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Susanne Klement
Rechtshilfe Text: Susanne Klement

Scheidungsanwalt, Scheidungsanwältin, Scheidungsexpertin

Hier finden Sie ausgewählte Scheidungsanwälte in Wien mit denen Sie gut beraten sind, sowie Antworten auf: Welche Aufgabe hat ein Scheidungsanwalt? Anwalt oder Anwältin? Wie funktioniert eigentlich der Rechtsakt der Scheidung? Wie sieht es mit dem Kinder-Sorgerecht und den Unterhaltszahlungen aus, oder welches Vermögen wird aufgeteilt, welches nicht. Außerdem zwei Videos, die zeigen was eine gute Ehe ausmacht und was passiert, wenn Liebe zu Hass wird - ein Rosenkrieg.

Ordner mit Wort Scheidung, Haus mit Familienfiguren, Wolke mit Blitz
© DPC-Imillian | Wenn eine Scheidung ansteht, ist man mit einem Scheidungsexperten immer gut beraten.

Scheidungsanwalt

Scheiden tut weh. Und betreffend dem Rechtlichen ist eine Scheidung zudem auch sehr komplex bzw. kompliziert. Dazu kommt, dass gerade betreffend Ehe- und Familienrecht – was auch die gemeinsamen Kinder impliziert – hohe Sensibilität vom beratenden Scheidungsexperten gefordert ist. Als Vertrauensperson sollte Sie Ihr Scheidungsanwalt bzw. Ihre Scheidungsanwältin in Ihrem Interesse kompetent und zuverlässig durch diese schwierige Zeit begleiten.

Rechtliche Beratung bei Scheidung - am besten so früh wie möglich!

Das Erstgespräch, die Erstberatung zum Thema Scheidung wird vom Scheidungsexperten je nachdem, ob eine einvernehmliche Scheidung geplant ist oder es sich um eine sogenannte streitige Scheidung handelt, unterschiedlich gehandhabt. Analyse und nachfolgende Checkliste sind dabei wesentliche Themen. Ein solches Erstgespräch mit einem Scheidungsanwalt ist essentiell, da die Informationen im Internet zu diesem Thema nicht ausreichend sind und die Fälle sich unterschiedlich gestalten. Die Kosten, die durch Unwissenheit entstehen, können bei Weitem über die einer Rechtsberatung hinausgehen!

stadt-wien.at stellt Ihnen folgende Anwälte vor:

Anwalt Familienrecht

Anwalt Scheidung

Scheidungsanwalt Dr. Witt
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Erstgespräch mit individueller und umfassender Aufklärung zu den Themen

  • Scheidung und deren Folgen bzw. den rechtlichen Konsequenzen
  • elterliche Obsorge und Umgang mit den gemeinsamen Kindern
  • Unterhalt
  • Vermögen

Kinder: Alimente und Unterhaltszahlungen

Gerade für Kinder ist eine Scheidung besonders schmerzhalft. Sich an die neue Lebenssituation zu gewöhnen, ist für die Kleinen oft sehr schwer. Von der Scheidung Ihrer Eltern waren in Österreich alleine im Jahr 2014 rund 19.000 Kinder betroffen. Daher gilt es diesem Thema im Rahmen einer Trennung ein wesentliches Hauptaugenmerk, sowohl bzgl. der Situation als auch der Absicherung der gemeinsamen Kinder, zu widmen.

Einvernehmliche Scheidung statt Rosenkrieg

Seit der Familienrechtsreform 1978 und der damit einhergehenden Einführung der einvernehmlichen Scheidung enden 90% der Scheidungen heute letztlich einvernehmlich. Was aus dieser Statistik jedoch nicht hervorgeht: Oftmals gehen dem jahrelange Rosenkriege voran.

Denn, sowohl Eheschließung wie auch Scheidung sind Vertragseinrichtungen, bei denen viele Fehler gemacht werden können. Der Teufel liegt hier im Detail und so sind es oft scheinbare Kleinigkeiten, die letztlich enorme Auswirkungen haben. Einen Scheidungsanwalt oder eine Scheidungsanwältin hinzuzuziehen, der/die einen Blick auf die konkreten Formulierungen wirft, ist deshalb dringend zu empfehlen – auch hinsichtlich dem Vorteil, dass diese sich in Ihrem Sinn bemühen, Rosenkriege zu vermeiden und damit die Verfahrensdauer so kurz wie möglich zu halten.

Scheidungsanwältin

Dass eine Scheidung ein bedeutsamer Schritt ist, ist in der Regel Mann und Frau klar. Dass diese letztlich aber auch unzählige rechtliche Konsequenzen im vollem Umfang nach sich zieht, erkennen oft nur die wenigsten. Daher ist die individuelle, persönliche Unterstützung und Beratung jeder Partei durch einen professionellen Scheidungsanwalt oder einer Scheidungsanwältin umso wichtiger.

Weibliche oder männliche Rechtsbegleitung? Egal, wichtig ist, dass Ihnen der Scheidungsanwalt oder die Scheidungsanwältin mit Erfahrung, Feingefühl und der entsprechenden Spezialisierung auf Ehe- und Familienrecht ein hilfreicher Partner ist, um Ihre Rechte betreffend der rechtlichen Konsequenzen zu wahren und zu sichern, zugleich aber – zumindest der gemeinsamen Kinder willen – so wenig Porzellan wie möglich zu zerschlagen. Optimal wäre auch eine dementsprechende Mediationsausbildung, denn Scheidungen können oft emotional aufgeladene Kommunikationsschwierigkeiten beinhalten.

Scheidungsexpertin

Wenden Sie sich daher am besten zunächst zu einem Erstgespräch an einen Scheidungsexperten oder eine Scheidungsexpertin, wenn Sie eine Trennung oder Ehescheidung vorhaben. Dieses ist kostenpflichtig, aber unverbindlich – denn erst danach entscheiden Sie sich für die allfällige Übernahme durch deren rechtliche Vertretung, also die Erteilung eines Mandates.

Sich an eine Scheidungsexpertin zu wenden, heißt Risiko vermeiden!

Faktum ist: Eine Ehe kann nur durch Scheidung aufgelöst werden. Dies kann in unterschiedlicher Form – und damit auch mit unterschiedlichen rechtlichen Konsequenzen – erfolgen. Durch eine

  • einvernehmlichen Scheidung
  • Scheidung aus Verschulden

  • Scheidung wegen Auflösung der häuslichen Gemeinschaft

  • Scheidung aus anderen Gründen

Daher ist davor immer eine eingehende Klärung und Beratung über die Scheidungsform und die Scheidungsfolgen erforderlich und damit ein erfahrener Scheidungsexperte oder eine Scheidungsexpertin, die Sie über die damit jeweils verbunden Rechtsfolgen seriös, umfassend und individuell informiert.

Hier 2 Videos, einmal "Wie's geht: Anleitung für eine glückliche Ehe" und einmal "Wie's nicht geht: Rosenkrieg: Wenn aus Liebe Hass wird"

Mehr rechtliche Fragen? Hier gibt's Antworten:

 

 

Häufige Fragen bei Scheidung:

Wie ganz zu anfangs schon geschrieben: Die Informationen, die das Internet bietet – wie auch jene, die wir Ihnen hier kurz zusammen gefasst haben – reichen nicht aus, um eine Scheidung und die damit einher gehenden rechtlichen Konsequenzen alleine und ohne fachliche juristische Unterstützung im ganzen Umfang zu erfassen bzw. zu erläutern. Wir hoffen aber, Ihnen erste Ansätze zum weiteren Gespräch, zur weiteren Beratung beim Anwalt liefern zu können.

Wir möchten eine einvernehmliche Scheidung, wie geht das?

Eine einvernehmliche Scheidung ist die beliebteste, kostengünstigste, fairste, rascheste und nicht zuletzt nervenschonenste Scheidungsform. Dennoch sei auch hier vorweg darauf hingewiesen, dass es sich zur Vermeidung massiver, nicht mehr rückgängig machbarer (rechtlicher) Konsequenzen, auch hier empfiehlt, von Anfang an den Rat und die Unterstützung eines Scheidungsexperten bzw. Scheidungsanwalts einzuholen.

Drei Voraussetzungen für die einvernehmliche Scheidung:

  1. Mindestens ein halbes Jahr Trennung der Noch-Ehepartner, was aber nicht bedeutet getrennt leben zu müssen.
  2. Die Ehe muss von beiden Partnern als unheilbar zerrüttet angesehen werden und dies auch übereinstimmend vor Gericht von beiden bestätigt werden.
  3. Einigkeit beider über die Scheidungsfolgen (Unterhalt; Kinder; Aufteilung des Vermögens, der Ersparnissen und Schulden)

Stimmen diese Voraussetzungen, fixiert der Scheidungsanwalt in der sogenannten Scheidungsvereinbarung die Einigung über die Scheidungsfolgen schriftlich und stellt im Weiteren bei Gericht den Antrag auf einvernehmliche Ehescheidung.

Ihr Scheidungsanwalt begleitet und vertritt Sie dabei bei Gericht. Nach nochmaligen Durchgehen aller Punkte durch den Richter erfolgt durch Verkündung des Scheidungsbeschlusses durch den Richter die eigentliche Scheidung, die damit aber noch nicht rechtskräftig ist.

Verzichten die Scheidungsparteien (was Sinn macht) gleich vor Gericht auf Erhebung von Rechtsmittel gegen den Beschluss, wird die Scheidung mit der postalischen Zustellung des Beschlusses rechtskräftig. Anderen falls, also wenn kein Rechtsmittelverzicht erfolgt, ist die Scheidung erst 14 Tage nach der Zustellung, also nach dem Verstreichen der Rechtsmittelfrist, rechtskräftig.

Wieviel Unterhalt werde ich für Kinder zahlen müssen bzw. bekommen?


Ausgehend vom durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen und des Alters des Kindes wird der Unterhalt im Wesentlichen mittels eines Prozentwertsystems errechnet:

  • Bis 6 Jahren: 16% vom Nettoeinkommen
  • 6 – 10 Jahre: 18% vom Nettoeinkommen
  • 10 -15 Jahre: 20% vom Nettoeinkommen
  • Über 15 Jahre: 22 % vom Nettoeinkommen

Je weiterem Kind, für das der Unterhaltspflichtige aufkommen muss, verringert sich der Unterhaltsanspruch. Das heißt bei jedem weiterem Kind

  • Unter 10 Jahren: minus 1%
  • Über 10 Jahren: minus 1-3%

Liegt keine behördliche Festsetzung des Unterhalts vor, werden die sogenannten Regelbedarfssätze angewandt. Eine Höchstgrenze, die auch gilt, wenn der Unterhaltspflichtige absichtlich keiner zumutbaren Berufstätigkeit nachgeht.

Die aktuellen Werte der Regelbedarfssätze bzw. Höchstgrenzen (gültig vom 1.7.2015 – 30.6.2016) pro Kind:

Alter Regelbedarf in Euro Obergrenze in Euro
0-3 Jahre 199,- 398,-
3-6 Jahre 255,- 510,-
6-10 Jahre 329,- 658,-
10-15 Jahre 376,- 940,-
15-19 Jahre 443,- 1107,-
19-28 Jahre 555,- 1387,-

Unterhalt Obergrenze: Falls das Einkommen des Unterhaltspflichtigen besonders hoch ist, gibt es eine weitere Obergrenze, auch Playboygrenze, Unterhaltsstop bzw. Luxusgrenze genannt, die beim zwei- bis zweieinhalbfachen des Regelbedarfs liegt.

Weitere Informationen dazu:
Österreichische Partnerschaftsberatung/Kindesunterhalt
Unterhaltsrechner der Österreichische ARGE für Kinderwohlfahrt


Wie sieht das mit der Obsorge, also dem Sorgerecht für die Kinder aus?

Diese Frage wird möglichst bereits in der Mediation, also vor der eigentlichen Scheidung geklärt und fällt in den Bereich der Regelung der elterlichen Verantwortung für die Kinder, die alle Entscheidungen der Eltern betr. der Lebensweise beinhaltet. Dazu zählen:

  • Aufenthalts- und Wohnort des Kindes
  • der Kontakt mit beiden Elternteilen
  • Schule und Ausbildung
  • Erziehungsfragen
  • Gesundheit
  • Religion, usw.

Je nachdem, ob nach der Scheidung das Sorgerecht nur einem Elternteil zu fällt, spricht man von alleiniger Obsorge. Steht es beiden Eltern zu, ist dies eine gemeinsame Obsorge. Im Falle, dass dieses gemeinsame Sorgerecht eines Elternteils nach der Scheidung auf bestimmte Angelegenheiten begrenzt ist, nennt man dies teilweise gemeinsame Obsorge.

Generell gilt bei der Festlegung der Obsorge, dass dabei stets das Wohl des Kindes im Vordergrund zu stehen hat.

Was ist noch bei einer Scheidung zu bedenken, betr. Vermögen und Absicherung?

Neben der Obsorge, also dem Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder, gilt es sich gemeinsam bzw. mit Ihrem Scheidungsanwalt oder Ihrer Scheidungsanwältin zu einigen, betreffend der Aufteilung des ehelichen Vermögens. Darunter versteht man alle Werte und Gegenstände, die die Partner während der Ehe angesammelt oder gebraucht haben.

Folgendes wird bei einer Scheidung aufgeteilt:

  • das eheliche Gebrauchsvermögen  - das sind Dinge, die im Laufe der Ehegemeinschaft erwirtschaftet wurden, wie z.B. Hausrat und die Ehewohnung
  • eheliche Ersparnisse – darunter versteht man Wertanlagen, die während der aufrechten Ehe angesammelt wurden und üblicher Weise durch ihre Art zur Verwertung bestimmt sind, wie Liegenschaften, Bargeld, Spareinlagen, Wertpapiere, Kunstgegenstände, Versicherungen wie Lebensversicherungen, Bausparverträge etc.
  • eheliche Schulden – denn auch diese werden bei der Scheidung aufgeteilt!

Bei der Scheidung nicht aufgeteilt werden:

  • Dinge und Gegenstände, die durch einen der Ehepartner bereits in die Ehe eingebracht wurden – also, die er/sie schon zuvor besessen hat.
  • Schenkungen
  • Erbschaften
  • Gegenstände, die der Berufsausübung oder dem persönlichen Gebrauchs eines der Ehepartner dienen
  • Unternehmensanteile und Unternehmensbestandteile, außer sie sind bloße Wertanlage

TIPP: Bedenken Sie jedoch auch Ihre sozialversicherungsrechtliche und pensionsrechtliche Stellung nach der Scheidung! Über diese Folgen sollten Sie sich direkt beim jeweiligen Sozialversicherungsträger informieren!

Weitere Informationsseiten und Foren im Internet zum Thema Scheidung:

Scheidungsforum – Scheiden tut weh

Elternforum: mit Ratgeber Scheidung,Trennung, Scheidungskinder

Bundesministeriums für Frauen: Scheidungsratgeber 

help.gv: Allgemeines zur Scheidung


Alle Angaben wurden von uns mit bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Angaben ohne Gewähr!

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