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Spiele Text: Michael Neichl

Video Games Live - Interview Tommy Tallarico

Wir hatten die Möglichkeit Tommy Tallarico, dem Videospielmusik-Komponisten und Veranstalter von Video Games Live zu interviewen. Was die Fans am 22. März im Gasometer erwartet und wieso man sich dieses Event auf keinen Fall entgehen lassen sollte hat er uns im Telefoninterview verraten.

Was können die Gäste bei Video Games Live erwarten?

Nun einerseits haben wir ein komplettes Orchester einschließlich eines Chors, die sowohl alte Videospielklassiker auf neue, pompösere Art, als auch moderne Stücke spielen. Was es aber wirklich einzigartig macht ist die Kombination mit Lichtshow, Special-Effects, einer Stage-Show und interaktiven Parts mit dem Publikum. Ich beschreibe es gerne als eine Symbiose aus einem symphonischen Orchester, gemischt mit der Energie eines Rock-Konzerts und dem Spaß eines Videospiels! Es soll Spaß machen und die Leute auch emotional abholen.

Stichwort Emotion: Würdest du Videospiele als auch deren Musik als Kunst bezeichnen?

Auf jeden Fall! Der Grund warum ich Video Games Live überhaupt ins Leben gerufen habe war, um genau das zu zeigen. Und natürlich ist es auch eine Möglichkeit junge Leute an die Thematik heranzuführen und ihnen ein Gespür und Verständnis für die Symphonien zu geben.

Wird es etwas Spezielles auf dem Event in Wien geben?

Tatsächlich, ja! Und zwar haben wir uns den dreifachen Emmy-Gewinner und Lead-Composer von Blizzard Entertainment Russell Brower als Special Guest und Dirigent sichern können!

Freust du dich darauf zum ersten Mal in Wien spielen zu können?

Auf jeden Fall! Ich bin ein großer Beethoven Fan und Wien war seine Stadt, auch wenn er in Bonn geboren wurde. Dann gibt es noch Mozart und unzählige mehr. Es gibt auf der ganzen Welt keine Stadt die mehr das Zentrum klassischer und orchestraler Musik ist. Ich war noch nie dort, habe mir  aber schon als Kind gesagt: Wenn ich zum ersten Mal nach Wien komme, dann möchte ich dort auch auftreten! (Und das sage ich wirklich nicht jedem)

Gab es etwas oder jemand der dich besonders inspiriert hat?

Naja, meine größte Inspiration kam aus der Motivation Leuten Videospielmusik näher zu bringen. Ich mache das jetzt seit über 25 Jahren und habe an über 300 Soundtracks mitgewirkt, was mir auch einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde eingebracht hat. Einerseits höre ich zur Inspiration meine eigene Musik, aber auch die meiner Kollegen wie beispielsweise Nobuo Uematsu (Final Fantasy) oder Jason Hayes und Russell Brower (Warcraft). Wir sind gute Freunde und ich wollte der Welt immer zeigen wie großartig und wertvoll deren Werke sind und dass sie nicht weniger wichtig sind als andere Bereiche der Musikszene.

Was ist der beste Soundtrack den du je gehört hast?

Ganz klar, Nobuo Uematsu’s Final Fantasy 8! Man spürt in jedem Song den enormen Arbeitsaufwand, weshalb es klar mein liebster Soundtrack ist. Aber auch Koji Kondo hat auf dem Super Nintendo mit Super Mario World meinen liebsten 8Bit-Soundtrack gemacht.

Was gefällt dir besser: 8Bit Soundtracks neu zu interpretieren oder ein modernes Stück mit dem Orchester zu spielen?

Alte Klassiker neu aufzulegen macht zweifelsfrei mehr Spaß. Eine Melodie zu spielen die die Leute noch nie gehört haben, obwohl sie sie kennen. Bei Castlevania haben wir beispielsweise eine richtige Rock-Show mit E-Gitarren, Drums aber dennoch einer Symphonie dahinter.

Was war das aufregendste oder aufwendigste was je auf einer Tour passiert ist?

Die Tetris Oper ist sowohl eine der aufwendigsten, als auch beliebtesten Gestaltungen. Dabei haben wir die originale Tetris Musik genommen und daraus eine Oper gemacht. Mit der Hilfe des Video Game Orchesters, welches aus einem Haufen Studenten besteht.

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