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Kino Text: Melanie Gerges

Deadpool 2: Ein Deja-Vu mit Erfolgsfaktor

Lesen Sie hier unsere Rezension zu Deadpool 2, der Fortsetzung zum selbstironischen Superhelden-Actioner "Deadpool", in dem erzählt wurde, wie der Söldner Wade Wilson (Ryan Reynolds) sich nach einer Krebsdiagnose einer gefährlichen Prozedur unterzieht und dadurch zu einem Mutanten mit unglaublichen Selbstheilungskräften wird.

Deadpool sitzt mit älterer schwarzen Frau auf einer Couch
© 2018 Twentieth Century Fox | Deadpool mit Mitbewohnerin Blind Al

Deadpool 2 - Filmkritik

Kinostart: 17. Mai

Es könnte das Jahr der Superheldenfilme werden: nach den großartigen Erfolgen von „Black Panther“ (Der Film schaffte es innerhalb eines Monats, mehr als eine Milliarde Dollar Einspielergebnisse einzunehmen) und „Avengers: Infinity War“ (schaffte es nach nicht einmal drei Wochen im Kino bereits auf Platz 5 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten) hat Marvel schon den nächsten Blockbuster in den Kinos. Dabei könnte sich „Deadpool 2“ von den anderen Filmen kaum mehr unterscheiden. Denn statt dramatischen Kampfszenen gibt es hier immer wieder einen blutrünstigen Schlagabtausch, statt familienfreundlichem Humor bietet „Deadpool 2“ derbe Sprüche, eindeutig zweideutige Anspielungen und Popkultur-Referenzen aus den 80ern und 90ern.

Inhaltlich knüpft „Deadpool 2“ an die Handlung des Vorgängers an. Wie im Abspann des ersten Teils bereits erwähnt wurde, kämpft der durch eine Mutation unzerstörbare Deadpool (Ryan Reynolds) diesmal gegen den Cyborg Cable (Josh Brolin). Dieser hat es auf Deadpools neuen Freund Russel, einen jugendlichen Mutanten mit Feuerkräften, abgesehen. Um seinen neuen Schützling vor dem grantigen Cyborg retten zu können, gründet Deadpool schließlich die X-Force: die etwas lauteren, skurrileren und vor allem derberen X-Men.

Blutrünstige Kampfszenen und Witze für Fans

Genau diese Anspielungen und Vergleiche machen Deadpool so besonders: denn der Film, ebenso wie sein Vorgänger, spielt mit den Klischees des Superheldengenres und nimmt sich selbst dabei nicht zu ernst. Bei diesen Witzen, Kommentaren und Anspielungen zeigt sich, dass „Deadpool 2“ genau weiß, wer sein Publikum ist: Denn nur Fans des Genres verstehen alle Witze im Film (etwa wenn Bösewicht Cable als Thanos angesprochen wird, Schauspieler Josh Brolin spielt nämlich sowohl in „Deadpool 2“ als auch „Avengers: Infinity War“ den Bösewicht).

Inhaltlich hat sich „Deadpool 2“ im Vergleich zum ersten Teil deutlich gesteigert: die Kampfszenen sind blutiger, die Witze zweideutiger und die Balance zwischen skurriler Komödie und ernsten bis traurigen Szenen funktioniert besser denn je. Dennoch wirkt der Film bekannt, denn das Grundgerüst ist sehr ähnlich: Anspielungen an Musik aus den 80ern und 90ern, große Kampfszenen mit Slow-Motion-Einlagen, ein wiederholtes Brechen der vierten Wand gepaart mit Monologen des Hauptprotagonisten und der Konflikt desselben, eigentlich kein Held sein zu wollen.

Regisseur David Leitch hält sich bei „Deadpool 2“ an das Erfolgsrezept, das schon 2016 aufging, immerhin ist der erste Teil der zweiterfolgreichste nicht-jugendfreie Film in Amerika, direkt nach „Die Passion Christi“. Doch trotz dem immer wieder einsetzenden Gefühl, dass eine Szene bekannt vorkommt, schafft es „Deadpool 2“, sich vom ersten Teil abzuheben und sich weiterzuentwickeln, auch mithilfe der neuen Nebendarsteller. So schafft es der zweite Teil, den Grundstein für weitere kuriose und skurrile Fortsetzungen rund um den derben Superhelden und sein neues Team zu legen.

» Zum Trailer von Deadpool

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Sie sind nun neugierig geworden und wollen sich Deadpool 2 ansehen? Dann finden Sie hier das Programm der Cineplexx Kinos Wien. Sehen Sie sich den Film an und teilen Sie uns in den Kommentaren mit wie er Ihnen gefallen hat.

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