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Uni und FH

Studentendemonstration: Protest der Studenten

Informationen rund um die letzte Studentendemonstration, am Do., 5.11.09! Der Protest der Studenten - die Teilnehmeranzahl und Aktionen in ganz Österreich hielten sich in Grenzen.

Studentendemonstration: Protest der Studenten

Studentendemonstration: Protest der Studenten  mit ersten Ermüdungserscheinungen?!

Nach zwei Wochen der Daueraufregung, infolge der Uni Wien Besetzung, zeigten sich nun beim bundesweiten Aktionstag - „Die Uni brennt“ - am Donnerstag vergangene Woche, in allen Universitätsstädten, leichte Mobilisierungsprobleme bzw. Ermüdungserscheinungen.

Kaum Transparente und wenige Trommler waren zu sehen, und die sonst so gewaltig-lauten Sprechchöre („Hahn, du hast das Geld gestohlen“) gingen etwas unter.

Die bis dato letzte Studentendemonstration gegen die Uni-Politik der Regierung kam demzufolge nur langsam ins Rollen. Laut Angaben der Polizei nahmen insgesamt „nur“ ca. 2000 Menschen an der Studentendemonstration teil; die meisten schienen jedoch eher ermüdet, denn verärgert.

Auch an den anderen Wiener Universitäten hatten sich – blickt man im Vergleich auf die vergangenen Studentendemonstrationen zurück – relativ wenige eingefunden, um in einem Sternmarsch Richtung Gürtel und Urban-Loritz-Platz zu marschieren. Immerhin waren es beim großen Protest der Studenten in der Woche davor noch an die 20.000 Protestteilnehmer. Das Chaos in Wien blieb dennoch nicht aus  – der Gürtel musste nichts desto trotz gesperrt werden.

Sicherlich hatten sich die Studenten mehr von der letzten Studentendemonstration erwartet, schließlich hätte es ein „Proteststurm“, kein „Protestlüftchen“ werden sollen – quasi der Höhepunkt des zweiwöchigen Studentenaufstandes. Bilanz ziehend war die Enttäuschung über die am Vormittag bundesweit angesetzten Aktionen und der damit zusammenhängende Misserfolg groß.

 
Studentendemonstration - Schüler wurden nach Hause geschickt

Die Besetzer hatten mit der breiten Solidarität der Schüler, die sich erst im Frühjahr im Konflikt um eine Erhöhung der Lehrerarbeitszeit als demonstrierfreudig erwies, gerechnet. Doch der erwartete Schüleransturm auf dem Minoritenplatz -  für die erste Schülerdemonstration des Tages – blieb Donnerstagfrüh aus – mit knapp 60 teilnehmenden Personen war der Platz nur dünn besiedelt.

Nach einigen Parolen-Rufen der Schüler vor dem Unterrichtsministerium, zogen sie weiter zur Uni Wien, um dort eine gemeinsame Kundgebung mit den Studenten zu veranstalten. Nur die Kundgebung fand im Endeffekt – wie sich rasch herausstellten sollte – nie statt. Die Schüler wurden von den nur mehr wenigen Audimax-Besetzern einfach nach Hause geschickt: Sie mögen doch lieber später zum Sternmarsch wiederkommen.

Den wenigen Schülern, die sich dennoch ins Audimax setzten, um zu diskutieren, war die Frustration ins Gesicht geschrieben: „Wir haben uns ein bisschen mehr erwartet“, rief ein Schulsprecher ins Mikrofon. „Aber wir kommen wieder.“

Das ursprüngliche Ziel des Protestmarsches: die Besetzung des „Minoritenstüberls“, das als Kantine für die Ministeriumsmitarbeiter dient, sowie ein „Sit-in“ von Studenten, vor dem Büro von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP), fanden somit nicht wirklich statt. Später kam es jedoch zu einer Unterredung mit Hahns Kabinettschef.

Wenig Zulauf gab es auch bei anderen Aktionen im Zuge der Studentendemonstration: Zum Termin der ÖH, die mit Wecker „bewaffnet“ vor dem Kanzleramt Stellung bezogen und von Werner Faymann forderte, „aufzuwachen und sich um die Anliegen der Studenten zu kümmern“, kamen 15 Personen. In Graz versenkten 20 Studenten einen Sarg in der Mur, 50 blockierten kurz die Hauptbrücke. Und auch in Bregenz, Linz und Innsbruck gab es nur kleine Proteste.

 
Quelle: Die Presse, 06.11.2009
Bild: (c) APA

Artikel zusammengefasst von Pamela Graf
 

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