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Blutdoping zur Leistungssteigerung

Informationen über das Blutdoping

Zufuhr von fremdem oder eigenem Blut

Eine riesige Diskussion gab es im Lager der österreichischen Olympiateilnehmer von Salt Lake City 2002, als Blutbeutel bei den Langläufern gefunden wurden. Walter Mayer, der damalige Trainer der Österreicher, wurde für die nächsten Olympischen Spiele gesperrt und es gab einige Untersuchungen, Marc Mayer gestand auch, mit Blutdoping gearbeitet zu haben.

2006 kam dann der ganz grosse Knaller im April, als über 200 Blutbeutel bei einer Razzia in Spanien sichergestellt wurden. 55 der 200 Blutbeutel sollen angeblich Radprofis zugeordnet worden sein, von den restlichen Blutbeuteln gibt es nach wie vor keine Auskünfte, was natürlich die Radfahrer sehr ärgert, weil andere Sportarten scheinbar nicht so scharf angegriffen werden, aber ebenfalls auf Doping zurückgreifen.

Bei Blutdoping geht es einfach darum, den Effekt von EPO nachzustellen. Wieder soll die Ausdauer und Leistungsfähigkeit gesteigert werden und das kann nur über das Blut erfolgen. Da EPO nachgewiesen werden konnte, ging man dazu über, sich Blut abnehmen zu lassen, dass dann speziell behandelt wird und später dem Athleten wieder zugeführt wird.

Auf diese Weise erreicht der Sportler einen Effekt wie nach einem Höhentrainingslager. Bei einem Höhentrainingslager entwickelt der Mensch unter der Trainingsbelastung erhöhte rote Blutkörperchen, die den Sauerstoff besser transportieren, wodurch man leistungsfähiger wird. Mit Blutdoping erreicht man den selben Effekt.

Diese Vorgangsweise ist nicht nur gegen die sportliche Fairness, sondern auch gegen die medizinische Ethik. Wirklich gefährlich kann es auch werden, wenn fremdes Blut zugeführt wird. Das kann zu Fieber, Kreislaufprobleme oder gar einen Kreislaufkollaps führen.

 

Text: Wolfgang Winkelbauer

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