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Universitäten Text: Dipl. Ing. Dr. Harald Kainz

Die Welt zu Füßen: TU Graz setzt auf Internationalisierung

Harald Kainz, Rektor der TU Graz, setzt an seiner Universität eine ehrgeizige Internationalisierungsstrategie um und ist überzeugt: Lehrende, Studierende und Mitarbeitende profitieren gleichermaßen davon.

Links TU Graz Rektor Kainz vor einer Weltkarte, rechts das "Alte Technik" Gebäude der TU Graz
© (li) Lunghammer - TU Graz; (re) Marion Schneider & Christoph Aistleitner | Harald Kainz ist seit Oktober 2011 Rektor der TU Graz.

Statement Rektor Harald Kainz

Die TU Graz hat sich schon früh die Internationalisierung als ein strategisches Ziel gesetzt. Als österreichische Universitäten spielen wir eine zentrale Rolle im internationalen Forschungs- und Bildungsnetzwerk und stehen in engem wissenschaftlichen und strategischen Austausch mit Partnerinstitutionen weltweit. Wir stehen aber auch im Wettstreit mit internationalen akademischen Einrichtungen um die besten Köpfe in der Forschung, der Lehre und unter den Studierenden. Dieser globalen Herausforderung sind wir uns bewusst und diesen Anforderungen müssen wir uns stellen. Umsetzungsstrategien für die Internationalisierung sind dabei ein wesentlicher Faktor.

Mobilität steigern und internationale Karrieren fördern

Unser Ziel ist eine starke Vernetzung unserer Wissenschafterinnen und Wissenschafter mit international führenden technischen Universitäten. Diese soll sowohl intensive gemeinsame Forschungen als auch breiten Austausch der Lehrenden sicherstellen. Als Voraussetzung bietet die TU Graz seit 2013 alle PhD-Programme ausschließlich auf Englisch an und hat im Wintersemester 2014/15 damit begonnen, auch Masterstudien auf die englische Unterrichtssprache umzustellen. Ab dem kommenden Wintersemester werden bereits acht englischsprachige Masterprogramme angeboten, darunter erstmals Biotechnology, Geotechnical and Hydraulic Engineering, Information and Computer Engineering und Mathematics. Ziel ist es, bis zum Wintersemester 2018/19 an der TU Graz den Großteil der Masterprogramme englischsprachig anzubieten. Damit stellen wir zum einen sicher, dass unsere Studierenden bestmöglich für internationale Karrieren ausgebildet sind. Zum anderen gelingt es uns mit dieser Strategie zusehends, renommierte internationale Gastprofessorinnen und Gastprofessoren und internationale Spitzenforscherinnen und –forscher an die Universität zu holen. So fördern wir den weltweiten Austausch von Lehrenden und Studierenden. Die Bewerbungszahlen aus dem Ausland sind an der TU Graz bereits deutlich gestiegen. Auch im Outgoing-Bereich greifen unsere Angebote und Programme: Derzeit geht ein Drittel der Absolventinnen und Absolventen für mindestens ein Praxissemester ins Ausland. Bis 2020 wollen wir dies deutlich steigern, idealerweise verdoppeln. Durch das gesteigerte Mobilitätsverhalten unseres Forschungspersonals und unserer Studierenden erreichen wir einen noch engeren Austausch mit unseren strategischen Partneruniversitäten weltweit und können noch stärker von diesen Partnerschaften profitieren. Die strategische Vernetzung mit führenden nationalen und internationalen Partneruniversitäten erfolgt dabei mit klarem Fokus auf die Stärkung der Forschungsschwerpunkte der TU Graz in unseren fünf definierten Fields of Expertise.

Gezielte Maßnahmen

Die Internationalisierungsstrategie wird begleitet von ganz gezielten Maßnahmen und Förderprogrammen. Studierende etwa können kostenlos alle Sprachangebote der TU Graz nützen. Für das wissenschaftliche Personal wurden in Kooperation mit der Montclair State University mehrwöchige Trainingsprogramme, wie „Teaching in English" oder „Writing in English“ ausgearbeitet. Dazu gibt es zahlreiche Sprach- und Didaktikangebote sowie „Intercultural Trainings Sessions“ im internen Weiterbildungsprogramm. Aber auch das nichtwissenschaftliche Personal wird in der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie fachkundig begleitet: von mehrwöchigen Weiterbildungsangeboten im Ausland, die von der Universität gefördert werden, bis hin zu Sprachkursen und interkulturellen Trainings reicht hier die Palette an Möglichkeiten. Mit dem Welcome Center bietet die TU Graz zudem einen One-stop-shop für internationale Mitarbeitende, Gäste und "degree seeking" Studierende. Und last but not least intensiviert die TU Graz ihre internationalen Alumni-Aktivitäten. Erst kürzlich wurde ein Alumni Chapter der TU Graz in Shanghai aus der Taufe gehoben.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Dr.h.c. Harald Kainz studierte Bau- und Wirstschaftsingenieurwesen. 1990 promovierte er zum Doktor der technischen Wissenschaften. 2000 wurde er Universitätsprofessor für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau an der TU Graz. Wo er von 2004 bis 2007 auch Dekan an der Fakultät für Bauingenieurswissenschaften war. Ab 2007 war er Vizerektor für Infrastruktur und Informations- und Kommunikationstechnologien der Technischen Universität bevor er am 1. Oktober 2011 die Nachfolge von Hans Sünkel als Rektor der TU Graz antrat.

>> Mehr Stimmen und Statements zur Lage der Universitäten

>> Österreichs Universitäten im Überblick

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