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Euro 2008

Österreich - Holland

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt! Ein unglaubliches Wechselbad der Gefühle, das war es was die österreichischen Fußballfans und die knapp 40.500 Zuseher im Wiener Ernst-Happel-Stadion gestern erlebten. Das Finalstadion der Euro 2008 kochte förmlich und ungläubige Fans rieben sich die Augen angesichts des 3:0 Vorsprungs unserer Nationalelf, und doch bitter enttäuschte Gesichter nach Abpfiff!Österreich begann stark, machte die Räume eng und überraschte nicht nur die Holländer sondern auch die eigenen Fans, wie bereits gegen Deutschland, mit schnellem Spiel nach vorne. Bereits

Österreich Holland Vorbereitungsspiel!

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt! Ein unglaubliches Wechselbad der Gefühle, das war es was die österreichischen Fußballfans und die knapp 40.500 Zuseher im Wiener Ernst-Happel-Stadion gestern erlebten. Das Finalstadion der Euro 2008 kochte förmlich und ungläubige Fans rieben sich die Augen angesichts des 3:0 Vorsprungs unserer Nationalelf, und doch bitter enttäuschte Gesichter nach Abpfiff!

Österreich begann stark, machte die Räume eng und überraschte nicht nur die Holländer sondern auch die eigenen Fans, wie bereits gegen Deutschland, mit schnellem Spiel nach vorne. Bereits in der 6. Minute gelang Ivanschitz, allerdings mit tatkräftiger Unterstützung des niederländischen Schlussmannes und einer genialen Vorlage von U-20 WM-Held Harnik, das 1:0 für die Heimmannschaft. Österreich drängte weiter und machte es den Niederländern schwer die gut organisierte Verteidigung zu knacken, wobei die Schwachstelle eindeutig die linke Seite war. Gercaliu machte ein eher mäßiges Spiel und hatte so seine Müh und Not mit seinen Gegenspielern. Das merkte auch die erfahrene Oranjes-Elf und leitete Ihre Angriffe meist über diese Seite ein.

Das Tor gelang allerdings Sebastian Prödl in der 18. Spielminute mit seinem ersten Tor in der Nationalelf. Nach scharfer Eckball Hereingabe von Kapitän Ivanschitz traf der 1,92 Riese aus Graz per Kopf zum 2:0. Auch hier sah Oranje-Goalie Timmer, der Stammtorhüter Van der Saar ersetzte, nicht gut aus.

Das 3:0 war die perfekte Kopie des zweiten Treffers und auch diesmal traf Prödl nach Ivanschitz Ecke per Kopf in der 35. Minute. Die Stimmung im Stadion war zu diesem Zeitpunkt am Siedepunkt und die österreichischen Fans feierten sich und die Mannschaft mit Laola-Wellen Kombinationen, die durchs Stadion preschten. Mit dieser Unterstützung kann die Euro 2008 nur ein Fußballfest werden.

Auch nicht der schnelle Treffer zum 3:1 nach 37 Minuten konnte die Stimmung trüben. Und wieder war es ein Corner, diesmal allerdings von den Niederlanden verwertet. Ajax-Stürmer Huntelaar, der diese Saison in Überform spielt, traf in der 37. Minute nach Eckball von Sneijder.

Man merkte auch im Stadion das dieses 3:1 zur Halbzeit nicht unbedingt reichen wird und so zeigten die Niederlande nach der Halbzeit, dass sie zu Recht für ihre Offensive gefürchtet sind. Die „Bonds-Elf“ lies Ball und Gegner laufen. Das kostete der Hickersberger-Elf viel Kraft um sich eventuell noch einmal aufzubäumen. Die Einwechslung von Babel und Seedorf, die viele in der Startformation erwarteten, gab der ohnehin starken Offensive der Holländer zusätzlichen Schwung.

Auch Österreich brachte neue Kräfte ins Spiel und so wechselte Teamchef Hickersberger Janko und Standfest für Linz und Harnik. Roland Linz fand nie so richtig in die Partie. Martin Harnik musste seinem hohen Tempo Tribut zahlen, denn er brachte nicht nur viel Offensivschwung, sondern orientierte sich oft nach Hinten um Garics auf Rechts zu Unterstützen.

Österreich verteidigte sich tapfer, aber man spürte, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis das eine oder andere Tor fällt. Und so kam es wie es kommen musste und in Minute 67 traf Heitinga zum 3:2 Anschlusstreffer. Tatkräftige Unterstützung bekam er von Prödl, der nicht klären konnte. Bereits zwei Minuten später musste Rapidtorhüter Helge Payer vor dem heranstürmenden Tim de Cler retten.

Ab diesem Zeitpunkt ergab sich die österreichische Mannschaft förmlich ihrem Schicksal mit dem 3:3 in der 82. Minute wobei Goalie Helge Payer keinen guten Eindruck machte. Eine Pogatetz-Kerze im eigenen Strafraum nutze Huntelaar zur einer Kopfballvorlage. Payer wollte den Ball wegfausten, doch Huntelaar sprang höher. Vennegor of Hesselink lies sich die Chance nicht entgehen und erzielte aus kurzer Distanz den verdienten Ausgleichstreffer.

Der quasi Todesstoß für das österreichische Fußballherz erfolgte in der 87. Minute und wieder war es Huntelaar der Prödl stehen lies und lässig an Payer vorbei schob.

Ein sichtlich gezeichneter Teamchef musste bei der Pressekonferenz nach dem Spiel zugeben, dass seine Mannschaft physisch nicht in der Lage ist über 90 Minuten dieses hohe internationale Tempo zu gehen.

Bleibt die Frage ob sich die ÖFB-Elf bis zur Euro 2008 körperlich verbessern kann und aus ihren Fehlern lernen wird. Wie man sieht wird man mit Einer sehr guten Halbzeit bei der Heim-EM nicht weit kommen, aber trotzdem hat das Team von Josef Hickersberger gezeigt, dass sie doch Fußballspielen können und die Fans begeistern können… zumindest 45 Minuten lang.

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