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Uni und FH

Zugangsbeschränkungen an der Universität Wien

Zugangsbeschränkungen an der Universität Wien. Aufgrund der ständig steigenden Zahl der Studienanfänger an den österreichischen Universitäten

Zugangsbeschränkungen an der Universität Wien

Aufgrund der ständig steigenden Zahl der Studienanfänger an den österreichischen Universitäten, wurde für die Unis Wien, Salzburg und Klagenfurt nun bei einigen Fächern  Zugangsbeschränkungen beschlossen. Sicher davon betroffenen davon ist der Studiengang Publizistik, da der Ansturm der Studierenden in diesem Studiengang nicht bewältigt werden kann, ohne dass die Qualität der Lehre darunter leidet. Ab dem Wintersemester 2010/11 wird es deshalb schwieriger, einen Studienplatz der Publizistik zu ergattern.

Die Aufnahmebedingungen

Die Zugangsbeschränkungen sind in den einzelnen Fächern unterschiedlich geregelt. Im Studiengang Publizistik gibt es derzeit ca. 1700  Bewerber für 960 Plätze. Mitte November soll nun mit einem Aufnahmetest überprüft werden, ob die Studierfähigkeit und Fachkompetenz der Bewerber für ein Studium der Publizistik ausreichend ist und die Zahl der Studienanfänger dementsprechend so dezimiert werden. Eine Quotenregelung, um die Zahl der ausländischen Studieren zu minimieren, ist allerdings nicht vorgesehen. Auch in den Studienfächern Architektur und Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität wird derzeit über Zugangsbeschränkungen nachgedacht. In den Studiengängen der Psychologie und der Medizin dagegen gibt es schon länger Aufnahmetests.

Kontroverses Thema

Viele Studenten und Experten sind gegen Zugangsbeschränkungen an den Universitäten, sie pochen auf das Recht auf Bildung und verlangen stattdessen einen Ausbau der Ressourcen an den Universitäten. Andere verlangen die Reduzierung der ausländischen, vor allem der deutschen, Studenten an den Universitäten durch eine Quotenregelung, da diese den Österreichern die Studienplätze wegnehmen würden. Jedoch ist es sinnvoll, faire Zugangsbeschränkung für überfüllte Studienfächer zu schaffen, um die Motivation und die Eignung der Studenten schon vor dem Studium zu testen. Die Zugangsbeschränkungen führen dazu, dass sich die Jugendlichen vor Beginn ihres Studiums mehr mit dem Studium auseinandersetzen und es deutlich weniger Studienabbrecher  gibt. Es soll auch eine Hilfe für die Studierenden sein, um rechtzeitig herauszufinden, ob man für das Wunschstudium geeignet ist und sich gegebenenfalls neu zu orientieren, ohne viel Zeit zu verlieren.

Informationen über die Zugangsbeschränkungen in den einzelnen Studiengängen finden Sie auf der Website der Universität Wien: www.univie.ac.at/studium/.

Text: Julia Stürzl

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