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Spiele Text: Michael Neichl

Super Smash Bros Test

Jede neue Konsolengeneration von Nintendo bringt eine Reihe von exklusiven Titeln mit sich. Zu diesen gehört auch die seit dem Nintendo64 beliebte Prügel-Reihe Super Smash Bros. Musste man sich bisher mit der ersten Handheld-Variante auf dem 3DS begnügen ist es nun endlich Zeit sich auf der stationären WiiU gepflegt die Gegner aus der Arena zu befördern. Ob das Spielprinzip immer noch funktioniert oder erste Ermüdungserscheinungen aufkommen verrät unser Test.

© Nintendo |

Kurze Anmerkung: Da wir Super Smash Bros. auf dem 3DS nicht gespielt haben bitten wir um Nachsicht bei vermeintlichen Neuerungen.

Alles neu und doch gleich

Auf den ersten Blick wirkt auch im neuesten Super Smash Bros. alles sehr vertraut. Man wählt den Smash-Modus mit wahlweise vier oder erstmalig sogar acht Kämpfern, sucht sich seinen Favoriten raus, wählt die Map, passt die Regeln nach seinen Wünschen an und los geht’s. Nach dem Motto bigger, better, louder steht diesmal die größte Auswahl an Charakteren in einem Smash Bros. Teil zur Verfügung. Über 40 Charaktere stehen direkt zum Start zur Verfügung. Hinzu kommen ein gutes Dutzend freischaltbarer Kämpfer, sowie die Möglichkeit seinen eigenen Mii in drei Kampfvariationen aufs Feld zu schicken. Von den altbekannten Nintendo-Maskottchen, über Fire-Emblem-Charaktere und den ein oder anderen Stargast wie Pac-Man ist hier mit Sicherheit für jeden etwas dabei. Jeder Streiter hat sein eigenes, Smash Bros. typisch simples Move-Set und ist dadurch für Einsteiger innerhalb weniger Matches beherrscht.
Aber wie auch bei den Vorgängern gilt: Easy to learn, hard to master, wodurch  sowohl Casual-Gamer in einer schnellen Runde zwischendurch auf ihre Kosten kommen, als auch Profis, die sich in ihre Favoriten hineinsteigern und perfektionieren wollen.
Das von jedem Wechsel befreite Grund-Gameplay mag dem ein oder anderen vielleicht sauer aufstoßen, wir hingegen waren froh uns sofort wieder ins Geschehen stürzen zu können. Das WiiU-Gamepad erwies sich zudem als wesentlich bedienungsfreundlicher als man im ersten Moment vielleicht vermuten würde. Richtige Hardcore-Fans greifen aber auf einen seperaten Gamecube-Adapter zurück.

Neue Modi rein, alte raus!

 

Kein Smash Bros. Teil besteht ohne seine konsoleneigenen Modi. Sowohl für Solisten als auch gemeinsame Zockerabende steht eine breite Auswahl an Möglichkeiten sich die Zeit abseits der klassischen Duelle zu vertreiben. Im Klassik-Modus müssen acht Matches, welche stets variieren, geschlagen werden. Der Endkampf geht stets gegen Crazy-Hand, sowie den aus dem ersten Smash Bros. bekannten Endgegner Master Hand.
Zusätzlich haben die beiden ihre eigenen Herausforderungsmodi. Bei Crazy-Hand muss zunächst entweder eine beträchtliche Anzahl an Münzen oder Tickets ausgegeben werden (was sich Gott sei Dank nur wie eine Pay-to-win Politik anhört!). Danach gilt es verschiedene Aufgaben zu bestehen, dafür mit Items zur Individualisierung der Charaktere belohnt zu werden, sowie die altbekannten Trophäen zu sammeln. Allgemein geht es diesmal dadurch dass die meisten Charaktere von Beginn an zur Verfügung stehen eher um das Sammeln von Items. Wir fanden das nicht schlimm, es mag jedoch vielleicht manch alteingesessenen Fan bekümmern, nicht länger knifflige Aufgaben oder einen Story-Modus absolvieren zu müssen, um die gesamte Kämpferriege zur Verfügung zu haben.
Apropo Story, eine Kampagne wie der Subraum-Emissär auf der Wii gibt es zu unserem großen Bedauern nicht. Auch auf verschiedene Bosse oder gar einen Boss-Modus sind wir in unseren gut 30 Stunden Spielzeit leider nicht gestoßen.
Die größte Neuerung bietet dafür ein Brettspiel genannt Smash-Tour. Mit einem leichten Gefühl von Mario-Party, wenn auch wesentlich simpler, bewegt ihr euch mit bis zu vier Spielern mit euren Miis über ein Feld, sammelt unterwegs Kämpfer und Perks ein, um euch nach einer festgesetzten Anzahl an Runden in einem finalen Kampf zu messen. Trifft man zwischen den Runden aufeinander kommt es zum Kampf, der dazu führen kann, dass man als Verlierer einen seiner aufgesammelten Kämpfer wieder abgeben muss.
Die Idee zu diesem Modus fanden wir durchaus interessant, letzten Endes passiert auf dem Spielfeld allerdings zu wenig und die Perks welche die Attribute eurer Kämpfer (Stärke, Geschwindigkeit, etc.) verstärken haben einen zu geringen Einfluss auf den finalen Kampf bei dem letzten Endes derjenige gewinnt der die meisten Charaktere hat, dennoch hat aber auch die Smash-Tour durch den schnellen Ablauf für ein paar Runden gut unterhalten.

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Hut ab vor dieser Leistung

Hand aufs Herz Nintendo-Fans, wenn die WiiU für einen Aspekt keinen Preis verdient ist es die Hardware. Umso beeindruckter waren wir, dass selbst die 8-Kämpfer-Smashes vollkommen ruckelfrei auf gigantischen Maps ablaufen und das Bild nicht eine Sekunde einfriert. Auch sonst liefert sich das Spiel keine technischen Schnitzer. Jede Animation wirkt flüssig und die interaktiven Arenen, welche teilweise schon fast für zu viele Ablenkungen abseits des Kampfes sorgen gehen einwandfrei über die Bühne. Am Soundtrack hingegen hat sich so wenig bis gar nichts verändert, dass man fast denken könnte, er wäre 1:1 aus Brawl hinüber gezogen worden.

Do it yourself Smashes

Zusätzlich zu der vom 3DS bekannten Funktion seine eigenen Miis in den Kampf schicken zu können und durch gesammelte Items und Kampfmuster zu personalisieren lassen sich nun auch Maps selbst basteln. Über den WiiU Controller könnt ihr mit dem Stick theoretisch mit wenigen Handgriffen Maps erstellen, sie mit diversen Gegenständen, bewegenden Plattformen und Hindernissen verfeinern und schon kann es losgehen.
Leider wirkt dieser Baukasten nicht ganz zu Ende entwickelt und bis eine gut funktionierende Arena gebaut ist werdet ihr viel Zeit und Frust investieren müssen, damit alles so von Statten geht wie ihr es euch vorstellt.

Let it rumble

Auch Online kann man nun endlich völlig unkompliziert spielen. Einfach den Online-Modus anwählen, durch ein paar Menüs klicken und schon kann es losgehen. Euch steht es frei simple Matches oder Profivarianten ohne Items zu spielen, wahlweise alleine oder im Team. Zwar fanden wir es merkwürdig keine regionale Begrenzung einstellen zu können um beispielsweise nur gegen Gegner aus Europa zu spielen, zu drastischen Verbindungsproblemen kam es in unseren Matches allerdings so gut wie nie. Auch die verschiedenen Optionen, beispielsweise der Verzicht auf gewisse Items, die man in einem lokalen Match einstellen kann fehlen leider im Netz. Von Zeit zu Zeit blieb das Bild für den Hauch einer Sekunde stehen, vollkommen unspielbar machte es dieser kleine technische Schnitzer allerdings nicht und somit ist auch der Mutliplayer Aspekt aus unserer Sicht ein Erfolg.

Fazit

Super Smash Bros. erfindet das Rad zwar auch auf der WiiU nicht neu, bleibt dafür seinen amüsanten Wurzeln treu. Das Gameplay macht Spaß wie schon auf dem Nintendo64, durch die größte Kämpferriege die es je in einem Smash Bros. Teil gab ist für jeden ein ideales Maskottchen dabei und auch der Online-Modus funktionierte bis auf kleine Macken sehr gut. Wenn es überhaupt etwas zu meckern gibt, dann dass durch einen Haufen neuer Items die Kämpfe ab und an etwas unübersichtlich werden können. Auch das Fehlen eines Story-Modus und dem damit verbundenen Bosskampf-Modus empfanden wir als sehr schade, da dieser im Vorgänger auf der Wii ein Highlight darstellte und beim ersten Durchspielen eine große Motivation war neue Charaktere freizuschalten. Dennoch können wir Fans der Serie auch den neuesten Teil nur empfehlen.

Prozent Punkte 1-10
Modi 74 7
Gameplay 88 9
Grafik 83 8
Sound+Musik 72 7
Multiplayer 82 8
Gesamt 86 8

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