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Universitäten Text: Dr. Christa Neuper

Grenzenloses Studieren

Dr. Christa Neuper, Rektorin der Uni Graz zu den Entwicklungen und Programmen in der grenzüberschreitenden Wissensaneigung und den Herausforderungen und Verpflichtungen für die Universitäten.

Univ. Prof. Dr. Christa Neuper und ansicht von Karl Franzens-Universität Graz
Univ. Prof. Dr. Christa Neuper - Karl Franzens-Universität Graz

Kooperationen auf allen Kontinenten

Österreichs Universitäten sind nicht nur national bestens auf Forschungs- und Lehrebene vernetzt, sondern auch international sichtbar – das Stichwort lautet „Joint Degree“. Die von zwei oder mehreren PartnerInnen entwickelten Studienprogramme genießen zu Recht Vorbildcharakter als global aufgestellte Ausbildungen von höchster Qualität, die auch regionale Bezüge betonen.

Fast 80 Joint- oder Double Degrees beziehungsweise Cotutelle-PhDs tragen die 21 heimischen Universitäten derzeit im Konsortium mit Universitäten aus ganz Europa, den Amerikas, Afrika, Asien und Australien mit. Die Karl-Franzens-Universität Graz ist dabei mit aktuell 13 angebotenen Joint Degrees nationaler Spitzenreiter, zwei weitere Programme sind in Vorbereitung.

Perspektiven erweitern

Seit zehn Jahren werden an der Uni Graz in bewährter Partnerschaft erfolgreich gemeinsame Studienpläne entworfen, die sich verstärkter Beliebtheit erfreuen: Die Kombination aus einander ergänzenden Blickwinkeln, fachlichen Spezialisierungen, hoher Sprachkompetenz und wichtigen kulturellen Erfahrungen im verpflichtenden Auslandssemester bewegen jedes Jahr zahlreiche Studierende, sich für ein Joint Degree-Programm zu bewerben. In Zeiten des globalisierten, vermehrt wettbewerbsorientierten Arbeitsmarktes dürfen sich AbsolventInnen gute Chancen bei der Jobsuche ausrechnen. Und die Nachfrage steigt, wie die Statistik belegt: Im Vorjahr gab es für das Studium „Sustainable Development“ insgesamt mehr als 600 Interessierte – bei 164 Studienplätzen, 40 davon an der Uni Graz.

Weitere international beliebte Programme sind der Joint Master in English and American Studies sowie das Interdisciplinary Joint Master’s Programme in South-Eastern-European Studies. Der Auswahlprozess garantiert ausgezeichnete und motivierte Studierende, die Drop out-Quote liegt praktisch bei null.

Fazit

Joint Degree-Programme bedeuten für die teilnehmenden Universitäten eine verstärkte Zusammenarbeit in Lehre und Forschung, was letztlich in einem qualitätsvolleren Angebot mündet. Für die betreffenden AbsolventInnen stellen diese Studien einzigartige Möglichkeiten dar, Blicke über den eigenen Tellerrand hinauszuwerfen sowie fachlich und persönlich zu reifen. Als Ausbildungsorte für alle Generationen sind Universitäten verpflichtet, diese Chancen nicht nur weiterhin zu garantieren, sondern auszubauen und im studentischen Alltag fest zu verankern.

Univ.-Prof. Dr. Christa Neuper ist seit 2011 Rektorin der Karl-Franzens-Universität Graz. Nach mehrfacher Forschungs- und Lehrtätigkeit in den Bereichen Elektro- und Biomedizinische Technik an der Tu Graz, dem Ludwig-Boltzmann-Institut (LBI) für Medizinische Informatik und Neuroinformatik, Lehrtätigkeit am Institut für Psychologie der Universität Graz. Von 2005-2007 war sie Professorin für „Angewandte Neuropsychologie: Mensch-Computer-Schnittstelle“ an der Uni Graz. Mit August 2007 wurde sie erneut zur Universitätsprofessorin für Neuropsychologie an die Karl-Franzens-Universität berufen und war von 2009 bis 2011 Leiterin des Instituts für Psychologie. Die Neuropsychologin koordinierte die Forschungsplattform „Initiative Gehirnforschung Steiermark INGE-St“.

>> Mehr Stimmen und Statements zur aktuellen Lage der Universitäten

>> Österreichs Universitäten im Überblick

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