferngehalten werden und andererseits, dass sämtliche Sicherheitskräfte ständig in Alarmbereitschaft sein müssen.

Foto von den Ausschreitungen beim Wiener Derby 2011. Fans stürmen den Platz nach knapp 20 Minuten.
© apa/derstandard.at | Randalierende Fans rennen auf den Fußballplatz am Wiener Derby

Sicherheit im Stadion

Spätestens seit den Platzsturm der Rapid Anhänger im Jahr 2011 beim 298. Wiener Derby hat vor allem die Austria ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht. Schon in der Nacht vor den jeweiligen Wiener Derbys patrouillieren hunderte Exekutivbeamte rund um das Stadion um sicherzugehen, dass keine verbotenen Gegenstände irgendwo deponiert wurden. Vor einiger Zeit hat die Wiener Austria in ihrer Generali Arena außerdem noch einmal die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, indem sie weitere 20.000 € in zusätzliche Videoüberwachung investierten.

Demgegenüber haben die Violetten den Gästesektor, die sogenannte Westtribüne, mit einem durchsichtigen unbrennbaren Vorhang geteilt, sodass die drohende Randale unterbunden werden. Doch die wohl wichtigste Maßnahme im Stadion ist die Verdoppelung des Netzes zum Spielfeld. Diese macht es etwaigen Krawallmachern wohl unmöglich Gegenstände oder sonstiges auf das Feld zu werfen und Spieler zu verletzen.

Eine weitere sehr intelligente Präventivmaßnahme war die Einführung von sogenannten ID Cards. Nur mit diesen ID Cards wo die volle Beschreibung der Identität der jeweiligen Person enthalten ist, hat man Zutritt zum Stadion.

Sicherheit bei der Anreise

So wie innerhalb der Generali Arena und des Gerhard-Hanappi Stadions haben sich die Verantwortlichen auch für die Anreise Gedanken gemacht. Sollten die Fans mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen ist es natürlich mit der U-Bahn am einfachsten. Vor allem wenn man ins Stadion von Rapid will. Von der U4 Endstation Hütteldorf bis zum Stadion sind es nur wenige Minuten. Wenn vor dem Stadion beide Fangruppierungen aufeinander treffen sollten, droht hier natürlich die meiste Gefahr. Allerdings ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen zum Beispiel am Schwedenplatz beziehungsweise an der U4 Station Pilgramgasse gekommen. An diesen Knotenpunkten stehen nun zusätzliche Einsatzkräfte bereit um etwaige Krawalle sofort zu unterbinden und vor allem andere Passanten die einfach nur die Öffis nutzen wollen, zu schützen. Eine getrennte Anreise beider Fangruppierungen wurde bei Derbys schon oft diskutiert, aber noch nie in die Tat umgesetzt.

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