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Spiele Text: Michael Neichl

Game City Highlights

Wer hätte gedacht, dass über 69.000 Menschen ins Rathaus passen? Mit dem neuen Besucherrekord sollte mittlerweile jedem klar geworden sein, dass die Videospielszene in Österreich nicht nur angekommen ist, sondern sogar floriert. Von den großen Publishern über die kleinen heimischen Entwicklerstudios haben wir uns alles angesehen was die Game City für drei Tage zu bieten hatte.

Eingangsbereich mit vielen Besuchern
© game-city.at | Startschuss der Gamecity

Die besten Games

Die klaren Highlights befanden sich dieses Jahr einerseits im Outdoorgelände bei Sony, sowie dem von Microsoft eigens gesicherten Bereich im Rathaus. Das Playstation 4 exklusive Bloodbound, das neue Hack’N Slay vom Macher von Demon Souls bestach durch tolle Grafik mit gewohnt spannendem, vor allem vordernden Gameplay, nicht zuletzt durch den Verzicht der Fähigkeit zu blocken.

Microsoft machte uns hingegen mit der Halo: Master Chief Edition den Mund wässrig. Wenn wir auch nur im Mehrspielermodus gegeneinander antreten konnten sind wir dennoch zuversichtlich, dass auch der neueste der mittlerweile sieben-teiligen Franchise überzeugen kann. Sunset Overdrive hingegen stehen wir eher skeptisch gegenüber. Der Grafikstil hat zwar klar seinen eigenen Charme, ob die absurd gehaltene Mischung aus Open-World und Third-Person-Shooter auf Dauer aber nicht langweilig wird, können wir erst in der fertigen Version berichten.

Nintendo konnte sich zwar keinen eigenen Bereich sichern, war dafür aber inmitten der Haupthalle unmöglich zu übersehen, gerade wenn man die Massen bedenkt die regelmäßig das Vorankommen unmöglich machten stand man zwangsmäßig im Laufe eines Besuchs irgendwann vor dem Stand von Big N. Durch Titel wie Mariomaker, Captain Toad Treasure Tracker, als auch Yoshis Woolly Worlds wollte man auch auf dem Stand verweilen. Unser Highlight war aber klar Super Smash Brothers für die WiiU, welches mit gewohntem aber aufgehüpschten Look, sowie dem größten Kämpfer-LineUp von über 50 auswählbaren Figuren verspricht ein absoluter Verkaufsschlager zu werden.

Auch die Third-Party konnte durchweg überzeugen. Ubisofts Far Cry 4 konnte durchgehend für Warteschlangen sorgen und das zurecht. Zwar blieben wir mit der Frage zurück, ob der neueste Teil auch genug neue Features bieten würde um sich von seinem Vorgänger abzuheben, gut unterhalten waren wir aber allemal. Assassins Creed gab es gleich doppelt: Sowohl Assassins Creed Rogue für die „alten“ Konsolen Playstation 3 und Xbox 360, als auch das Next-Gen exklusive Unity waren vertreten. Ohne Fans auf die Füße treten zu wollen, aber auf der Grund der überraschungsfreien, lieblosen Präsentation von Rogue werden wir bei diesem Titel von einem Test absehen. Unity hingegen konnte mit pompöser Grafik trumpfen, ob das allerdings reicht erfahrt ihr von uns spätestens zum Release im November. Und weiter geht’s mit Ubisoft bei The Division, zwar konnten wir hier nicht Hand an den Controller legen, wenn die Präsentation aber nächstes Jahr hält was es verspricht könnte uns ein absoluter Hit im Third-Person-Shooter Bereich bevorstehen.

Selbstverständlich blieb auch EA der Messe nicht fern. Mit Fifa 15 und Sims 4 zeigten sie zwar bereits erhältliche Titel, durch den neuesten Ableger der Ego-Shooter-Reihe Battlefield Hardlines der stark an Counter Strike erinnert, sowie Dragon Age Inquisition konnten sie aber dennoch auf sich aufmerksam machen.

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Österreich im Videospielsektor

Was wir auf Grund technischer Schwierigkeiten leider nicht in unseren Videobeitrag packen konnten waren unter anderem die starke Präsenz der heimischen Entwickler. In der erstmals auf der Game City aufgestellten Indie-Area zeigten vier österreichische Teams ihre selbstprogrammierten Spiele die in Sachen Qualität und kreativen Anspruch nicht nur mit den großen Titeln mithalten, sondern sie sogar teils übertreffen konnten. Herausgestochen haben bei uns ganz klar sowohl Schein, welches durch seine Stimmung punktet, sowie der vielleichte medientechnisch größte Titel Ori and the blind forest.
Leider ist auch unser gesammeltes Material der Cosplayer dem Fehlerteufel  zum Opfer gefallen. Darum eine kurze Erwähnung die den großartig kostümierten Leuten auf der Messe gebührt: Ihr wart großartig. Wo man auch hinsah, und immerhin sieht man im fertigen Videobeitrag bei den Schwenks die ein oder andere Verkleidung, alles war bunt und sprach für das Fantum welches die Österreicher und Österreicherinnen für ihre jeweiligen Spiele, Serien oder Comics an den Tag legten, wir waren restlos begeistert.

Eine leise Kritik

Wir waren mit der Messe, ebenso wie die Besucher, sichtlich zufrieden. Offensichtlich sogar zu sehr, denn erstmals musste man am Samstagnachmittag auf Grund des hohen Andrangs warten bis man überhaupt erst das Gelände betreten durfte. In unseren Augen zeigt das die Motivation und Leidenschaft mit der die Gamer auf diese Messe hin fiebern und wenn sie dann gut eine Stunde oder länger darauf warten müssen überhaupt Teil der (im positiven Sinne) reizüberfluteten Veranstaltung zu sein, ist das der direkteste Weg zu sagen: Es braucht eine neue Location. Über acht Jahre hat uns Zocker das Rathaus jährlich zur größten Videospielmesse Österreichs eingeladen und jedes Mal wurden es mehr. Jetzt wäre es vielleicht an der Zeit das Ganze nicht nur wachsen zu lassen, sondern es dabei noch zu unterstützen. Wir hätten die nächste Game City gerne auf der Messe Wien oder der Stadthalle gesehen. Besucher gibt es genug und das Potenzial eine ebenso große Veranstaltung wie die Gamescom in Köln zu sein ist gegeben.
Aber wir wollen nicht meckern, auch dieses Jahr hat das Zocken in Gesellschaft wieder richtig Spaß gemacht, wir bedanken uns nochmal hiermit bei unsern Interview-Partnern und allen die die Game City zu einem herausstechenden Event für Österreich gemacht haben.


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