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Jürgen Weber
Kino Text: Jürgen Weber

Filmcasino Wien

Im Jahr der Revolutionen, 1989, wiederöffnete das Filmcasino in der Wiener Margaretenstraße und schrieb vor allem in den Neunzigern Kinogeschichte. Neben James Ellroy, Michelangelo Antonioni, Billy Wilder und Nick Park zählte es auch mehrere ausverkaufte Premieren und Retrospektiven zu seinen vielen Höhepunkten.

Die beleuchtete Aufschrift "Filmcasino" über dem Eingang des Kinos
© Filmcasino | Besuchen Sie das Filmcasino in Wien Margareten.

Preise: € 7 / € 9,50 Ermäßigungen mit Ö1-Klubkarte, Kinomontag (außer Feiertage und Festivals):Einheitspreis € 7 (ab 120 Min. € 8), Cinema:Einheitspreis € 6, Kino & Kuchen: Einheitspreis € 7 SONDERVORSTELLUNGEN: je nach Ankündigung Studenten € 1,00 pro Kategorie (Ausnahme: 1. Reihe: € 0,50); 10ER BLOCKKARTE: € 60,00  5ER BLOCKKARTE: € 35,00
Filme:Österreichisches und europäisches Kino, Filmreihen, Retrospektiven
Besonderheiten: Kino & Kuchen, Cinemama, Sunday afternoon, Chinas Vielfalt im Film sowie weitere Sondervorstellungen. Blockkarte, Sommerkino, Festivals, Retrospektiven, Buffet. Eines der schönsten Designjuwelen in der Wiener Kinolandschaft.
Kinosäle, Sitzplätze: 1 Kinosaal, 254 Sitzplätze

Das Filmcasino bestand schon 1911 als „Margaretner Bürgerkino“ resp. „Kinematographentheater“ in der Margaretenstraße 78. In den Fünfzigerjahren wurde das Filmcasino zu seinem heute so typischen Ambiente umgestaltet und hat seither seine klassische Fünfziger-Jahre-Architektur auch nicht mehr verloren. Nach einer Krise in den Siebzigerjahren fand im Jahr der Revolutionen, 1989, unter der Leitung der bekannten Architekten Elsa Prochazka und Silvin Seelich eine behutsame Restaurierung des Filmcasinos statt, wobei u.a. die Decke von der Künstlerin J. Kandl mit einem kunstvollen Plafond-Design versehen wurde. Regelmäßig veranstaltet das Filmcasino Matinéen, oder widmet sich Sparten wie Avantgarde, Animation, der Werkschau selten gezeigter Filmemacher und auch speziell dem österreichischen Filmschaffen. Zum zehnjährigen Todestag Rainer Werner Fassbinders fand eine dreiwöchige (!) Retrospektive mit den wichtigsten Filmen des wahrscheinlich bedeutendsten deutschen Nachkriegsregisseurs statt. 1993 im Oktober hielt zum Film „James Ellroy“ der Kultautor selbst eine Lesung im Filmcasino ab, „Aardman Animations“ mit den Stars Wallace und Gromit erlebte seine Kino-Welturaufführung (!) im Filmcasino, wobei Nick Park dazu eigens nach Wien flog und von hier aus direkt nach Hollywood, um dort den Oscar entgegenzunehmen. Ebenfalls in den Neunzigern eröffnete kein Geringerer als Michelangelo Antonioni selbst seine Werkschau im Filmcasino, begleitet übrigens von Maria Schneider. Billy Wilder war ebenfalls im Filmcasino zu Gast, wie die Nouvelle Vague in einer Retrospektive oder auch die Kinematographie der Neue Deutsche Film.

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