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Spiele Text: Michael Neichl

Assassin's Creed Rogue Test

Assassins Creed Rogue ist der mittlerweile siebte Teil der Meuchler-Reihe und stellt das Last-Gen Pendant zum Hardwarehungrigeren „großen Bruder“ Unity dar. Wie seine beiden Vorgänger spielt auch Rogue in Amerika. Sowohl Land- als auch Seeschlachten sind wieder enthalten und versuchen durch den Wechsel von Assassine auf Templer neue Würze in die Serie zu bringen. Ob das Action-Adventure so funktioniert, oder sich wie Assassins Creed IV: Black Flag 2.0 anfühlt zeigt unser Test.

© Ubisoft |

Ein Protagonist im Wandel

In diesem Teil steht die Wandlung des talentierten Assassinen Shay Patrick Cormac im Mittelpunkt. Nach einer missglückten Mission in Lissabon wendet er sich gegen seine Brüder um Templer zu werden. Von da an sieht er es als Aufgabe alle auszulöschen, die ihn verstoßen haben.
Einfach macht es einem Shay dabei nicht! Ungefähr fünf Stunden Spielzeit benötigt man bis sich Shay vom Assassinen zum Assassinenjäger und Templer wandelt und bis dahin zeigt er nicht sonderlich viel Charaktertiefe.
Erst nach seiner Wandlung wird es wesentlich spannender, da ist aber schon fast die Hälfte der gesamten Spieldauer vorbei. Dennoch funktioniert die stetig finsterere Veränderung relativ gut. Gerade durch die Inszenierung wirken anfangs fragwürdige Handlungen mit der Zeit logisch und nachvollziehbar.

Pirat spielen, aber nicht Pirat sein

Der Schwierigkeitsgrad ist sowohl zu Fuß als auch am Meer relativ einfach gehalten und sorgt nur mit Hilfe der optionalen Missionen für eine größere Herausforderung. Die drei Hauptorte sind New York, der Nordatlantik und das River Valley. Zusammen sorgen diese Gebiete für eine gesunde Mischung aus eisigen Meeresflächen, uramerikanischen Gebieten und natürlich einer riesigen Stadt. Zusammen ergeben sie eine große Open-World-Map, in der sich genug Nebenquests finden lassen um das nötige Kleingeld zusammen zu kratzen.
Das Missionsdesign sorgt durch große Abwechslung für konstanten Spielspaß. Allerdings muss man darunter leiden, dass wiedermal wenig bis gar keine Innovation hineininvestiert wurde. Zwar gibt es diesmal die Chance mit einem lautlosen Gewehr Feinde zu strapazieren, doch reicht dies in keinem Fall für ein neues Spielgefühl.

Wie in Assassins Creed IV:Black Flag befindet man sich gut die Hälfte der Zeit auf dem Schiff Morrigan. Auf hoher See ergibt sich die Möglichkeit feindliche und neutrale Schiffe zu entern, an neue Besatzungsmitglieder oder Rohstoffe zu gelangen, wodurch an Land bei Händlern diverse Upgrades gekauft werden können, um sein Schiff durch zusätzliche und aufgewertete Kanonen gefährlicher zu machen, oder durch technische Verbesserungen das Vorankommen durch Eis und Schnee leichter zu gestalten.

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Land in Sicht!

Von der Grafik kann man nicht sonderlich groß schwärmen, da es sich immer noch um die Last-Gen handelt, wenn auch das Optimum aus den alten Konsolen herausgeholt wurde.

Ansonsten gibt es hier und da an der Wasseroberfläche ein paar Fehler und das Nachladen beim bevorstehenden erreichen vom Festland benötigt manchmal länger als erwünscht. Dennoch, für alte Hardware lief das Spiel wie seine Vorgänger angenehm flüssig und große Framerate-Einbrüche waren ebenfallst nicht festzustellen. Ubisoft hätte es sich hier sehr einfach machen können, doch stattdessen sieht Assassins Creed Rogue tatsächlich noch ein Stück glatter aus als seine Vorgänger. Für uns blieb die Grafik also definitiv ein Plus Punkt.

Die musikalische Darbietung ist zudem ziemlich beeindruckend und sorgt immer für eine spannende Atmosphäre. Seien es die Seemannslieder während den Reisen, oder die melodisch ruhig klingenden Töne in den uramerikanischen Grenzgebieten. Die deutsche Synchronisation ist serientypisch solide und leistet sich auch diesmal bei der Übersetzung keine Sinnfehler.

Fazit

Im Großen und Ganzen hat Assassins Creed Rogue trotz kurzer Spieldauer gut unterhalten. Die Sequenzen und Gebiete sind abwechslungsreich strukturiert, aber wiedermal durch zu viele Tools und Hilfsmittel schlicht zu simpel. Mit Hilfe des Soundtracks und den schönen Kulissen wird zwar eine spannende Atomsphäre aufgebaut, welche sich bis zum Schluss hält, die Story hingegen schwächelt gerade im Verlauf der ersten Hälfte stark, nimmt aber im Laufe der Zeit an Fahrt auf.

Eine Empfehlung für Assassins Creed Rogue können wir allerdings nur an begeisterte  Fans der Serie richten. Neueinsteiger oder Besitzer einer Playstation4 oder XboxOne sollten hingegen sehen, ob sie nicht vielleicht lieber mit Unity Vorlieb nehmen wollen.

Prozent Punkte
Story 49 5
Gameplay 62 6
Grafik 80 8
Sound+Musik 83 8
Gesamt 72 7

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