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Euro 2008

Grete Laska über Chancen der EM 2008

Grete Laska,Wiens Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin, zu den Themen Stadion, Fanmeile und Chancen bei der kommenden Fußball-Europameisterschaft.

"EURO wird ein Fußballfest"

Grete Laska, Wienes Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin, stand euro-fan.at zu den Themen Stadion, Fanmeile und Chancen bei der kommenden Fußball-Europameisterschaft Rede und Antwort.

Frau Laska, wie gut ist Wien auf die verkehrstechnischen, sicherheitstechnischen und logistischen Herausforderungen der EURO 2008 vorbereitet?

In Wien sind Großevents seit Jahren nicht mehr wegzudenken, hier sei nur das Donauinselfest mit Millionen Gästen, der Silvesterpfad mit 700.000 Gästen oder das Film Festival am Rathausplatz erwähnt. Daher freut sich Wien auf das größte Sportereignis, das bis dato jemals in Österreich und in Wien stattgefunden hat.  Natürlich bedarf es hier einer perfekten Vorbereitung und Planung um die EURO 2008 über die Bühne zu bringen. Aus diesem Grund gibt es schon seit langer Zeit eine enge Zusammenarbeit mit allen Magistratsabteilungen, den Blaulichtorganisationen, den Sicherheitsverantwortlichen und natürlich auch mit dem Bund. Eine enge Kooperation ist wichtig für eine erfolgreiche und reibungslose Abwicklung dieses Sportereignisses. Als Anlaufstelle gibt es seit einem halben Jahr das Wiener Organisationskomitee EURO 2008 mit KR Kurt Ehrenberger als Präsidenten.

Was können sich die Fans von Wien bei der Euro 2008 erwarten?

Eine tolle Stimmung im Stadion und in der ganzen Stadt. Die EURO 2008 soll ein Fußballfest werden, das nicht nur Fans in seinen Bann reißt, sondern auch Menschen begeistert, die sonst mit dem runden Leder nicht viel am Hut haben.

Wo liegt Ihr persönlicher Bezug zum Fußball?

Ich bin schon sehr früh auf den Fußballplatz mitgegangen und habe mitgefiebert.

In welcher Weise sind Sie selbst als Sportstadträtin in die Euro 2008 involviert, was sind Ihre Aufgaben in diesem Zusammenhang? Wird man Sie im Stadion antreffen? 

Als Sportstadträtin liegt mir die EURO 2008 natürlich sehr am Herzen, wiewohl mir noch viel wichtiger ist, dass sich alle WienerInnen auch aktiv bewegen und zwar nicht nur mit den Fingern auf der Fernbedienung. Zu meinen Aufgaben als Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin gehört nicht nur die Organisation der EURO 2008, sondern auch Gäste aus dem In- und Ausland bei diesem Ereignis zu begrüßen und daher werde ich bestimmt im Stadion anzutreffen sein. 

Was trauen Sie unserer jungen Mannschaft nach den Erfolgen des Nachwuchses bei der U20-WM zu?

Hätten Sie vor drei Jahren bei der Europameisterschaft in Portugal auf Griechenland getippt?

Die Fanmeile in der Wiener Innenstadt stößt nicht bei allen Wienern auf Gegenliebe. Auch Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel, hat sich hierzu kritisch geäußert und eine Verlegung der Fanmeile gefordert, mit der Begründung, der Ring sei hierfür nicht der richtige Platz. Wie begegnen Sie dieser Kritik?

Die Frau Bezirksvorsteher ist vor kurzem zur offiziellen „Botschafterin der Leidenschaft“ für die EURO 2008 ernannt worden. Der erste Bezirk ist für alle WienerInnen und auch für die Gäste aus dem In- und Ausland ein pulsierender Hot-Spot in unserer Stadt. Im EURO-Jahr werden tausende Fußballbegeisterte das einzigartige Flair von Wien genießen und sich von der Schönheit unserer Stadt überzeugen können. Warum sollten wir das den Menschen vorenthalten?

Laut UEFA-Vertrag dürfen in der Fanmeile nur vier Wiener Unternehmen vertreten sein, ansonsten nur UEFA-Sponsoren. Dies wiederum könnte für die hiesigen Imbissbuden – wenn sie nicht zu diesen vier Unternehmen gehören - einen mehrwöchigen Geschäftsausfall bedeuten. Weiteres Problem: Selbst wenn diese Unternehmen eine Lizenz erhalten, steht man vor dem Problem, dass man nur Bier der Marke Carlsberg (UEFA-Sponsor) ausschenken darf. Läuft eine derart strenge Auslegung der Richtlinien nicht Bemühungen zuwider, den Werbeeffekt der EM für österreichische Produkte zu nutzen?

Offizielle UEFA-Sponsoren nehmen sehr viel Geld in die Hand, ohne die wäre so ein Ereignis wohl nicht durchführbar, daher ist es wohl einsichtig, dass diese auch eine Absicherung im offiziellen Fankpark haben wollen. Aber erstmals gibt es neben den UEFA-Hauptsponsoren vier nationale Sponsoren in beiden Ländern und vier sogenannte Host City-Förderer in der Fanzone. Fernab der Fanzone gibt es bestimmt genügend Möglichkeiten, unsere Gäste mit typisch österreichischen kulinarischen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Hier kommt es natürlich auf die Kreativität der Unternehmen an, alles schlecht reden, ist wohl der falsche Weg.

Wie gehen Sie mit kritischen Stimmen im Hinblick auf Wiens Beteiligung an der Euro 2008 um? Was tun Sie, um auch die Kritiker zu überzeugen?

Konstruktive Kritik ist in einer Demokratie legitim und wichtig. Andererseits: Warum sollen Millionen Fans auf so ein Ereignis und Erlebnis verzichten müssen, nur weil einige das nicht wollen – wo bleibt hier die Solidarität? Beworben hat sich ja nicht Wien, sondern die damalige Bundesregierung und der ÖFB, und glücklicherweise hat es auch den Zuschlag gegeben. Wir sollten uns alle im Klaren sein, dass eine Fußball-Europameisterschaft nicht mehr so schnell kommen wird. Diese Chance gilt es zu nutzen, um einem Milliardenpublikum die Vorzüge unserer Stadt und die Gastfreundlichkeit der WienerInnen zu präsentieren. Natürlich gehen die Bilder um die Welt und egal ob bei der WM in Deutschland oder auch bei einem Champions League Finale, die Fans wollen im Zentrum feiern, das Flair genießen und auch shoppen.

In welcher Hinsicht wird Wien von der Euro 2008 profitieren? Wer werden – außer der UEFA und ihren offiziellen Sponsoren - die Gewinner sein?

Wien ist als Reiseziel sehr beliebt und hat sich schon etabliert. Pro Jahr gibt es schon über 9 Millionen Nächtigungen, diese Zahl soll noch erhöht werden. Aber nicht nur der Tourismus profitiert, auch alle WienerInnen, hier sei nur der U-Bahn Ausbau erwähnt, die Investitionen in die Infrastruktur, etc. 

Was tut die Politik in Wien, um bei den zu erwartenden zahlreichen Gästen aus dem Ausland einen bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen, damit sie vielleicht wiederkommen?

Wien bietet neben Kunst, Kultur, Architektur auch viel urbanes Ambiente mit toller Gastro- und Eventszene, Beisln und Heurigen. Wien ist laut aktueller Mercer Studie die lebenswerteste Hauptstadt der EU und weltweit auf Platz drei und das sollte jede Wienerin und jeden Wiener stolz machen, denn wir alle sind Teil dieser Stadt. Dafür zu sorgen, dass das auch noch lange so bleibt, ist Aufgabe der Politik.

Welche Botschaft möchten Sie den Fußballfans aus dem In- und Ausland, welche nächstes Jahr Wien bevölkern werden, gerne mitgeben?

Nach Wien kommen – in die Stadt, wo sich die EURO 2008 entscheidet.

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