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Euro 2008

EM-Einstimmung am Rathausplatz

Fankino in Wien ! Der 12. August stand in sämtlichen Wiener Sommerkinos im Zeichen des Fußballs. Euro-Fan nahm einen Lokalaugenschein am Rathausplatz vor.

Felix Blankensauer

Fankino in Wien, wo gibts das? 300 Tage vor Beginn der Euro 2008 stand Wien gestern ganz im Zeichen des Fußballs. In allen Wiener Sommerkinos wurden als Einstimmung auf das Ereignis Fußball-EM 2008 gestern Fußballfilme gezeigt. Euro-fan.at nahm einen Lokalaugenschein am Rathausplatz vor, an dem gestern „Das Wunder von Bern“ gezeigt wurde, ein Film über den Weg Deutschlands zum Weltmeistertitel 1954, und befragte einige Zuseher.

Felix Blankensauer: Ich bin Fußballfan. Es ist aber ein Zufall, dass ich mir diesen Film angesehen habe. Die Aktion Fankino war mir bekannt, aber herzukommen war mehr eine Zufallsaktion, weil ich am Heimweg war, und da habe ich mir gedacht, ich schau´s mir mal an. Die Aktion Fankino halte ich für eine gute Idee. Alles, was dem Hype um die Euro 2008 nützt, ist wunderbar. Ich werde nächstes Jahr auch sicher nicht flüchten, ich habe die WM 2006 in Deutschland mitgemacht, war dort auch in der Fanzone dabei. Ich habe daher auch keine Bedenken, nächstes Jahr hier in Wien in der Fanzone dabei zu sein. Die Stimmung in Deutschland war grandios, nur das Bier war ein bisschen teuer.

Dr. Manfred Berger

Dr. Manfred Berger: Grundsätzlich sehe ich mir schon gerne Ländermatches an, allerdings bin ich kein Fanatiker. Die Idee Fankino finde ich grundsätzlich nicht so gut. Ich würde es zum Beispiel begrüßen, wenn man an diesem Schauplatz auch einmal so einen richtigen Oldie spielen würde, zum Beispiel Sissi. In der Fanzone im nächsten Jahr werde ich dabei sein, allerdings aus beruflichen Gründen: Ich bin Arzt. Ob ich mir nächstes Jahr ein Match ansehen werde, weiß ich noch nicht. Wenn das Ganze halbwegs gemäßigt abläuft, warum nicht? Aber wenn es nur eine Grölerei ist, dann eher nicht. Wenn man nur zu dem Zweck zu einer Veranstaltung geht, um Aggressionen abzubauen, dann ist das traurig. Da sollte man zum Beispiel lieber einen Baum umschneiden.

Federico Lioy

Federico Lioy: Ich mache hier einen Deutschkurs an der Uni. Als Italiener bin ich natürlich Fußballfan, meine Mannschaft ist Lazio Rom. Ich glaube, es macht Sinn, mit Aktionen wie dem Fankino Werbung für den Fußball zu machen. Es ist einfach ein anderes Erlebnis, die Spiele nicht immer nur am kleinen Fernsehbildschirm zu sehen, sondern auf der großen Leinwand in entsprechender Atmosphäre. Ich hoffe natürlich, dass Italien Europameister wird, obwohl die Qualifikation noch nicht ganz fix ist. Aber ich glaube, dass sie es schaffen werden. Und dann werde ich wieder herkommen und mir zumindest ein Match ansehen: Hoffentlich das Finale. Auf den Rathausplatz bin ich heute eigentlich wegen der Atmosphäre hergekommen. Dass ein Fußballfilm gespielt wird, wusste ich gar nicht.

Angelika Millendorfer

Angelika Millendorfer: Ich bin kein Fußballfan. Ich wollte einfach wieder einmal die Atmosphäre am Rathausplatz genießen, es ist eher Zufall, dass heute ein Fußballfilm läuft. Was die Sinnhaftigkeit von Aktionen wie Fankino zur Anheizung des EM-Hypes betrifft: Ich glaube, wer Fußballfan ist, ist es sowieso, und wer es nicht ist, wird es wahrscheinlich dadurch auch nicht werden. Der Film war aber sehr gut. Vielleicht sehe ich mir nächstes Jahr das Endspiel an.

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