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Schloss Mayerling

Das Schloss Mayerling ist ein sehr altes Anwesen, dessen Name schon im 12. Jahrhundert auf einer Zeugenliste zu finden ist. Im 19. Jahrhundert wird es vom österreichischen Kronprinz erworben, später in ein Jagdschloss, dann in ein Kloster umgewandelt. Wie es dazu kam, erfahren Sie hier.

Mayerling Kloster von Außen
© Allander/ wikipedia.de | Schloss Mayerling, Kirche und Kloster

Ursprung von Schloss Mayerling

Die erste urkundliche Erwähnung von Mayerling erfolgte im Jahre 1136 mit „Ozo et Ofridus de murlingen“. Da sie an vorletzter Stelle einer Zeugenliste genannt werden, dürfte es sich bei den beiden Namen eher um wenig bedeutende Adelige gehandelt haben. Auch ihr festes Haus wird wohl ziemlich bescheiden gewesen sein. 1196 scheint ein Bernhardus de Murlingen zum letzten Mal auf. Mit ihm starb die Familie vermutlich aus. Um 1200 fiel das Gut an das Stift Heiligenkreuz, das nun fast 700 Jahre lang Eigentümer blieb. In dieser Zeit war der Ansitz ohne jede historische oder architektonische Bedeutung.

Entwicklung ab dem 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert bestand der einfache, barocke Gebäudekomplex aus dem eigentlichen Schlößchen, einem ebenerdigen, getrennten Dienstbotentrakt und dem sogenannten Elisabethtrakt. Die aus dem 15. Jh. stammende Kirche zum hl. Laurentius schloss den Hof ab. Sie war der bemerkenswerteste Teil der Anlage.

Umbau zum Jagdschloss

1887 erwarb der österreichische Kronprinz Rudolf Mayerling das Anwesen. Er ließ es modernisieren und in ein Jagdschlößchen umbauen. Dabei wurden die drei, früher ungleich hohen Bauteile zu einem gleich hohen, nüchternen, zweigeschossigen Baukörper zusammengefasst. Kronprinz Rudolf schätzte die relative Abgeschiedenheit des Ortes, der aber dennoch über Baden leicht erreichbar war. Am 30. Jänner 1889 kam es hier zur Tragödie, als der Kronprinz gemeinsam mit seiner Geliebten, der Baronesse Mary Vetsera, aus dem Leben schied. Der kaiserliche Hof versuchte den Tathergang zu verschleiern, wodurch bis heute Mayerling mit dem Mythos des Geheimnisvollen umgeben ist.

Umbau zum Kloster

Noch im Jahre 1889 beschloss Kaiser Franz Josef, das Jagdschloss in einen Ort der Sühne umzuwandeln und ein Kloster der unbeschuhten Karmelitinnen zu stiften. Ein Teil des Schlößchens wurde abgerissen. Auch die alte Kirche wurde abgebrochen und eine neue, im neugotischen Stil errichtet. Auf Wunsch der Kaiserin Elisabeth wurde sie so angelegt, dass sich an der Stelle des einstigen Schlafzimmers des Kronprinzen nun der Hochaltar der Kirche befindet. Erhalten geblieben ist der barocke Teepavillon im Garten.

Besichtigung

Zugänglich sind neben der Klosterkirche nur zwei kleine, museal ausgestattete Räume. Ansonsten kann das heutige Kloster nur von außen betrachtet werden.

Erhaltungsbeitrag:

Erwachsene: € 3,00
Kinder von 6-14 Jahren: € 1,50

Text: www.burgen-austria.com

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