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Spiele Text: Michael Neichl

Mortal Kombat X - Der neue Fatality Prügler im Test

Nach dem erfolgreichen Reboot der Mortal Kombat Reihe im Jahr 2011 wollen die Entwickler von Nethersoft auf den Next-Gen Konsolen wieder fleißig Blut und Eingeweide über den Bildschirm laufen lassen. Ob und wie es ihnen gelungen ist den brutalen Spaß zu erhalten in unserem Test.

© @WarnerInteractiveEntertainment |

Gelungene Story mit B-Movie Atmosphäre

Mortal Kombat X liefert einen plumpen, jedoch äußerst unterhaltsamen Storymodus der 30 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers spielt. Zum ersten Mal erlebt man alteingesessene Haudegen wie Johnny Cage, Scorpion oder Sonya Blade in ihren 50ern und erhält sogar eine gewisse Form der Charakterentwicklung, wenn auch sehr oberflächlich. Das trägt aber zum B-Film Charme des Ganzen bei und durch eine große Einbindung der Kämpferriege dient der knapp 10 Stunden lange Modus nebenbei als Training für Onlinekämpfe und Couchduelle gegen Freunde.
Worum es geht? Nachdem Shao Khan im letzten Teil besiegt wurde suchte sich Outworld einen neuen Herrscher, Kotal Khan der von einem Krieg mit der Welt Menschenwelt absieht, bis der aus vorherigen Teilen bekannte Quan Chi mit Hilfe einer Verschwörung den antiken Gott Shinnok erwecken will, der (natürlich) die Menschheit ausrotten soll. Nachdem viele der legendären Kämpfer wie Kung Lao im vorangegangen Abenteuer ihr Leben lassen mussten obliegt es nun jungen, neunen Charakteren ihren Platz einzunehmen. Unter anderem gesellen sich Cassie Cage und viele andere zu den neuen Kämpfern.

Fatality – Hochpoliert

Bereits auf der Gamescom machte Mortal Kombat auf PS4 und Xbox One im Grafikbereich einiges her. Die Charactermodels sind gestochen scharf, die Bildrate konstant, abseits vom Onlinemodus und die Arenen strotzen vor detaillierten, teils animierten Elementen. Der vielleicht wichtigste Faktor von Mortal Kombat ist und bleibt aber der Blut und Gorefaktor und auch hier haben die Entwickler, so wenig man es auch glauben mag, wieder eine Schippe drauf gelegt! Noch brutaler, blutiger und fataler geht nicht mehr. Da kann nicht mal der Zombietitel Dying Light mithalten. Die serienberühmten Fatalities sind auch nach dem X-ten Mal ein Traum für Liebhaber der übertriebenen Gewalt und nichts für schwache Mägen. Ein interessantes neues Feature ist die Möglichkeit die brutalen Finisher per simplem Knopfdruck, anstatt umständlicher Tastenkombination auszuführen. Für diese „Abkürzung“ benötigt es jedoch Münzen, welche natürlich im Shop gegen Bargeld gekauft werden können. Aus unserer Sicht nicht tragisch da es sich hier um einen tatsächlich optionalen Weg handelt, jedoch bedenklich in Bezug auf die möglichen, kommenden zahlbaren DLC’s.
Das Kampfsystem bleibt gewohnt simpel. Böse Zungen würden behaupten jeder Anfänger könnte einen Profi durch einfaches Buttonmashing bezwingen, tatsächlich liegt für Prügelfans der Kern von Mortal Kombat in der Perfektionierung der tatsächlich einfachen Movesets. Weniger Tastenkombinationen braucht es höchstens noch bei SuperSmashBrothers. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit für jeden Charakter eins von drei möglichen Kampfverhalten zu wählen. Dadurch ist man nicht nur verleitet mehr Zeit mit dem Spiel zu verbringen es gibt einem eine größere Auswahl an Lieblingscharakteren und Kampfstilen, ein wie wir finden hervorragendes Feature! Wie zuvor ist auch der neueste Teil auf Geschwindigkeit und Timing ausgelegt. Das Kampfverhalten des Gegners muss schnell erkannt, seine Attacken geschickt gekontert und seine Ausweichmanöver durch Einsatz des X-Ray-Moves durchbrochen werden um zum finalen Schlag auszuholen.

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Alles beim Alten oder etwa nicht?

Abseits der Story und klassischen Duelle sind auch die seit dem ersten Teil bekannten Türme wieder mit von der Partie worin mindestens 10 Kämpfe mit steigendem Schwierigkeitsgrad bezwungen werden müssen. Auch hier gibt es nun weitaus mehr Auswahlmöglichkeiten. Neben dem klassischen, sowie dem endlosen Tower haben sich die Macher zudem den lebenden Turm einfallen lassen, welcher nur mit Internetverbindung funktioniert, dafür aber in regelmäßigen Abständen durch Updates neue Herausforderungen liefert um den Spieler möglichst lange auf vielfältige Weise bei Laune zu halten. Zudem erzielt man durch erfüllen dieser Herausforderungen einerseits Münzen für zusätzliche Outfits, Fatalitys (eine ist Standardmäßig vorhanden, die restlichen müssen traditionell freigespielt werden) und alle möglichen Extras. Zusätzlich sammelt man in Mortal Kombat X Punkte für die zu Beginn des Spiels gewählte Fraktion. Fünf stehen zur Auswahl, wenngleich die Wahl relativ egal ist, denn abgesehen von dem ein oder anderen kleinen Bonusfeature für die „Mitgliedschaft“ in der stärksten Fraktion bekommen Spieler hier nicht allzu viel geboten, dennoch ein cleverer Einfall der durch Updates noch einiges an Würze für die Langlebigkeit bringen könnte.
Apropo Online: Unser größter Kritikpunkt liegt derzeit auf den Teils größeren Verbindungsmankos in den Duellen über das Internet. Oftmals hatten wir mit Verbindungsabbrüchen, starken Verzögerungen und Stillständen zu „kämpfen“. Hier bräuchte es dringend einen Patch um die angeheizte Fanbase nicht schnell wieder zu vergraulen.

Fazit

Wir geben’s zu, wir haben einen Narren an Mortal Kombat X gefressen. Kleine Schwächen wie der noch unsaubere Onlinemodus oder die etwas merkwürdig erscheinende DLC-Politik in Form von Fatality-Abkürzungen konnten uns nicht davon abhalten zahlreiche Duelle gegen die KI und Freunde zu schlagen. Egal ob im Storymodus oder im schnellen Duell, nach jedem Kampf kam Lust auf den nächsten auf! Durch das schnelle Gameplay, die abwechslungsreichen Charaktere und verschiedenen Movesets und die clevere Einbindung der Arena in den Kampf bleibt für uns einer der besten, witzigsten Prügler der letzten Zeit.

Prozent Punkte 1-10
Modi 89 9
Gameplay 87 9
Grafik 92 9
Sound+Musik 83 8
Multiplayer 82 8
Gesamt 88 9

 

 


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