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Weihnachten

Weihnachtsbräuche in Österreich

So richtig geht es mit der Vorfreude auf Weihnachten am 1. Dezember los. Denn ab diesem Zeitpunkt kann man sich auf die wirklich weihnachtlichen Dinge konzentrieren: auf liebgewonnene Bräuche, die uns die Wartezeit ganz unauffällig verkürzen. Weihnachtsbräuche in Österreich haben nämlich eher wenig mit pompösen Kaminen und rotnasigen Rentieren zu tun. Kennen Sie noch/schon alle?

Ein schön angerichteter Weihnachtstisch mit Lebkuchen,Tannenzweigen und zapfen,Kerzen und Christbaumschmuck.Im Hintergrund eine kleine Tafel mit dem Gruß Frohe Weihnachten!
© Dollarphotoclub | Weihnachtsbräuche in Österreich

24 Tage – 24 Überraschungen

Zuerst muss ein Adventkranz her. Dieser ist unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich – man kann ihn aber auch ganz leicht selber basteln. Üblicherweise ist er mit vier Kerzen bestückt, von denen an jedem Adventsonntag eine weitere angezündet wird, während man im Kreise der Familie den Abend ausklingen lässt.

Ergänzend dazu kann man sich mit Adventkalendern schon einmal ans Auspacken der Geschenke gewöhnen: Jeden Tag wird ein Türchen des Kalenders geöffnet. Dahinter findet man weihnachtliche Bildchen, Schokolade, oder kleine Überraschungen.

Gleich am Anfang des Monats gibt es außerdem zwei Feiertage, die auch mit besonderen Bräuchen verbunden sind. Am 4. Dezember, dem Barbaratag, schneidet man einen Kirsch- oder Apfelzweig von einem Baum ab und nimmt ihn mit ins Warme, wo er dann pünktlich zu Weihnachten erblühen sollte. Und dann natürlich der Nikolaustag am 6. Dezember, an dem brave Kinder mit Mandarinen, Nüssen und Schokolade belohnt werden. Früher, als es (angeblich) noch schlimme Kinder gab, wurden diese vom Begleiter des Nikolaus‘, dem Krampus, bestraft.

Unmittelbar vor Weihnachten, am 21., der Thomasnacht, blickt man traditionellerweise noch schnell in die Zukunft. Man horcht dazu bei einem Spaziergang in die „Wildnis“ und interpretiert diese Zeichen. Wenn die Zeichen ausbleiben, kann man zumindest eines sicher sagen: in wenigen Tagen ist der Weihnachtsstress vorbei!

Terminunabhängige Bräuche

Neben diesen Fixpunkten gibt es auch viele andere Weihnachtsbräuche in Österreich: Wie wäre es mit einem Ausflug auf den örtlichen Christkindlmarkt? Dort werden jedes Jahr Kunsthandwerk und Köstlichkeiten angeboten, wobei man letztere nicht nur als Geschenk erstehen, sondern auch gleich vor Ort genießen kann.

Auch ein schönes Weinachtsgedicht ist ein Brauch in Österreich

Möchte man auch die eigenen vier Wände mit weihnachtlichem Duft erfüllen, probiert man selbst das eine oder andere klassische Weihnachtsrezept aus. Ganz vorne dabei sind natürlich Vanillekipferl und Lebkuchen.

In dieser feierlichen Stimmung fällt es den Kindern gleich viel leichter, den Wunschzettel an das Christkind zu verfassen – den man auch tatsächlich mit der Post verschicken kann. Das Postamt Christkindl in Steyr (Öberösterreich) nimmt die zahlreichen Briefe seit 1950 entgegen:

Postamt Christkindl
Christkindlweg 6
A-4411 Christkindl

Der Weihnachtsabend

Weihnachtsbräuche gibt es in aller Welt, aber bei uns ist es der Christbaum, der am Weihnachtsabend nicht feheln darf. Der Baum, meist eine Tanne oder Fichte, den man sich in der Hoffnung ausgesucht hat, dass er seine Nadeln noch viele Tage lang für sich behält, wird spätestens jetzt geschmückt. Wer diese Arbeit ans Christkind delegiert, sieht zu, dass die Kinder ab jetzt den Raum nicht mehr betreten. Währenddessen laufen schon die Vorbereitungen für das Festmahl, das nach oder vor der Bescherung serviert wird. Oft ist dies ein Gänsebraten oder Karpfen. Auch die Geschenke und manchmal eine kleine Holzkrippe werden nun unter dem Baum platziert. Das Zeichen für die Kinder, dass sie nun in das Zimmer kommen dürfen, ist das Klingeln eines kleinen Glöckchens. Je nach Familientradition werden jetzt Weihnachtslieder angestimmt, Gedichte vorgetragen, oder es wird einfach weihnachtliche Musik gehört. Die Augen der kleinen pendeln schon zwischen Geschenken und den Süßigkeiten am Baum. Um Mitternacht gehen viele Menschen noch in die Kirche zur Christmette.

Nach dem großen Fest

Der 25. und 26. Dezember, der Christtag und der Stefanitag, sind für Besuche bei Verwandten und Freunden reserviert. Das bedeutet, dass das festliche Schmausen noch kein Ende hat. Ein beliebter nachweihnachtlicher „Brauch“ ist deswegen auch das Fasten.
Erst danach kommt man meist dazu, sich auszuruhen, und sich noch einmal an die schönsten Momente der vergangenen Tage zu erinnern. Wirklich abgeschlossen wird das Ganze aber erst mit dem 6. Jänner, wenn die Heiligen Drei Könige singend von Haus zu Haus gehen. Außerdem wird in vielen Haushalten an diesem Tag auch der Christbaum entfernt. Aber keine Sorge: Die Einhaltung der Weihnachtsbräuche wird nicht überwacht. Der Baum kann ruhig noch ein bisschen bleiben.

 

 

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