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Universitäten Text: Rektor Wolfgang Schütz

Rektor Schütz: Aus der Eigenständigkeit in die Erfolgsspur

In diesem Jahr feiert die Universität Wien ihren 650. Geburtstag und hat das Anfang März bereits mit einem feierlichen Eröffnungsfestakt und interessanten Rahmen-Veranstaltungen gebührend getan und setzt das noch – dem Anlass entsprechend – bis in den Oktober mit Ausstellungen, Wissenschaftsfesten und diversen Tagen der offenen Tür fort. Die MedUni Wien, die seit dem Jahr 1365 als medizinische Fakultät ein Teil der Universität Wien war und 2004 den Schritt in die Eigenständigkeit gewagt hat, hat im Vorjahr somit ihr 10-Jahres-Jubiläum feierlich begangen.

Meduni Wien Rektor Wolfgang Schütz lächelt
MedUni Wien Rektor Wolfgang Schütz über Erfolg und Anerkennung seiner Universität.

Vor zehn Jahren hatten wir wenig eigenes Profil. Die Außendarstellung des ärztlichen Personals erfolgte über das AKH Wien. Es hat Jahre gedauert, um das zu ändern. Heute ist die MedUni Wien als eigenständige Einrichtung bekannt und anerkannt - nicht nur in Wien, nicht nur in Österreich. Wir bemühen uns, unser Profil weiter zu schärfen und die Einzigartigkeit der MedUni Wien als Marke so deutlich wie möglich herauszuarbeiten. Einerseits, um die Identifikation unserer MitarbeiterInnen mit der Institution MedUni Wien zu erhöhen, andererseits aber auch, um die Möglichkeiten der öffentlichen Wahrnehmung zu verstärken.

Unsere dahingehenden Bemühungen sind schon jetzt überaus erfolgreich: Die MedUni Wien steht derzeit so gut da wie noch nie zuvor in ihrer jungen Geschichte: Erstmals zählt die Medizinische Universität Wien im aktuellen "Times Higher Education"-Universitätsranking, dem bedeutendsten internationalen Universitäten-Ranking, zu den 50 besten medizinischen Hochschulen der Welt und rangiert in der Kategorie "Clinical, Pre-Clinical and Health" auf Platz 49. In Europa liegen wir damit auf Platz 14.

Die Leistungen unserer Forscherinnen und Forscher, die immer wieder in absoluten Top-Magazinen ihre Arbeiten publizieren können, sind eine ganz wichtige Basis für diesen Erfolg. Und das, obwohl die Rahmenbedingungen in Österreich im internationalen Vergleich schwieriger sind als in vielen anderen Ländern. Das zeigt aber auch, dass es im Jahr 2004 richtig war, die Eigenständigkeit anzustreben.

Eine positive Entwicklung haben wir, abgesehen von den aktuellen Sparzwängen, auch in finanzieller Hinsicht genommen. Unser Budget ist heute um 40 Prozent höher als im Jahr 2004. Einen wesentlichen Anteil haben die Drittmittel, die sich im selben Zeitraum verdreifacht haben. Das ist auch eine Resultat unserer gesteigerten Forschungs- und Publikationsleistung: Wer gut publiziert ist bekannt und bekommt einfacher Drittmittel.

Auf diesen ersten  zehn höchst erfolgreichen Jahren wollen wir aufbauen, daher haben wir schon unsere 10-Jahresfeier der Zukunft gewidmet und mit einem „Zukunftstag“ gefeiert. Wir sind auf einem guten Weg, unsere Position weiter auszubauen und auch künftig in unseren Forschungsschwerpunkten, aber auch in punkto innovativer Lehre zu den allerbesten europäischen Medical Schools zu gehören.

O.Univ. Prof. Dr. Wolfgang Schütz ist seit 2004 Rektor der Medizinischen Universität Wien. Vor der Schaffung der MedUni war Schütz bereits Dekan der Medizinischen Fakultät an der Uni Wien. Von 1994 bis 1996 war er dort auch, sowie im AKH Wien, Vorsitzender der Ethikkommission. Schütz promovierte an der Uni Wien in Humanmedizin und ist seit 1993 ordentlicher Professor der Pharmakologie.

>> Mehr Stimmen und Statements zur Lage der Universitäten

>> Österreichs Universitäten im Überblick

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