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Maggie Gasselich
Ausflugsziele NÖ Text: Maggie Gasselich

Schlosshof: Barock erleben nahe Wien

Es ist Österreichs größtes Barockschloss auf dem Lande: Schlosshof, unweit von Wien und doch noch näher an der Grenze zur Slowakei ist ein beliebtes Ausflugsziel in Niederösterreich. Der Garten allein hat eine Fläche von 16 ha, die wiederum in ein Areal von 52 ha eingebettet ist, auf dem neben Schloss und Garten auch ein alter Meierhof liegt. Schlosshof bietet neben Führungen durch die barocken Gemäuer gibt es auch ein Restaurant und Café sowie eine kleine Greisslerei, wo Sie regionale Schmankerl kaufen können. In der Adventzeit ist der Weihnachtsmarkt eine idyllische Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Öffnungszeiten und wie Sie von Wien zu Österreichs größtem Barockschloss auf dem Lande kommen und welche Alternativen es zur Anreise mit dem Auto gibt, verraten wir Ihnen hier.

Schlosshof von der dritten Terrasse
© Schloss Hof |

Schloss Hof – Barock erleben unweit von Wien

Die Geschichte 

Als Prinz Eugen 1725 Schlosshof erwarb, hätte sich niemand träumen lassen, dass aus dem Renaissancekastell aus dem 15. Jahrhundert ein prachtvolles château de plaisance (zu dt.: Lustschloss) werden würde. Der Mann, der dieses Wunder vollbrachte, war niemand geringerer als Johann Lukas von Hildebrandt, der Architekt, der im Auftrag des Prinzen bereits das prunkvolle Belvedere errichtet hatte.

Doch noch beeindruckender als das Schloss war der Garten, der sich vom Westtor über sieben Terrassen bis zum Osttor erstreckte und in dessen Broderiebeeten im Frühling die bezauberndsten Blumen erblühten. Entworfen hatte ihn Anton Zinner, der wie Lukas von Hildebrandt bereits zuvor im Dienste des Prinzen Eugen tätig gewesen war: Er war es gewesen, der den Garten im Belvedere angelegt hatte. 

Lange konnte sich Prinz Eugen nicht an der Pracht in Schloss und Garten erfreuen: Elf Jahre nach dem Ankauf der Liegenschaft verstarb er im für die barocke Zeit hohen Alter von 72 Jahren. Nach seinem Tod fiel Schloss Hof seiner Nichte zu, die es ihrem um zwanzig Jahre jüngeren Gatten zur Morgengabe machte – nichtsahnend, wie kurz ihre Ehe währen würde. Denn als sich das Paar nach sechs Jahren trennte, blieb Schloss Hof im Besitz des Gatten, dem Prinzen Joseph Friedrich von Sachsen Hildburghausen.

Er lud 1754 zum größten Fest, das Schloss Hof je gekannt hatte: Drei Tage wurde gefeiert und der Gastgeber bot seinen Gästen das Feinste vom Feinsten, allen voran seinem Ehrengast, Erzherzogin Maria Theresia. Ihr zu Ehren etwa wurde die Oper Le Cinesi (zu dt.: Die Chinesinnen) vor dem Neptunbrunnen im Ehrenhof aufgeführt und auf einer Treibjagd konnte die leidenschaftliche Jägerin ihren Jagdinstinkt unter Beweis stellen. Maria Theresia war hingerissen – und erstand Schlosshof 1755 um 400.000 Gulden. Sie und Franz Stephan liebten es, Zeit auf ihrem Landschloss zu verbringen und in den Auwäldern auf die Jagd zu gehen.

Als ihr Gatte 1765 verstarb, ließ sich Maria Theresia von ihrem Haus- und Hofarchitekten Anton Hillebrandt ein Witwenappartement im südlichen Ehrenhofflügel einrichten, das in den Trauerfarben der damaligen Zeit – Weiß und Grau – gehalten war. Anton Hillebrandt blieb länger als erwartet, denn Maria Theresia beauftragte ihn damit, das Schloss im Stile des Neoklassizismus neu zu dekorieren, es um einen zweiten Stock zu erweitern und ihrem Sohn, Kaiser Joseph II., ein kaiserliches Appartement einzurichten.

Nach dem Tod der Erzherzogin im Jahre 1780 verfiel Schloss Hof in einen Dornröschenschlaf, aus dem es erst 1898 wieder erwachte, als es dem k.u.k. Militär übergeben wurde, das daraus ein Reit- und Fahrlehrinstitut machte. Lange blieb das Heer nicht, doch die zweite militärische Besatzung ließ nicht lange auf sich warten: Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rote Armee für zehn Jahre (1945-1955) auf Schlosshof stationiert.

In den 1980er Jahren, etwa dreißig Jahre nach dem Abzug der Roten Armee, wurde das Schloss nach langjähriger Renovierung des piano nobile, d.h. des ersten Stocks, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit den frühen 2000er Jahren erblüht auch der Garten wieder und selbst der Meierhof erstrahlt im Glanz längst vergangener Tage – ein kleines Wunder, das vor allem der MRBG zu verdanken ist, einem eigenständigen Tochterunternehmen der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB), die unter anderem Schloß Schönbrunn betreibt.          

Eintrittspreise und Führungen  

Tageskarten (7. April – 2. November 2014)

  • Erwachsene: € 12,-
  • Kinder und Jugendliche (6 – 18 Jahre):  € 8,-
  • Kinder unter 6 Jahren: gratis
  • Familienkarte (2 Erwachsene, bis zu 3 Kinder): € 32,-
  • Individuelle Gruppenangebote auf Emailanfrage  

Führungen und Audioguides

  • Führungen p. P.: € 3,-
  • Audioguide für den Garten p. P.: € 3,- (in Deutsch, Englisch und Slowakisch)  

Saisonkarten

  • Erwachsene: € 29,-
  • Kinder und Jugendliche (6 – 18 Jahre): € 19,-  

Saisonkartenbestellung telefonisch unter +43 2285 20 000 oder per E-Mail.  

Alle Vorteile der Saisonkarte auf einen Blick

Wer eine Saisonkarte erwirbt, genießt zwischen 7. April und 2. November 2014 freien Eintritt zu Schloss, Garten und Meierhof. Restaurant und Patisserie sowie der Oster- und Adventmarkt können ebenso ohne Eintritt zu bezahlen besucht werden.

Inhabern einer Saisonkarte wird 5% Rabatt in den Shops (ausgenommen Greißlerei) und auf Speisen und Getränke im Restaurant „Zum Weissen Pfau“ gewährt.      

Eintritt mit der NÖ CARD

Sie können die NÖ CARD an der Kassa erwerben bzw. verlängern. Die NÖ CARD kann zwischen 7. April und 2. November 2014 einmalig für eine Tageskarte (10 – 18 Uhr) genutzt werden. Nicht gültig für das Weihnachtsdorf 2014. Bei folgenden Ausflugszielen in Niederösterreich können Sie noch weitere Vorteile mit der NÖ CARD nutzen.

Führungen

Führungen auf Deutsch 

  • Schlossführungen täglich 11:00 und 14:00 Uhr
  • Gartenführungen täglich 15:00 Uhr
  • Kinderführung sonntags 13:00 Uhr
  • Meierhofführung sonntags 12:30 Uhr
  • Das unbekannte Schloss Hof Sa, So, Fei 16:00 Uhr

Guides Tours in English

  • every Sunday at 10.30 am
Video
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Restaurants und Cafés in Schlosshof

Ob Sie nun der kleine oder der große Hunger plagt: In Schlosshof findet sich das richtige Restaurant oder Café für Sie.

Darf's eine Kleinigkeit sein, schauen Sie in der Patisserie "Prinz Eugen" im Arkadenhof des Schlosses vorbei, wo Sie sich bei Kaffee und Kuchen stärken können, man Ihnen aber auch gerne einen Toast serviert. Geöffnet hat die Patisserie "Prinz Eugen" täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr. 

Wenn es Mittag wird und der Magen knurrt, sind Sie im Restaurant "Zum weissen Pfau" am besten aufgehoben: Mitten im idyllischen Meierhof kredenzen Ihnen der Küchenchef und sein Team regionale Schmankerl und gutbürgerliche Küche – und reißen Sie mit saisonalen Highlight-Themen wie Bärlauch und Spargel sicherlich zu Begeisterungsstürmen hin. Neben 130 Plätzen im Inneren bietet das Restaurant "Zum weissen Pfau" seinen Gästen Platz auf der Terrasse, wo hungrigen Besuchern bei Schönwetter weitere 150 Plätze zur Verfügung stehen.

Das Restaurant ist täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet. Der Küchenchef und sein Team freuen sich darauf, Sie als Gast im Restaurant "Zum weissen Pfau" begrüßen zu dürfen.  

Neben den beiden genannten Lokalen wartet die Greisslerei direkt im Eingangsbereich Besuchern mit vielen Schmankerln aus dem umliegenden Marchfeld und den Genuss Regionen Österreichs auf. Lassen Sie sich im Bistro-Bereich bewirten oder verweilen und genießen Sie an einem der Stehtische im Innenhof. 

Und wenn Sie vor oder nach dem Besuch von Schlosshof plötzlich der Hunger plagt, können Sie im rustikal-charmanten Gasthof "Prinz Eugen" einkehren. Das traditionsreiche Landgasthaus liegt direkt neben dem Schlossareal und bietet Besuchern täglich zwischen 09:00 und 22:00 Uhr warme Küche.

Christkindlmarkt Schlosshof

Jährlich wird in Schlosshof ein idyllisches Weihnachtsdorf aufgebaut, dass Erwachsene wie Kinder in vorweihnachtliche Stimmung versetzt und immer einen Ausflug wert ist. An den Ständen wird Kunsthandwerkliches geboten, von Christbaumschmuck, Krippenfiguren und Spielzeug bis hin zu Holzarbeiten und Kerzen. Zwischen dem Flanieren durch die Standl-Gassen werden Besucher mit Glühwein, Punsch, Maroni, gebrannte Mandeln oder Zucker- und Lebkuchengebäck verwöhnt. Wer keine Lust zum Verspeisen hat, genießt einfach diese verführerischen Düfte, welche dem Christkindlmarkt den olfaktorischen Genuss verleiht.

An den Samstagen werden im Schloss klassische Weihnachtskonzerte geboten. Letztes Jahr zum Beispiel mit Werken von Corelli, Vivaldi und Händel. Auch für Führungen sind die Räume geöffnet. SEHR EMPFEHLENSWERT!!!

Kinderprogramm mit Back- und Bastelworkshops, Zauberer und Märchenerzähler, eine historische Schreibwerkstatt, in der ein Brief an das Christkind geschrieben werden kann, spezielle Kinderführungen bis hin zu Ponyreiten, der Zauberwald, eine lebende Krippe u.v.m.

Hier noch genauere Infos zum Weihnachtsdorf in Schlosshof

 

 


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