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Sport

EPO als Leistungshilfe im Sport

Informationen über EPO als Doping im Sport

EPO zur Leistungssteigerung

1998 kam der grosse Knall mit der Festina-Geschichte bei der Tour de France. Bei Durchsuchungen wurden unzählige EPO-Präparate bei Radrennstahl Festina gefunden, die eindeutig auf systematisches Doping hingewiesen haben. Es dauerte lange, bis der grosse Star der Mannschaft, Richard Virenque zugegeben hatte, gedopt zu haben.

EPO war lange Zeit ein grosses Thema bei der Diskussion um Doping im Radsport. Erythropoetin (EPO) ist ein in der Niere produziertes körpereigenes Hormon. Es regt die Bildung roter Blutzellen, sogenannter Erythrozyten, im Knochenmark und in den Stammzellen an. Diese roten Blutkörperchen sorgen für einen bessere Sauerstoffzufuhr der Muskulatur, was bei Ausdauersportarten wie dem Radfahren von enormer Bedeutung und damit von nachweisbarer Leistungssteigerung ist.

Bei einigen Dopingfällen im Radsport zu der Zeit war EPO im Spiel. Das ist auch nachvollziehbar, denn mit einer besseren Sauerstoffzufuhr bleibt man länger leistungsfähig. Auch die Langläufer hatten so ihre Dopingskandale. EPO ist aber nicht nur leistungssteigernd, sondern auch gefährlich, weil das Blut in seiner Struktur verändert werden kann und es zu Kreislaufschäden führt, wenn man zuviel EPO-Präparate eingenommen hat.

EPO an sich ist für die Dopingfahnder schwer zu erkennen, weshalb es lange gebraucht hat, bis man einen Nachweis erarbeiten konnte. Heute ist das nicht mehr so schwierig, weil bei der Blutabnahme des Sportlers auf den Hämatokrit-Wert geachtet wird. Dieser zeigt den Anteil der roten Blutkörperchen und EPO-Doping fällt so sehr leicht auf.

 

Text: Wolfgang Winkelbauer

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